• 15.03.2017
  • Medieninformation XXI/7
IG BCE zum Stellenabbau bei e.on

„Gute Arbeit geht verloren, weil schlechte Politik gemacht wird“

Die IG BCE sieht die Pläne für einen abermaligen Arbeitsplatzabbau beim e.on-Konzern als ein weiteres Beispiel für die verheerenden Auswirkungen der Energiewende auf die Beschäftigungssituation in der Branche.

E.ON Energy from Waste AG

Eon Energy from Waste Standort Hannover
15.03.2017

„Gute Arbeit geht verloren, weil schlechte Politik gemacht wird“, sagte der Vorsitzende der IG BCE, Michael Vassiliadis. Seit Jahren bauten die Energieversorger einst sichere und tarifvertraglich geregelte Stellen ab, um die immensen Kosten schultern zu können, die ihnen die Politik mit der Energiewende auferlegt. „Die konventionelle Kraftwirtschaft verdient nicht mehr genug Geld, um ihre Mitarbeiter und damit unsere Versorgungssicherheit bezahlen zu können“, kritisierte Vassiliadis. „Das ist absurd.“

Allein e.on hat seit dem Beginn der Energiewende in Deutschland mehr als jeden dritten Arbeitsplatz gestrichen. Der Energieversorger und seine abgespaltene Tochter Uniper zusammen beschäftigen heute im Inland rund 13.400 Mitarbeiter weniger als e.on zum Jahresende 2010. Insgesamt hat die Energiewende nach IG-BCE-Schätzungen hier zu Lande bislang 20.000 bis 25.000 Arbeitsplätze bei den Energieversorgern gekostet.

Zwar ist es den Gewerkschaften gelungen, den Stellenabbau bei den konventionellen Energieträgern weitgehend sozialverträglich zu gestalten. Sozialpartnerschaft sei aber auch erforderlich, wenn es um den Aufbau von Jobs in der neuen Energiewelt gehe, warnte Vassiliadis. „Manche in der Branche glauben, Mitbestimmung ist nur etwas für die schmutzige, alte Energiewirtschaft - und dass die Erneuerbaren besser ohne Gewerkschaften und Betriebsräte, Tarifbindung und geregelte Arbeitsbedingungen auskommen können“, so der IG-BCE-Vorsitzende. „Diesen Zahn werden wir ihnen ziehen – um gute Arbeit und eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten“, sagte Vassiliadis.

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