TG Energie

Kaum Fortschritte in den Verhandlungen

Die IG BCE hat das Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Verhandlungsrunde am 2. Februar abgelehnt. Die Tarifgemeinschaft Energie, zu der unter anderem der E.ON-Konzern und der Stromnetzbetreiber Tennet gehören, hatte eine Erhöhung der Vergütungen um 2,1 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten.

05.02.2018
    Kommentare: 4
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.
Schlagworte

Das Angebot der Arbeitgeber in der Übersicht:

  1. Einmalzahlung in Höhe von 325 Euro (Azubis 150 Euro)
  2. Erhöhung der Vergütungen um 2,1 Prozent bei 18 Monaten Laufzeit
  3. Pauschale Anhebung im 1. und 2. Ausbildungsjahr um 40 Euro.

Die Arbeitgeber ignorieren weiter die gute wirtschaftliche Lage und die Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch zu einer Sonderleistung für IG-BCE-Mitglieder gab es keine Fortschritte. Das Urteil der Tarifkommission: völlig unzureichend.

Die nächsten Tarifverhandlung findet am 27. Februar statt.

IG-BCE-Tarifflugblatt:

Moderationszeiten für Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser, Ihre Meinung zu diesem Artikel interessiert uns sehr. Das Moderatoren-Team ist an den Arbeitstagen ab 8 Uhr morgens wieder in der Redaktion und freut sich auf Ihren Kommentar.

1

Etwas unvereinbares miteinander vergleichen

E. Neumann 15.02.2018 11:16 Uhr
Von : Heinz Fritz

"Welche Kuh wurde denn da bitte totgemolken? Die Netze wurden seinerzeit abgestoßen und man hat bei den Produzenten auf die falschen Pferde gesetzt. Jetzt, wo sich diese diametral unterschiedlichen Geschäftsbereiche, welche anno dazumal in gemeinsamen Unternehmenskonstrukten verbunden waren, mit höchst unterschiedlichem wirtschaftlichen Erfolg entwickeln, scheint mir die Idee von Herrn Holzgiebel schon Sinn zu ergeben. Hier Solidarität einzufordern wäre so, als sollten heutzutage die Zahnärzte noch mit den Friseuren (vormals "Badern") solidarisch ihre Einkünfte teilen. Merken Sie was?"

Kuh = Energieerzeugung = massenhafte Gewinne über Jahrzehnte = gemeinschaftliche Basis für alle im Energiebereich tätigen Unternehmen für Tarifverhandlungen = bis heute sehr gute Löhne. Die Zeit ist vorbei! Heute haben sich die Zeiten geändert: Strompreis an der Börse ist im Vergleich der letzten Jahre enorm gefallen. Die cash cows (Kernkraft) werden eingemottet. Kohle wird folgen und Gas rechnet sich nicht wirklich. Den "Netzen" ist das egal, die haben ja ihr Durchleitungsentgelt. Egal ob sie in Deutschland erzeugten Strom transferieren oder welchen aus Frankreich. Nun steht die Forderung im Raum, zwei Tarifwelten zu bilden. Die eine, die für den heutigen Status gesorgt hat wir links liegen gelassen und die andere entwickelt sich selbstständig weiter. Bis jemand auf die Idee kommt die neue Tarifwelt wieder zu teilen, um wieder die "Altlasten" links liegen zu lassen. Irgendwann hat dann der Einkauf (gibt ja nur Geld aus) und der Vertrieb (die nehmen ja Geld ein) je einen Tarifvertrag. Besser noch: Du hast deinen eigenen Tarifvertrag und dein Kollege hat einen und der Kollege von deinem Kollegen.... Mit deiner Einstellung solltest du AT-Mitarbeiter werden und hoffen, dass du immer deine Leistung bringst. Ich bin weiterhin beim Solidargedanken. Mal geht es den einen besser und mal den anderen. Schau dir die Führung der SPD an - auch nur Einzelkämpfer. Bringen die Sache und sich nicht weiter. Hätten die mal an einem Strang gezogen.

2

Doch Äpfel und Birnen

Heinz Fritz 15.02.2018 10:18 Uhr
Von : E. Neumann

"Die letzten Jahrzehnte haben alle von den enormen Erträgen der Energieerzeugung profitiert (Mitarbeiter aller Bereiche - von der Erzeugung bis zur Verteilung). Nun ist die Kuh gemolken und soll eingeschläfert werden? Das ist wenig solidarisch und hat hier m.E. nichts zu suchen."

Welche Kuh wurde denn da bitte totgemolken? Die Netze wurden seinerzeit abgestoßen und man hat bei den Produzenten auf die falschen Pferde gesetzt. Jetzt, wo sich diese diametral unterschiedlichen Geschäftsbereiche, welche anno dazumal in gemeinsamen Unternehmenskonstrukten verbunden waren, mit höchst unterschiedlichem wirtschaftlichen Erfolg entwickeln, scheint mir die Idee von Herrn Holzgiebel schon Sinn zu ergeben. Hier Solidarität einzufordern wäre so, als sollten heutzutage die Zahnärzte noch mit den Friseuren (vormals "Badern") solidarisch ihre Einkünfte teilen. Merken Sie was?

3

Im Endeffekt ist es Obst

E. Neumann 14.02.2018 14:15 Uhr
Von : E. Holzgiebel

"Wieso haben eigentlich Stromanbieter und -vertriebler den gleichen Tarifvertrag wie die Netzbetreiber und -entwickler? Das macht erstens überhaupt keinen Sinn und zweitens dürften sich die MA der Netzunternehmen ziemlich über die tarifliche Bremswirkung der Stromfirmen ärgern. Warum keine Zwei-Klassen-Verträge? Mut zur Veränderung!"

Die letzten Jahrzehnte haben alle von den enormen Erträgen der Energieerzeugung profitiert (Mitarbeiter aller Bereiche - von der Erzeugung bis zur Verteilung). Nun ist die Kuh gemolken und soll eingeschläfert werden? Das ist wenig solidarisch und hat hier m.E. nichts zu suchen.

4

Äpfel und Birnen

E. Holzgiebel 13.02.2018 14:25 Uhr

Wieso haben eigentlich Stromanbieter und -vertriebler den gleichen Tarifvertrag wie die Netzbetreiber und -entwickler? Das macht erstens überhaupt keinen Sinn und zweitens dürften sich die MA der Netzunternehmen ziemlich über die tarifliche Bremswirkung der Stromfirmen ärgern. Warum keine Zwei-Klassen-Verträge? Mut zur Veränderung!

Nach oben