• 14.10.2013
  • Medieninformation XVII/42
5. Ordentlicher Kongress der IG BCE / Ergänzungen zum Geschäftsbericht

Fördern und Fordern neu interpretieren

Hannover (14. Oktober). Auf dem Arbeitsmarkt weiter zu denken heißt, dem Trend zu höher qualifizierten Fachkräften Rechnung zu tragen: „Wir müssen die Schlagworte Fördern und Fordern neu interpretieren“, sagt Egbert Biermann, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands (gHV) der IG BCE. Nicht die schnellstmögliche Arbeitsvermittlung, sondern die Potentiale eines Menschen stünden im Vordergrund.

Christian Burkert

Egbert Biermann - Mündlicher Geschäftsbericht
14.10.2013

Die Branchen der IG BCE bilden mehr aus als andere und sind auch bei der Weiterbildung aktiver. „Der Stellenwert der Qualifizierung von Arbeitslosen und Beschäftigten steigt beständig“, bekräftigt Egbert Biermann das Engagement seiner Gewerkschaft. So sollen die 1,5 Millionen jungen Menschen im Alter von 25 und 35 Jahren ohne Ausbildung die Chance erhalten, einen Berufsabschluss zu erwerben. „Wir werden dabei die Unternehmen nicht aus ihrer Verantwortung entlassen, für eine zeitgemäße Weiterbildung der Beschäftigten zu sorgen.“

Das Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH der IG BCE (QFC) unterstützt dabei die jungen Menschen. Es ist eine mittlerweile international agierende Projekt- und Qualifizierungsagentur. Sie vermittelt berufsbezogene Praktika, Fremdsprachenausbildungen und interkulturelle Trainings. Diese Angebote ermöglichen eine Zukunftsorientierung und lehren globale Handlungskompetenzen.

„Die Wasserversorgung gehört für uns ebenso zum Kernbestandteil der Daseinsvorsorge“, betont Egbert Biermann. Deshalb hat sich die IG BCE für die Europäische Bürgerinitiative „right2water“ stark gemacht, die mithalf, eine zwingende europaweite Ausschreibung aller öffentlichen Auftragsvergaben zu verhindern. Das mache es leichter, „Gute Arbeit“ in der Wasserwirtschaft zu erreichen: mit schlagkräftigen Betriebsräten, Mitbestimmung in Aufsichtsräten und selbstverständlich Tarifverträgen.

Biermann engagiert sich zusätzlich im Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA): „Europa soll Energie- und Industriepolitik ermöglichen und nicht verhindern!“.

Eine wichtige zentrale gewerkschaftliche Aufgabe bleibt für das Hauptvorstandsmitglied der Rechtsschutz. Die Zahlen der Arbeits- und Sozialrechtsverfahren zeigten den Erfolg der Rechtsschutzsekretäre der IG BCE und der DGB Rechtschutz GmbH: seit 2009 wurden knapp 162.000.000 Euro erstritten.

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