Werkfeuerwehren in der chemischen Industrie

Verhandlungen vertagt

Am 19. Oktober 2015 fand in Frankfurt die zweite Verhandlung mit dem Bundesarbeitgeberverband Chemie zur Überarbeitung und Modernisierung der tariflichen Regelungen für die Werkfeuerwehren statt. Die Gespräche waren laut IG-BCE-Verhandlungsführer Andreas Henninger von einer intensiven Diskussion der drei Kernforderungen der IG BCE geprägt.

Frabk Rogner

Werkfeuerwehrmann Damian Baasch „Ich bin ja stolz, in so einem Unternehmen zu sein“, sagt Damian Baasch, 24, „aber ich würde gern für die 24 Stunden im Dienst bezahlt werden wie andere auch oder stattdessen ein 48-Stunden-Modell bekommen.“
20.10.2015
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Zu einer Regelung der flexiblen Übergänge wurden zunächst die demografische Situation und die Problematik der Nachwuchsgewinnung für die Werkfeuerwehren erörtert. Es bestand laut Henniger Einigkeit, dass in diesen Bereichen Handlungsbedarf besteht. „Wir haben verdeutlicht, dass für uns der Gesundheitsschutz, die Schaffung einer gesicherten Beschäftigungsperspektive für einsatzuntaugliche Feuerwehrleute und die Frage des Altersübergangs - angesichts der besonderen Bedingungen im Feuerwehrdienst - gleichrangig nebeneinander stehen“, sagte Henniger.

Einer generellen Anerkennung des 24-Stunden-Dienstes als Schichtarbeit stand die Arbeitgeberseite ablehnend gegenüber und verwies auf betriebliche Beispiele von positiver Ausgestaltung der Dienste ohne Sonntags- und Nachtarbeit. Andreas Henniger: „Wir haben klar gemacht, dass es um eine generelle Regelung für alle Werkfeuerwehren geht.“

In der Diskussion habe sich gezeigt, dass das Thema in die drei Unterpunkte Nacht- und Sonntagszuschläge, Schichtzulagen sowie Eintrittszeitpunkt und Umfang der Altersfreizeit aufgegliedert werden kann, sagte Henniger. Letztere müsse gegebenenfalls differenziert betrachtet werden.

  • Die Kollegen der Werkfeuerwehr von Oxea informieren ...
    Foto: 

    IG BCE

    Die Kollegen der Werkfeuerwehr von Oxea informieren ...

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Zur Frage der Schaffung eines tariflichen Vergütungsrahmens wurde sowohl die Eingruppierung der Feuerwehrleute als auch die Frage, wie die einzelnen Abschnitte des 24- Stunden-Dienstes zu vergüten sind, diskutiert. „Zur Eingruppierung bestand Einigkeit, dass eine Konkretisierung der bestehenden Regelungen im Hinblick auf feuerwehrtypische Tätigkeiten wünschenswert ist“, sagte Henniger.

Zur Vergütung für die einzelnen Abschnitte wurden neben der von der IG BCE festgestellten generellen Notwendigkeit auch verschiedene Modelle besprochen. Während die Arbeitgeberseite eine tarifliche Festlegung von lediglich Mindestbedingungen mit der Möglichkeit von betrieblichen Verbesserungen ins Gespräch brachte, wurde von Seiten der Gewerkschaft ein tarifliches Normalmodell diskutiert.

„Wir haben die Verhandlungen vertagt und werden in einer weiteren Runde insbesondere die Frage der Beschäftigungsperspektiven und der gleitenden Übergänge für ältere Kolleginnen und Kollegen intensiver erörtern“, sagte Henniger abschließend.

Als Termin für die Fortsetzung der Verhandlungen in Frankfurt wurde der 7. Dezember 2015 vereinbart.

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