Tipps Rechtsschutz

Alles, was recht ist

Ob Streit nach Arbeitsunfällen, Kündigung oder Krankheit oder Zoff um Rentenbescheide, Abfindungen und Lohnabrechnungen: Wenn es um das gute Recht geht, werden die Mitglieder der IG BCE erfolgreich vertreten. Das belegen die Zahlen, Daten und Fakten der Rechtsschutzbilanz 2013.

IG BCE, Abteilung Arbeits- und Sozialrecht

Grafik Kündigungsschutzklagen
  • Von: Katrin Schreiter

Der Rechtsschutz der IG BCE bietet sachkundige Beratung und kostenlose Prozessvertretung vor Arbeits- und Sozialgerichten, wenn nötigdurch alle Instanzen. Ein Angebot, das sich lohnt und rechnet: Im vorigen Jahr hat der gewerkschaftliche Rechtsschutz der IG BCE gemeinsam mit der DGB Rechtsschutz GmbH, die knapp die Hälfte der insgesamt 12 208 Fälle bearbeitet hat, rund 24 Millionen Euro erstritten. Im Schnitt heißt das: Je 1000 Mitglieder wurden etwa 18 Verfahrenum Lohn und Gehalt vor Gericht geführt.

»Schaut man auf die Zahlen der letzten Jahre, zeigt sich, dass der gewerkschaftliche Rechtsschutz in einem etwa gleichbleibenden Maße in Anspruch genommen wurde«, sagt Ansgar Claes, Leiter der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht bei der IG BCE.

Dabei verteilen sich die Fälle aktuell sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Rechts-gebiete: Im Arbeitsrecht werden mit mehr als 98 Prozent fast ausschließlich Leistungs- und Kündigungsschutzklagen geführt. Warum vor allem die Zahl der Kündigungsschutzklagen so stark zugenommen hat – 2010 waren es 1590, im vorigen Jahr schon 3119 –, lässt sich laut Claes nicht eindeutig beantworten. Er nimmt an, dass in letzter Zeit trotz der entspannteren Lage auf dem Arbeitsmarkt viele mittlere und kleinere Betriebe Insolvenz anmelden mussten.»Das ist sehr oft mit Kündigungen verbunden.«

Im Sozialrecht hat sich bei der Verteilung auf die sozialrechtlichen Gebiete nicht viel verändert. Statistisch gesehen handelt es sich bei jedem vierten Fall um Angelegenheiten von Schwerbehinderten. Auch das Rentenversicherungsrecht spielt eine große Rolle – jeder fünfte Streit befasst sich damit. »Hier geht es vor allem um die Zuerkennung einer vollen oder teilweisen Erwerbsminderungsrente«, weiß Claes. Wie schon in den Jahren davor spielen auch 2013 die Auseinandersetzungen der gesetzlichen Unfallversicherung eine große Rolle – rund 18 Prozent aller Fälle. »Dabei steht vor allem die Anerkennung von Berufskrankheiten im Mittelpunkt, aberauch Arbeits- und Wegeunfälle werdenverhandelt«, erklärt der Rechtsexperte.

VerhältnismäSSig wenig Rechtsstreitereien gibt es bei den IG-BCE-Mitgliedern im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende, des sogenannten ALG 2 oder Hartz IV (SGB II) und der Sozialhilfe (SGB XIII). Im Vergleich: Bei der DGB Rechtsschutz GmbH sind das fast ein Viertel aller Sozialrechtsfälle.

 Wer kann Hilfe in Anspruch nehmen?

Wer den Rechtsschutz der IG BCE in Anspruch nehmen möchte, muss mindestens drei Monate lang den satzungsgemäßen
Beitrag bezahlt haben.

Wo hin muss ich mich wenden?

Bei Problemen im Betrieb ist der Betriebsrat immer der erste Ansprechpartner. Er kann den Kontakt zum gewerkschaftlichen
Rechtsschutz der IG BCE vermitteln und kurzfristig erste Auskünfte geben. Bei anderen sozialrechtlichen Fällen, die nicht das Unternehmen betreffen, wenden sich Ratsuchende an ihren zuständigen Bezirk. Die Kontaktdaten stehen im Mitgliedsausweis oder auf der Website www.igbce.de nach dem Einloggen unter »Meine IG BCE «.

Welche Bereiche deckt der IG-BCE -Rechtsschutz ab?

Hilfe gibt es insbesondere bei Fällen wie:

  • Kündigungen
  • Grad der Behinderung
  • Rentenansprüchen, etwa bei der Erwerbsminderungsrente
  • Zweifel beim Pflegeversicherungsgesetz, etwa um die Höhe des Pflegegeldes
  • Klärung mit der Krankenkasse bei der Kostenübernahme oder um die Höhe des   Krankengeldes
  • Streitigkeiten um das Arbeitslosengeld

Bezahlt die IG BCE einen Rechtsanwalt?

Die IG BCE hat für ihre Mitglieder den gewerkschaftlichen Rechtsschutz der IG BCE sowie die DGB Rechtsschutz GmbH. Ihre anerkannten Experten und Expertinnen im Arbeits- und Sozialrecht kennen die Branchen der IG BCE genau. Sie beraten, reichen Klagen ein und vertreten die Mitglieder vor Gericht, wenn für den Rechtsstreit ausreichend Erfolgsaussichten bestehen. Hat sich das Mitglied selbst Rechtsbeistand gesucht, trägt die IG BCE in der Regel die Kosten nicht.

Nach oben