FAQ Home Office

Zu Hause arbeiten hat nicht nur Vorteile

Nur fünf Schritte vom Schlafzimmer bis zum Büro? Mit Home-Office ist das kein Problem. Von zu Hause arbeiten hat für viele Vorteile, Kinder und Haushalt lassen sich leichter unter einen Hut bringen. Doch wie sieht es eigentlich mit der Arbeitszeit oder dem Arbeitsschutz zu Hause aus? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Xavier Arnau/istockphoto

Zuhause Arbeiten bringt Vorteile, aber nur, wenn auch die Arbeitszeit erfasst wird. Zuhause Arbeiten bringt Vorteile. Aber nur, wenn auch die Arbeitszeit erfasst wird.
10.06.2015
  • Von: Désirée Binder
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Was ist eigentlich Home Office?

Home Office ist ein Arbeitsplatz, der im privaten Umfeld eingerichtet wird. Das ermöglicht Beschäftigten die regelmäßige Arbeit von zu Hause aus. Wie oft in der Woche von zu Hause aus gearbeitet wird, kann  betrieblich geregelt werden. Das können zwei Tage pro Woche oder 20 Prozent der Arbeitszeit sei. Moderne Home-Office-Regelungen bieten deshalb gute Möglichkeiten Familie und Beruf besser unter einen Hut zu kriegen und die Zeitsouveränität zu erhöhen. Außerdem können Arbeitnehmer in Absprache mit dem Arbeitgeber zwischendurch private Angelegenheiten regeln, sparen sich den Weg zur Arbeit und entgehen der Hektik in den Betrieben. Gerade für Arbeiten, die hohe Konzentration erfordern, kann ein Home Office sinnvoll sein.

Wie sieht es mit der Arbeitszeit im Home Office aus?

Die Arbeitszeit, die zu Hause geleistet wird, muss genau so bewertet werden wie die im Betrieb. Dazu muss sie erfasst und die gesetzliche Höchstarbeitszeit beachtet werden. Der Arbeitgeber muss darauf achten, dass sich die Arbeitnehmer an tarifliche und gesetzliche Grenzen halten.

Außerdem gilt auch zu Hause: Die tägliche Höchstarbeitszeit liegt bei acht Stunden. Auch an Sonntagen darf nicht gearbeitet werden, denn dafür braucht es eine Zustimmung der Aufsichtsbehörde. Pausen- und Ruhezeiten müssen ebenfalls eingehalten werden. Das heißt, dass zwischen den Arbeitszeiten jeweils elf Stunden liegen müssen und nach spätestens sechs Stunden eine 30 minütige Pause eingelegt wird.

Feierabend im Home-Office - doch dann kommt nach 22 Uhr noch ein Anruf oder eine Mail. Was passiert jetzt?

Feierabend ist Feierabend, auch im Home-Office. Wird das Telefon abgehoben oder die E-Mail beantwortet handelt es sich um Arbeitszeit, auch wenn der Anruf eigentlich in der Freizeit liegt. Diese Zeit muss auf jeden Fall auch erfasst werden. Auch die gesetzlichen Ruhezeiten müssen eingehalten werden. Wer zum Beispiel bis 22.30 Uhr noch dienstlich telefoniert, darf frühsten um 9.30 Uhr am nächsten Tag anfangen zu arbeiten.

IG BCE

Grafik: Jeder vierte ständig erreichbar
 Arbeitsschutz – spielt der zu Hause auch eine Rolle?

Arbeitsschutz ist wichtig und wird in vielen Betrieben groß geschrieben. Das sollte im Home-Office auch so sein. Die Überprüfung ist zwar rechtlich etwas schwierig, aber der Arbeitgeber muss dafür sorgen, dass die Bestimmungen aus dem Arbeitsschutzgesetz und der Arbeitsstättenverordnung eingehalten werden. So muss zum Beispiel auch zu Hause immer genug Beleuchtung vorhanden sein.  Auch ergonomische Standards müssen eingehalten werden. Ein Schreibtisch und ein passender Stuhl sollten vorhanden sein. Einfach mit dem Laptop auf dem Sofa sitzen – so sollte der Heimarbeitsplatz nicht aussehen.

Was sagt die IG BCE?

Die IG BCE unterstützt Home-Office-Regelungen. Allerdings muss dafür gesorgt werden, dass die Arbeitszeit erfasst und das Arbeitsschutzgesetz auch eingehalten wird.

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