• 16.04.2010
  • Medieninformation XIV/06
Tarife / Chemische Industrie

Vorsichtig optimistisch

Die Tarifverhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten der chemischen Industrie werden am

Dienstag/Mittwoch, 20./21. April
Hotel Maritim
Pleichertorstr. 5
97070 Würzburg

fortgesetzt. Verhandlungsbeginn ist um 14.00 Uhr.

16.04.2010

Arbeitsmöglichkeiten für Journalisten sind im Raum "Peter Wagner" eingerichtet.

Die Pressestelle der IG BCE erreichen Sie im "Tagungszimmer 133".
Telefon: 0931/3053-133 oder 0151 14 27 01 10 oder 0173 60 80 426


Nach acht Verhandlungsrunden in den Regionen liegen die Positionen vor allem in der Einkommensfrage noch weit auseinander. Die Chemie-Arbeitgeber sehen keinen Spielraum für Erhöhungen, eine Nullrunde jedoch ist mit der IG BCE nicht zu machen.

Die Arbeitgeber sind aufgefordert, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und konstruktiv-ergebnisorientiert zu verhandeln. Peter Hausmann, im geschäftsführenden IG-BCE-Hauptvorstand für die Tarifpolitik zuständig: "Die Zeit der taktischen Spielchen ist vorüber. Wir gehen vorsichtig optimistisch in die Verhandlungen, wir wollen einen Abschluss. Voraussetzung ist, dass die Arbeitgeber ihre Blockadehaltung beim Geld verlassen. Gefragt sind Bewegung und Kreativität."

Der gewerkschaftliche Forderungskatalog:

1. Arbeitsplätze erhalten und die Chancen für Beschäftigung nutzen - das sind die wichtigsten Aufgaben in der Krise. Betriebsbedingte Kündigungen haben wir bislang weitgehend ausschließen können. Diesen Weg wollen wir in der Tarifrunde 2010 fortsetzen.

2. Junge Menschen haben Anspruch auf einen guten Start in den Beruf. Wir fordern die Weiterentwicklung des Tarifvertrages "Zukunft durch Ausbildung". Jetzt müssen die Perspektiven für die Zeit nach der Krise entwickelt werden. Deutschland braucht gut ausgebildete Fachkräfte, erforderlich ist eine vorausschauende und nachhaltige Personalpolitik.

3. Wir fordern eine angemessene Einkommenserhöhung. Die Arbeitnehmer haben mit ihrer Leistung erheblich dazu beigetragen, dass die Unternehmen die Krise bewältigen können. Diese Leistung muss im Tarifabschluss 2010 berücksichtigt werden. Zudem ist eine stetige Entwicklung der Einkommen auch volkswirtschaftlich notwendig.

4. Wir fordern eine kurze Laufzeit, sie soll höchstens 12 Monate betragen.

 

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