• 17.04.2007
  • Medieninformation XI/22
Tarifverhandlungen für ostdeutsche Energieunternehmen

Warnstreiks vorprogrammiert

Nachdem auch die dritte Tarifverhandlung für die 26.000 Beschäftigten der ostdeutschen Energieunternehmen mit dem Arbeitgeberverband AVEU ohne Ergebnis geblieben ist, wird die zuständige IG-BCE-Tarifkommission morgen (18.4.) über Warnstreiks entscheiden.

17.04.2007

Die Positionen liegen meilenweit auseinander. Die Arbeitgeber wollen einen Billig-Abschluss und halten 1,9 Prozent Einkommenserhöhung für ausreichend. Auszubildende sollen ganz leer ausgehen. IG-BCE-Verhandlungsführer Michael Winkler: „Das kommt mit der IG Bergbau, Chemie, Energie nicht in die Tüte. Die Arbeitgeber haben den Blick für die Realität verloren." Die IG BCE bleibe bei ihrer Forderung nach einem Abschluss, der die Beschäftigten der ostdeutschen Energieunternehmen nicht vom tariflichen Umfeld abkoppelt.

Die Arbeitgeber haben den Weg der tarifpolitischen Vernunft verlassen. Forderungen nach Arbeitszeiterhöhung und Streichung der Gruppenjahre sollen künftig mehr als 20 Prozent einsparen. Michael Winkler: „Die Lage hat sich zugespitzt wie seit vielen Jahren nicht mehr. Die Arbeitgeber lassen uns keine Wahl. Warnstreiks vor der nächsten Verhandlungsrunde sind daher vorprogrammiert. Darüber wird die IG BCE-Tarifkommission am Mittwoch befinden. Ein Scheitern der Tarifverhandlung ist nicht mehr auszuschließen."

Die Warnstreiks sollen den Forderungen der IG BCE vor der nächsten Verhandlungsgrunde Nachdruck verleihen, die für den 23. April in Halle-Peißen vereinbart ist. 

 

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