Tarifabschluss Steinkohlenbergbau

"Wir schauen nach vorne"

3,6 Prozent höhere Löhne und Gehälter für die 8.000 Beschäftigten im Steinkohlenbergbau - der Tarifabschluss steht. Verhandlungsführer Peter Hausmann wertet das Ergebnis als "guten Abschluss in einer schwierigen Zeit. Auch in der Endphase der Produktion leisten die Bergleute einen klasse Job."

Stefan Koch

Steinkohle in der Hand einer Bergarbeiters
15.03.2017
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Die Tarifkommission stimmte dem folgenden Ergebnis zu:

  • Die Löhne und Gehälter werden mit Wirkung zum 1. Mai 2017 um 3,6 Prozent angehoben. Die Ausbildungsvergütungen steigen je Ausbildungsjahr um 25 Euro.
  • Mit der Vergütungszahlung für den Monat März 2017 wird ein einmaliger Betrag in Höhe von 600 Euro gezahlt. Auszubildende erhalten 400 Euro.
  • Die Laufzeit der Vergütungstarifverträge endet am 31. Dezember 2018.

Für die außertariflich Angestellten wurde eine zeit- und wertgleiche Umsetzung vereinbart.

Verhandlungsführer Peter Hausmann wertet das Ergebnis als „guten Abschluss in einer schwierigen Zeit. Es ist gelungen, dass die Bergleute nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt werden. Auch in der schwierigen Endphase der Produktion leisten die Bergleute einen klasse Job.“

Mit der Einstellung der Steinkohleförderung zum 31. Dezember 2018 beginnt ab 2019 eine neue Ära der Tarifpolitik im Steinkohlenbergbau. Zur tariflichen Gestaltung der Nachbergbau- und Ewigkeitsarbeiten wurde vereinbart, rechtzeitig Gespräche aufzunehmen. „Auch damit machen wir deutlich, dass wir nach vorne schauen“, erläutert Hausmann.

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