Verhandlungen bei Uniper unterbrochen

Arbeitgeber blockieren Tarifeinigung

Auch wenn Weihnachten vor der Tür steht, ist spätestens jetzt klar: In dieser Tarifrunde gibt es vom Arbeitgeber keine Geschenke! Trotz mehrstündiger Sondierungen blockierten die Arbeitgeber eine Tarifeinigung und machten deutlich, dass kein Interesse an einer angemessenen Vergütungserhöhung für die Beschäftigten besteht.

Gero Breloer

Die Zeichen stehen auf Streik.
19.12.2018

In der 2. Tarifverhandlung am 18. Dezember legten die Arbeitgeber das folgende Angebot vor:

  • Die Ausbildungsvergütungen sollen je Ausbildungsjahr um 40 Euro (1. Stufe) und um weitere 50 Euro (2. Stufe) angehoben werden.
  • Januar 2019 bis April 2019 Nullmonate.
  • Ab Mai 2019 Vergütungserhöhung um 1,8 Prozent bis 31. Dezember 2019 (Erste Stufe).
  • Ab 01. Januar 2020 Vergütungserhöhung um 2,2 Prozent für 13 Monate (Zweite Stufe).
  • Gesamtlaufzeit 25 Monate.

Dieses völlig inakzeptable „Angebot“ wurde durch die Verhandlungskommission abgelehnt. Trotz mehrstündiger Sondierungen blockierten die Arbeitgeber eine Tarifeinigung und machten deutlich, dass kein Interesse an einer angemessenen Vergütungserhöhung für die Beschäftigten besteht.

Die Arbeitgeber forderten über die Vergütungsfrage hinaus Verhandlungen zur Absenkung der Verweildauer in der BQG und eine Veränderung der AT-Abstandsregelung im Rahmentarifvertrag. Damit – so die Arbeitgeber-Begründung – sollten „Kostentreiber“ im Unternehmen verringert werden. Eine Verhandlung dieser Themen lehnten die gewerkschaftlichen Verhandlungskommission ebenfalls ab.

Bis zur nächsten Verhandlung am 17. Januar 2019 muss nun der Druck erhöht werden! Mit Ablauf der Friedenspflicht am 31. Dezember 2018 beginnen die konkreten Vorbereitungen für Arbeitskampfmaßnahmen in den Betrieben.

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