Mitgliederbefragung

Zukunft gestalten

Gute und verlässliche Politik erwarten die Mitglieder von Gewerkschaft und Parteien. Die Zufriedenheit mit der IG BCE ist hoch, ebenso das persönliche Engagement.

Dimitri Otis/Getty Images

Die IG BCE von innen Die IG BCE von innen
23.12.2016
  • Von: Sascha Schrader
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Die Ergebnisse der Mitgliederbefragung »Die IG BCE von innen« sind ausgewertet. Im April und Mai 2016 hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der IG BCE etwa 1300 Mitglieder repräsentativ über ihre Mitgliedschaft sowie ausgewählte politische Themen befragt. Die Ergebnisse bestätigen die bisherige Arbeit, sind jedoch gleichzeitig auch Arbeitsauftrag.

Die große Mehrheit der IG-BCE-Mitglieder fühlt sich von ihrer Gewerkschaft gut vertreten. Insbesondere der Kern gewerkschaftlicher Arbeit fährt Bestnoten ein:
92 Prozent der Mitglieder sehen die IG BCE als Garant für die Einhaltung der Tarifverträge.

Auch die Einzelbewertung der Arbeitsfelder zeigt hohe Zustimmungswerte. Der Einsatz für Arbeits- und Gesundheitsschutz (82 Prozent), die Tarifpolitik (76 Prozent) sowie die betriebliche Mitbestimmung (71 Prozent) werden von einer großen, zufriedenen Mehrheit geschätzt. Und auch von der Mitgliederbetreuung sind 82 Prozent der Mitglieder überzeugt. Diese große Zustimmung zeigt, wie wichtig gewerkschaftliche Arbeit ist und welchen hohen Stellenwert die IG BCE bei ihren Mitgliedern hat.

Viele wollen mitwirken und die Zukunft ihrer Gewerkschaft mitgestalten.
36 Prozent der Mitglieder, die noch kein Amt innehaben, würden gerne Verantwortung in ihrer Gewerkschaft übernehmen. Diese hohe Bereitschaft für mehr Engagement zeigt sich vor allem in der jungen und mittleren Generation: 60 Prozent der unter Dreißigjährigen und 58 Prozent der Generation von 30 bis 44 Jahren möchten mitwirken. Besonders hoch im Kurs steht dabei eine Tätigkeit im Betriebsrat oder als Vertrauensperson (61 und 56 Prozent). Ein enormes Potenzial für eine Zukunftsgewerkschaft.

Grafiken BWH/Quelle: forsa/IG BCE-Mitgliederbefragung

"Die Mitglieder der IG BCE wollen die Zukunft in ihrer Gewerkschaft gestalten." "Die Mitglieder der IG BCE wollen die Zukunft in ihrer Gewerkschaft gestalten", sagt Prof. Manfred Güllner, Geschäftsführer des Forsa-Instituts.

Auch mit dem Politikmodell der Sozialpartnerschaft ist die allergrößte Mehrheit der IG-BCE-Mitglieder zufrieden bis sehr zufrieden. Gerade in unserer von Verhandlungen geprägten Demokratie ein erfreuliches Ergebnis: Mehr als 90 Prozent sehen in  einer stabilen Zusammenarbeit der Tarif- und Betriebsparteien ein erfolgreiches Modell, Arbeits- und Lebensbeziehungen zu gestalten.

IG-BCE-Mitglieder wissen um die Bedeutung von starken Volksparteien für die
Stabilität in Deutschland. Doch auch unter ihnen nimmt die Bindung ab. Während 83 Prozent einer der beiden Volksparteien 2013 ihre Stimme gaben, würden dies heute noch 71 Prozent tun. Dabei ist das Interesse der Mitglieder an der Politik groß. Nur fünf Prozent interessieren sich gar nicht für das politische Geschehen, 59 Prozent hingegen stark bis sehr stark. "Unsere Mitglieder fordern gute und verlässliche Politik für die Menschen in der Mitte der Gesellschaft. Die demokratischen Parteien sind in der Verantwortung", sagt Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE.

Erreichbar sind IG-BCE-Mitglieder mehrheitlich über die klassischen Kommunikationsmittel. 90 Prozent informieren sich über das Fernsehen, Radio (71 Prozent) und lokale Tageszeitungen (67 Prozent) sind etwa gleichauf.
Das Internet folgt als Informationsquelle für 57 Prozent aller Mitglieder. Doch bei der jungen Generation hat es das Fernsehen als primäre Informationsquelle verdrängt und steht mit 86 Prozent in der Gruppe der unter Dreißigjährigen an der Spitze. Kompakt ist bei 89 Prozent der IG-BCE-Mitglieder die primäre Informationsquelle über Gewerkschaftsarbeit. Der detaillierte Blick zeigt aber, dass auch bei der Information über die Gewerkschaft die junge Generation die Nutzung neuer Medien erwartet, insbesondere Social Media.

Eins erfreut aber besonders: Die direkte Kommunikation, das persönliche Gespräch, ist über alle Altersklassen hinweg eine gleich stark genutzte Informationsquelle. Miteinander reden ist also auch in Zukunft die Basis für Solidarität und erfolgreiche Arbeit.

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