• 12.03.2018
  • Medieninformation XXII/8
ver.di und IG BCE begrüßen E.ON-RWE-Transaktion

„Das schafft Chancen für Investitionen in Wachstum und Arbeitsplätze der Zukunft“

Bernd Wittelsbach/istockphoto

Energie
12.03.2018
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Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie (IG BCE) begrüßen den Vertragsabschluss zwischen E.ON und RWE. Auf diese Weise könnten beide ihre Geschäftsfelder gut ergänzen und sinnvoll neu ordnen, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Der Tausch verbessere die Möglichkeiten von RWE, in erneuerbare Energie zu investieren und auf der konventionellen Seite zur Versorgungssicherheit in Deutschland beizutragen.

Die Gewerkschaften gingen vom Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und der Fortgeltung der Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen aus. Die paritätische Mitbestimmung nach deutschem Recht in allen Unternehmensteilen müsse in vollem Umfang gesichert und unter Einbeziehung der Betriebsräte im Neuordnungsprozess weiterhin etabliert werden.

Die Transaktion sei für beide Unternehmen vorteilhaft und wertsteigernd, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. „Das ist auch im Interesse der Beschäftigten und kann langfristig tarifgebundene Arbeitsplätze erhalten und sichern“, so der Gewerkschafter. „Die Chance für alle Beteiligten liegt darin, starke und investitionsfähige Unternehmen aufzubauen und Perspektiven für Wachstum und Arbeitsplätze zu erschließen“, betont Bsirske.

„Die geplante Neuordnung der größten deutschen Energiekonzerne ist die richtige Antwort auf die gewaltigen Herausforderungen, die ihnen die Energiewende bereits gestellt hat und noch stellen wird. Beide Unternehmen haben nun die Möglichkeit, in Wachstum zu investieren. Das sichert Arbeitsplätze für die Zukunft und bietet den Beschäftigten neue Chancen“, so der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis. Angesichts deutlich verbesserter Finanzmöglichkeiten für Wachstum in erneuerbare Energien gelte das auch für Innogy.

ver.di und IG BCE, als die beiden im Unternehmen vertretenen Gewerkschaften, würden nun die notwendigen Schritte einleiten, „um bis zu einer einvernehmlichen Neuregelung die Interessen der von der Transaktion betroffenen Beschäftigten tarifvertraglich zu sichern“, betonen das bei ver.di für Energiepolitik zuständige Vorstandsmitglied Andreas Scheidt und IG-BCE-Tarifvorstand Ralf Sikorski.

E.ON verschafft der Deal im Netz- und Vertriebsgeschäft deutliche Skalenvorteile für künftige Investitionen. Das Unternehmen wird damit zu einem der führenden Anbieter im Netz- und Vertriebsbereich. RWE wird zur Nummer Drei für erneuerbare Energien im Europäischen Markt, zur Nummer Zwei im Bereich Wind-Offshore und zur Nummer Fünf bei Wind-Onshore.

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