Tarifabschluss bei Shell

5,8 Prozent mehr für die Beschäftigten

Die bundesweit 3600 Beschäftigten des Mineralöl- und Erdgasproduzenten Shell bekommen deutlich mehr Geld: In der dritten Verhandlungsrunde haben sich die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und die Arbeitgeber gestern (24. September) auf ein deutliches Plus von durchschnittlich 5,8 Prozent geeinigt.

„Gemessen an der schwierigen wirtschaftlichen Situation haben wir ein sehr gutes Ergebnis für die Beschäftigten herausgeholt“, betont IG-BCE-Verhandlungsführerin Sabine Duckstein. „Die Verhandlungen waren zwar hart, wir haben sie aber sozialpartnerschaftlich und fair geführt.“

In einem ersten Schritt steigen die Tarifentgelte ab dem 1. Oktober dieses Jahres um 2,9 Prozent. Ab dem 1. Dezember 2020 gibt es ein weiteres Entgeltplus von 2,9 Prozent. Die Anzahl der Ausbildungsplätze wird für die Jahre 2020 und 2021 auf jeweils mindestens 50 erhöht. Außerdem bekommen die Auszubildenden 150 Euro mehr Urlaubsgeld, also insgesamt 1150 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrags beträgt 29 Monate.

Gut die Hälfte der Shell-Beschäftigten arbeitet in der Rheinland-Raffinerie im Kölner Raum. Rund 1300 Beschäftigte sind in der Firmenzentrale und im Schmierstoffwerk in Hamburg tätig. Kleinere Shell-Standorte befinden sich außerdem in Flörsheim am Main und in Ludwigshafen.

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