• 17.05.2017
  • Medieninformation XXI/24
Tarifrunde Papierindustrie 2017

Arbeitgeberangebot unzureichend

Die Tarifverhandlungen für die rund 50.000 Beschäftigten in der Papierindustrie sind am späten Dienstagabend (16. Mai) in Darmstadt in der 2. Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Ein Angebot der Arbeitgeber hat die IG BCE als „unzureichend“ zurückgewiesen. Die Arbeitgeber wollen die Löhne und Gehälter um 2,4 Prozent erhöhen. Die Ausbildungsvergütungen sollen um 40 Euro steigen. Diese Anhebung bei einer Vertragslaufzeit von 15 Monaten spiegelt nicht die Lage in den Betrieben wider. Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 4,8 Prozent.

Andreas Reeg

Die Bundestarifkommission diskutiert das Angebot der Arbeitgeber

Frieder Weißenborn, Verhandlungsführer der IG BCE: „Die Verhandlungen waren geprägt von einer kontroversen Debatte um den Strukturwandel der Papierbranche. Die Arbeitgeber wollen eine Entgelterhöhung von 2,4 Prozent auf 15 Monate durchsetzen. Dieses Verhandlungslimit ließ sich auch nach 12 Stunden Verhandlung nicht verbessern. Die IG BCE wird die Diskussion auf betrieblicher Ebene führen.“

Die Verhandlungen werden am 28. Juni in Darmstadt fortgesetzt.

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