• 18.06.2015
  • Medieninformation XIX/33
Tarife / Feinkeramische Industrie (West)

Auftaktrunde ohne Ergebnis

Die erste Tarifrunde für die rund 24.000 Beschäftigten in der feinkeramischen Industrie in Würzburg blieb am späten Mittwochabend (17. Juni) ohne Ergebnis. Ein Angebot der Arbeitgeber hat die IG BCE als „unzureichend“ zurückgewiesen. Die Verhandlungen werden am 30. Juni in Frankfurt/Main fortgesetzt.

Oliver Dietze

Keramikproduktion
18.06.2015

Die Arbeitgeber wollen die Löhne und Gehälter in zwei Stufen erhöhen: Eine Anhebung um 1,8 und 1,6 Prozent bei einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten spiegelt nicht die Lage in den Betrieben.

Der Verhandlungsauftakt war geprägt von einer über weite Strecken kontrovers geführten Wirtschaftsdebatte. Nach gewerkschaftlicher Auffassung zeigt die Branche ein durchaus differenziertes Bild. Insgesamt herrscht ein positiver Trend vor, wichtige ökonomische Kennziffern weisen nach oben.

IG-BCE-Verhandlungsführer Hans-Joachim Gerloff erwartet, „dass die Arbeitgeber in der zweiten Runde ein deutlich verbessertes Angebot auf den Tisch legen. Wir werden den Druck in den Betrieben erhöhen.“

Die IG BCE fordert eine reale und spürbare Erhöhung der Einkommen, die Beschäftigten in der Feinkeramik dürfen nicht vom tariflichen Umfeld abgekoppelt werden. Außerdem will die Gewerkschaft ein Demografie-Abkommen auf den Weg bringen.

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