Abenddiskussion in der IG BCE-Hauptverwaltung am 10. Mai 2017

Nie wieder brennende Bücher

Gerade in Zeiten, in denen Meinungsfreiheit und Demokratie von populistischen Gruppierungen europaweit in Frage gestellt werden, ist der Gedenktag gegen die Bücherverbrennung von 1933 ein guter Anlass politisch inne zu halten. In Gedenken an dieses Verbrechen fand am 10. Mai 2017, um 17 Uhr in der IG BCE-Hauptverwaltung eine Lesung statt.

fotolia - anniebrusnika

Texte aus verbrannten Büchern liest unter anderem Petra Reinbold-Knape, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE. Volker Weidermann, Literaturredakteur Spiegel, wird seine Publikation „Das Buch der verbrannten Bücher“ vorstellen. Das bietet eine gute Diskussionsgrundlage für den anschließenden Austausch.

Gibt es heute eine „moderne“ Bücherverbrennung - kaschiert als Fake News oder Einschnitte in die Meinungs- und Pressefreiheit? Lügen werden akzeptiert, die Wahrheit wird verdreht oder als Spinnerei abgetan. Freiheitliche und demokratische Grundwerte sind wichtig für die Gesellschaft. Presse- und Meinungsfreiheit sowie ethnische Vielfalt gehören zu ihren Grundpfeilern. Gemeinsam soll ein Zeichen gesetzt werden gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Niemals wieder dürfen Menschen- und Freiheitsrechte mit Füßen getreten werden.

IG BCE

84 Jahre ist es her, dass am 10. Mai 1933 deutschlandweit in nahezu allen Universitätsstädten Bücher brannten. Angezettelt und angezündet von nationalsozialistischen Studenten fielen unzählige Werke von politisch und gesellschaftlich unerwünschten Schriftstellern, Wissenschaftlern und Publizisten den Flammen zum Opfer. Augenzeugen berichten von Gesang und lautem Beifall. Nie wieder dürfen die Meinungs- und Pressefreiheit von radikalen Kräften beschnitten werden.

"Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen." Heinrich Heine (1797-1856)

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