• 14.09.2015
  • Medieninformation XIX/43
Integration von Flüchtlingen

IG BCE und Arbeitgeber bündeln ihre Kräfte

Der Flüchtlingsstrom nach Europa und vor allem nach Deutschland stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Die Sozialpartner der Branchen Chemie, Papier, Glas, Solar, Keramik, Kautschuk sowie der Energieversorgung und der Steinkohle bekennen sich zu ihrer gemeinsamen Verantwortung. Jetzt gilt es anzupacken, um einen Beitrag zur Bewältigung der Flüchtlingskrise zu leisten.

Helge Krückeberg

Sozialpartner - Flüchtlingsgipfel Auf dem Bild zu sehen (vlnr): Peter Hausmann (geschäftsführender Hauptvorstand der IG BCE), Harms Lefnaer (Bundesarbeitgeberverband Glas und Solar), Stephan Meißner (Vereinigung der Arbeitgeberverbände der Deutschen Papierindustrie), Margret Suckale (Bundesarbeitgeberverband Chemie), Christoph René Holler (Bundesverband Keramische Industrie), Michael Vassiliadis (Vorsitzender der IG BCE), Klaus-Peter Stiller (Bundesarbeitgeberverband Chemie), Petra Reinbold-Knape (geschäftsführender Hauptvorstand der IG BCE), Franz-Josef Wodopia (Gesamtverband Steinkohle), Ralf Sikorski (geschäftsführender Hauptvorstand der IG BCE), Udo Willms (Vereinigung der Arbeitgeberverbände energie- und versorgungswirtschaftlicher Unternehmungen)
14.09.2015

Viele der Menschen, die jetzt zu uns kommen, werden dauerhaft bleiben. Als Flüchtlinge vor Krieg und Verfolgung werden sie ein Bleiberecht erhalten. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft müssen alles tun, um unsere neuen Einwohner schnell zu integrieren. Integration erfordert, dass die Menschen ihren Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen können.

Die Sozialpartner appellieren an die Politik und die zuständigen Behörden, die Verfahren zur Anerkennung als Asylberechtigte zu beschleunigen. Maßnahmen zur Integration setzen voraus, dass das Bleiberecht der Menschen rechtssicher geklärt ist.

Die Arbeitgeber werden gemeinsam mit der IG BCE Angebote machen, die auf die Integration von Flüchtlingen mit geklärtem Bleiberecht und Arbeitserlaubnis gerichtet sind. Zahlreiche Unternehmen arbeiten momentan mit Hochdruck daran, Kapazitäten zur beruflichen Integration von Flüchtlingen zu schaffen. Im Fokus stehen Maßnahmen zur Berufsvorbereitung wie Praktika und zum Beispiel das Programm „Start in den Beruf“.

Im Rahmen dieses bewährten Eingliederungsprogrammes der chemischen Industrie („Start in den Beruf“) sollen junge Flüchtlinge darauf vorbereitet werden, eine Ausbildung in der chemischen Industrie oder anderen Branchen beginnen zu können. Neben der Vermittlung allgemeiner Grundlagen wird dabei vor allem die Vermittlung der notwendigen Sprachkenntnisse im Vordergrund stehen. Die Unterstützungskasse der chemischen Industrie (UCI), eine gemeinsame Einrichtung der Chemie-Sozialpartner, wird die Eingliederungsverhältnisse finanziell fördern.

Die Unternehmen werden Flüchtlinge, die bereits eine qualifizierte und gesuchte Ausbildung absolviert haben (z.B. IT, Ingenieure), so weit und so schnell wie möglich in Arbeitsverhältnisse übernehmen. Dazu werden wir eine enge Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Arbeitsagenturen und Ausländerbehörden suchen.

Die Sozialpartner sehen in der Zuwanderung auch eine große Chance, den demografischen Wandel in unserem Land positiv zu beeinflussen. Junge, motivierte Flüchtlinge und Migranten können helfen, den aus der demografischen Entwicklung resultierenden Fachkräftemangel abzumildern.

Entscheidende Voraussetzungen für eine gelungene Integration ins Arbeitsleben sind auf langfristigen Erfolg angelegte Programme, eine intensive Sprachförderung sowie Rechts- und Planungssicherheit für Flüchtlinge mit Bleiberecht und die beteiligten Unternehmen.

Ein Foto der Gruppe der Sozialpartner können Sie hier herunterladen:
Foto der Sozialpartner in Hannover

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