Glossar Industrie 4.0

Das Internet der Dinge

Seit 2008 gibt es mehr Dinge, die mit dem Internet verbunden sind, als Menschen auf der Erde. Längst sind Computer nicht mehr nur diese Bildschirme mit Tastatur, sondern stecken als eingebettete (embedded) Prozessoren quasi unsichtbar in allen möglichen Dinge. Deshalb heißt es auf Englisch auch Internet of Things oder Internet of Everything, denn Menschen und Gegenstände werden immer enger vernetzt, reale und virtuelle Welt wachsen zusammen. 

19.03.2015
  • Von: Dagny Riegel
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Kühlschränke melden dem Kundendienst Fehler, lassen ihre Temperatur über das Handy einstellen oder geben Bescheid, wenn das Haltbarkeitsdatum des Joghurts abläuft.

Dieses Internet der Dinge ist auch in der Produktion angekommen: Ähnlich wie solche Kühlschränke sammeln auch dort Maschinen Informationen wie Temperatur oder wissen, wo sich welches Werkstück gerade befindet und ob der Prozess reibungslos läuft. Denn Sensoren oder Funketiketten am Werkstück melden ihnen permanent die Temperatur oder die Position des Werkstücks. So sollen die Maschinen Fehler früh vermeiden, auch indem sie untereinander kommunizieren, und besonders effizient produzieren.

Knackpunkte bei dieser Vernetzung sind allerdings noch Systeme unterschiedlicher Hersteller, die nicht kompatibel sind, und die Frage der Sicherheit. Was übers Internet kommuniziert, ist im Prinzip auch übers Internet angreifbar. So gab es Anfang 2014 zum ersten Mal eine größere Spam-Welle, die auch über Haushaltsgeräte lief. Multimedia-Player, Fernseher und sogar ein Kühlschrank verschickten Spam-Mails. Und fast 30 Prozent der Maschinen- und Anlagebauer hatten schon einmal Produktionsausfälle wegen Lücken in der Datensicherheit. 

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