Tarifrunde Chemie 2016

Weichenstellung

Die Tarifverhandlungen für die rund 550.000 Beschäftigten in der chemischen Industrie werden am Mittwoch (22. Juni) im rheinland-pfälzischen Lahnstein fortgesetzt. Nach neun ergebnislosen Verhandlungen in den Regionen brachte die erste Verhandlung auf Bundesebene am Dienstag (14. Juni) in Hannover Annäherungen im Komplex Ausbildung. Dagegen liegen die Positionen in der Entgeltfrage noch weit auseinander.

Stefan Koch

Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE. Peter Hausmann, Verhandlungsführer der IG BCE.
17.06.2016
    Kommentare: 6
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In den auf zwei Tage angesetzten Gesprächen wollen IG BCE und Chemie-Arbeitgeber denn Weg zu einem Kompromiss ebnen.

IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann: „Wir können in Lahnstein zu einem Ergebnis kommen – wenn die Prozente stimmen. Der Spielraum für eine anspruchsvolle, attraktive Zahl ist vorhanden, denn die Unternehmen verdienen gutes Geld. Wir wissen auch, dass die Vertragslaufzeit in den großen Tarifbewegungen dieses Jahres stets eine große Rolle gespielt hat.“

Die IG BCE fordert eine Erhöhung der Entgelte um 5 Prozent und die Weiterentwicklung des Tarifvertrags „Zukunft durch Ausbildung und Berufseinstieg“.

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Bitte nicht wieder über den Tisch ziehen lassen

Thomas Baumgartner 23.06.2016 14:03 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Bitte nicht wieder ein Abschluss auf „Teufel komm´ raus“ gegen die Stimmen des Mitgliederstärksten Bezirkes Ludwigshafen wie 2015. Ein Verteilspielraum ist gegeben, denn die Dividenden der Aktionäre für 2015 wurden erneut erhöht, dafür im Gegenzug die Erfolgsbeteiligungen der Mitarbeiter für 2015 gesenkt. Bleibt bitte hart, die Forderung von 5% Entgeltzuwachs ist realistisch, ein Abschluss sollte Forderungsnah, ohne Leermonate und auf 12 Monate begrenzt bleiben. Glück auf! Thomas Baumgartner

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Die Arbeitgeber legen kein Angebot vor

reiner schwob 23.06.2016 11:55 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen, lt. Arbeitgeberseite gibt es also keinen Verteilungsspielraum. Dieser fehlende Verteilungsspielraum gilt nicht für Dividendenzahlungen und Vorstands- sowie Aufsichtsratsvergütungen. Die Dividendenzahlungen der DAK Konzerne erreichten in 2016 erneut Rekordhöhen ---> also ist Verteilungsspielraum da. Die Aufsichtratsgehälter sind ab 2010 bis Heute um 40% gestiegen ---> also ist Verteilungsspielraum da. Die Arbeitgeber haben sich durch geschickte Lobbyarbeit aus der Sozialpartnerschaft und Parität bei der GKV verabschiedet. ----> also ist Verteilungsspielraum da. Ich bin bereit für Unsere Forderung auch auf die Straße zu gehen und zu Not auch einen Arbeitskampf durchzustehen. Liebe Kommissionsmitglieder bleibt argumentativ dabei ( Fakten siegen immer )und seid standhaft, wir stehen hinter Euch !!!!! Glück Auf, Reiner Schwob

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gestaffelter Tarifabschluss

Dieter 23.06.2016 09:35 Uhr
Von : Thomas Kislat

"Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich hoffe, dass die Verhandlungsführer auf Seiten der IG BCE sich nicht auf eine Ausdehnung der Vertragslaufzeit einlassen. Das Motiv der Arbeitgeber - die Planungssicherheit - ist nur allzu verständlich. Jedoch brauchen auch wir Arbeitnehmer Planungssicherheit. Sei es bei Energien (Warum steigen die Kraftstoffpreise eigentlich?), Zuzahlungen zur Krankenkasse oder kräftig steigenden Mieten - meist ist die Tariferhöhung längst vor der Umsetzung aufgezehrt. Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland bekanntlich immer weiter auseinander. Verlängerte Vertragslaufzeiten und damit einhergehende geringere Tariferhöhungen beschleunigen diesen Prozess. Schließlich wollen die Aktionäre ja auch jährlich eine Dividende erhalten und nicht nur alle 18 oder gar 24 Monate."

Das die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird liegt auch an den Tarifabschlüssen, leider. Eine Prozentuale Tariferhöhung lässt die oberen Gehaltsbänder immer stärker wachsen als die unteren, das ist einfache Mathematik. Die einzige Lösung dafür wäre ein gestaffelter Tarifabschluss in denen die unter Gehaltsstufen z.B. 1% mehr Lohnerhöhung bekommen als die oberen.

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Keine Leermonate

Fra 1967 22.06.2016 14:54 Uhr

Zu den beiden Kommentaren möchte ich noch folgendes hinzufügen: Bitte keine Leermonate mehr. Danke

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Vertragslaufzeit

Thomas Kislat 20.06.2016 11:46 Uhr

Liebe Kolleginnen und Kollegen, ich hoffe, dass die Verhandlungsführer auf Seiten der IG BCE sich nicht auf eine Ausdehnung der Vertragslaufzeit einlassen. Das Motiv der Arbeitgeber - die Planungssicherheit - ist nur allzu verständlich. Jedoch brauchen auch wir Arbeitnehmer Planungssicherheit. Sei es bei Energien (Warum steigen die Kraftstoffpreise eigentlich?), Zuzahlungen zur Krankenkasse oder kräftig steigenden Mieten - meist ist die Tariferhöhung längst vor der Umsetzung aufgezehrt. Die Schere zwischen Arm und Reich geht in Deutschland bekanntlich immer weiter auseinander. Verlängerte Vertragslaufzeiten und damit einhergehende geringere Tariferhöhungen beschleunigen diesen Prozess. Schließlich wollen die Aktionäre ja auch jährlich eine Dividende erhalten und nicht nur alle 18 oder gar 24 Monate.

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Die 3 muss stehen...

MisterX 17.06.2016 15:36 Uhr

und das für 12 Monate. Und selbst dann wären die Mietpreisexplosionen nicht mal annähernt drin

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