• 10.09.2018
  • Medieninformation XXII/26
"Senftenberger Erklärung des Hauptvorstands"

IG BCE fordert politische Offensive zur Förderung der industriellen Transformation

Die IG BCE fordert eine politische Offensive zur Förderung der industriellen Transformation in Deutschland. Eine entsprechende Erklärung hat der Hauptvorstand der Gewerkschaft am Montag bei einer gemeinsamen Sitzung in Senftenberg einstimmig beschlossen.

Rainer Weisflog

IG-BCE-Hauptvorstand mit geschäftsführendem Hauptvorstand und Landesbezirksleitern vor dem Kraftwerk Schwarze Pumpe IG-BCE-Hauptvorstand mit geschäftsführendem Hauptvorstand und Landesbezirksleitern vor dem Kraftwerk Schwarze Pumpe
10.09.2018
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Die aktuelle Debatte um die Zukunft der Energieversorgung sei nur der Einstieg in einen umfangreichen Veränderungsprozess, der die Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten erfassen werde, heißt es in der Erklärung. In den heimischen Industrieregionen blickten deshalb viele Beschäftigte sehr genau darauf, wie Politik und Gesellschaften diesen Wandel gestalten. “Sie wollen wissen, ob Zukunftsperspektiven für Menschen oder Regionen entwickelt werden und Wohlstand erhalten bleibt.”

Diese Transformation müsse aktiv politisch gestaltet werden, fordert der Hauptvorstand, der sich aus haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern aller Branchen der IG BCE zusammensetzt. "Für die Entfesselung der notwendigen Innovationspotenziale werden wir enorme finanzielle Mittel aufwenden müssen, private und öffentliche."

Dies werde mit den aktuellen Haushaltsplanungen und dem Ziel einer “schwarzen Null” nicht gelingen. “Wer den Wandel ernst nimmt, muss an die enormen Vermögen ran, die sich auftürmen, sie der Spekulation entziehen und ihnen Anreize bieten, sich an der Gestaltung dieser Transformation zu beteiligen.” Die Beschäftigten in Energiewirtschaft und energieintensiven Industrien wüssten genau, dass sich ihre Arbeit wandeln wird. “Und sie sind bereit, diesen Weg zu gehen - wenn die Bedingungen fair sind.”

Die IG BCE hält es für machbar, die Klimaziele 2030 und 2050 im Energiesektor zu erreichen. Dazu müssten reale Zukunftsperspektiven für Beschäftigte und Reviere sowie die Voraussetzungen zur Weiterentwicklung der Energiewende geschaffen werden. Zudem müssten Versorgungssicherheit und wettbewerbsfähige Energiepreise für die Industrie garantiert werden.

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