• 21.11.2013
  • Medieninformation XVII/57
Vassiliadis bei MIBRAG

Braunkohle als verlässlicher Partner der Energiewende

Für hohes Niveau der Ausbildung und sichere Arbeitsplätze

Zeitz/Alt-Tröglitz. „Die Braunkohle ist ein starker und unverzichtbarer Partner auf dem Weg zu einer kernkraftfreien Energieversorgung auf weitgehend erneuerbarer Basis.“ Das erklärte der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis am Donnerstag (21. November) in Alt-Tröglitz (Burgenlandkreis) bei einem Besuch der MIBRAG.

Michael Bader

Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis besucht das Ausbildungszentrum Profen der MIBRAG. Der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis besucht das Ausbildungszentrum Profen der MIBRAG.
21.11.2013

Mehr als 900 Mitarbeiter des mitteldeutschen Bergbauunternehmens nahmen an der Betriebsversammlung teil, zu der Betriebsrat und Geschäftsführung eingeladen hatten. „Wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint“, so Vassiliadis, sichere nur die Braunkohle „Stromversorgung zu bezahlbaren Preisen“. Der IG-BCE-Vorsitzende warnte zugleich vor „verbindlichen Ausbauzielen für erneuerbare Energien ohne Rücksicht auf Netze und Speicher“. Der Koalitionsvertrag, den Union und SPD derzeit aushandeln, müsse ein realistisches Ausbautempo der Erneuerbaren vorgeben, nicht aber „unkonditionierte Zielzahlen“. Vassiliadis: „Wie schnell der Anteil der Erneuerbaren an der Stromversorgung wächst, muss davon abhängig gemacht werden, ob sie auch zu wirtschaftlich vernünftigen Konditionen ans Netz angeschlossen werden können und ob es künftig gelingt, neue Speichertechnologien für Wind- und Sonnenstrom zu entwickeln.“

Michael Bader

MIBRAG-Ausbildungszentrum in Profen  Michael Vassiliadis informiert sich im MIBRAG-Ausbildungszentrum in Profen über moderne Bedingungen für eine qualifizierte Berufsausbildung.
Zuvor hatte Michael Vassiliadis bereits das MIBRAG-Ausbildungszentrum in Profen besichtigt und sich über moderne Bedingungen für eine qualifizierte Berufsausbildung informiert. „Die Förderung von heimischer Braunkohle ist ein wesentlicher Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zu einer wirtschaftlich guten Entwicklung in Mitteldeutschland“, betonte Roswitha Uhlemann, Betriebsratsvorsitzende der MIBRAG. “Wir werden alles daran setzen, dass wir das hohe Niveau der Ausbildung und qualifizierte Arbeitsplätze sichern können.“

IG BCE und MIBRAG engagieren sich im Rahmen des „Innovationsforums Energiewende“ für Rahmenbedingungen, die es konventionellen Energieerzeugern ermöglichen, ihre Rolle als Partner der Erneuerbaren zu spielen und Arbeitsplätze zu erhalten. Michael Vassiliadis hob hervor: „Die IG BCE setzt sich für einen Neustart der Energiewende ein, der Planungssicherheit schafft, Kosten senkt und für mehr Gerechtigkeit sorgt.“

Mit etwa 2.500 Mitarbeitern und einem jährlichen Lieferantenumsatz von 150 Millionen Euro ist MIBRAG ein Garant für anspruchsvolle Aufträge für zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen in der Region. Dr. Joachim Geisler, Vorsitzender der MIBRAG-Geschäftsführung, zur Entwicklung des Unternehmens: „Bergbau bietet gerade auch der Jugend eine Chance. Bereits das zwölfte Jahr in Folge übernahmen wir alle jungen Facharbeiter nach erfolgreichem Abschluss der Prüfungen in unbefristete Arbeitsverhältnisse.“ In den vergangenen Jahren starteten mehr als 380 Azubis nahtlos nach ihrer Ausbildung ins Berufsleben. Erst im März 2013 weihte MIBRAG ein neues Ausbildungszentrum in Profen ein, das alle Voraussetzungen für eine moderne Berufsausbildung erfüllt. Im nächsten Jahr stellt MIBRAG erneut 40 Azubis ein und bildet zehn weitere für andere Firmen der Region aus.

Hintergrund: Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft mbH (MIBRAG) mit Sitz in Zeitz wurde 1994 gegründet. Seither investierte das Unternehmen über eine Milliarde Euro in innovative und sichere Technik sowie in Maßnahmen zum Umweltschutz. Das Bergbauunternehmen förderte 2012 in ihren beiden Tagebauen Profen (Sachsen-Anhalt) und Vereinigtes Schleenhain (Sachsen) knapp 19 Millionen Tonnen Rohbraunkohle. Hauptabnehmer sind die Kraftwerke Lippendorf (Sachsen) und Schkopau (Sachsen-Anhalt). Weitere Geschäftsfelder sind die Produktion und der Verkauf von Strom, Fernwärme sowie Braunkohlenstaub.

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