Bilanz 2016

Tarifabschlüsse im Schnitt bei rund 2,5 Prozent

In den meisten Branchen sahen die Tarifabschlüsse für dieses Jahr Steigerungen zwischen 1,5 und 3,0 Prozent vor, mit einem Schwerpunkt um 2,5 Prozent. Das zeigt die Tarifbilanz des WSI-Tarifarchivs der Hans-Böckler-Stiftung.

fotandy/istockphoto

Geld im Portemonnaie
13.12.2016
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In den länger laufenden Abschlüssen, die auch Anhebungen für 2017 vorsehen, bewegen sich die Steigerungsraten für das kommende Jahr überwiegend zwischen 1,7 und 2,4 Prozent. Dazu einige Beispiele:

  • In der chemischen Industrie setzte die IG BCE eine Tariferhöhung von 3,0 Prozent in diesem Jahr und weiteren 2,3 Prozent im kommenden Jahr bei einer Laufzeit von insgesamt 24 Monaten durch.
  • In der Druckindustrie erhalten die Beschäftigten nach drei Nullmonaten eine Tariferhöhung von 2,0 Prozent ab Juli dieses Jahres und weitere 1,8 Prozent ab August nächsten Jahres bei einer Laufzeit von 29 Monaten.
  • In der Leiharbeit vereinbarte die DGB-Tarifgemeinschaft die endgültige Ost/West-Angleichung bis April 2021. Bis dahin steigen die Entgelte im Westen jährlich zwischen 2,5 und 3,2 Prozent und im Osten jährlich bis zu 4,82 Prozent. Der Abschluss hat eine Laufzeit von 36 Monaten.

Der Anstieg der Verbraucherpreise bleibt mit rund 0,5 Prozent weiterhin sehr niedrig. "Auf das ganze Jahr 2016 gerechnet ist daher mit einer realen Steigerung der Tarifverdienste von bis zu zwei Prozent zu rechnen" sagt WSI-Tarifexperte Dr. Reinhard Bispinck. 

Das Konfliktniveau fiel in der Tarifrunde 2016 deutlich geringer aus als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2016 waren nach Schätzung des WSI rund 405.000 streikbedingte Ausfalltage zu verzeichnen, im gesamten vergangenen Jahr waren es rund zwei Millionen.

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