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26.06.2013

Tarife / Abschluss in der Papierindustrie

Entgelterhöhung in zwei Stufen um 1,8 und 3 Prozent

Die 40.000 Beschäftigten der Papierindustrie erhalten mehr Geld. Die Entgelte steigen in zwei Stufen, ab 1. Juli um 1,8 Prozent und ab 1. Mai 2014 um 3 Prozent. Darauf haben sich IG BCE und Papier-Arbeitgeber in der dritten Verhandlungsrunde geeinigt. Außerdem haben die Tarifvertragsparteien eine Vereinbarung zur Nachwuchssicherung abgeschlossen. Das Abkommen zur Altersteilzeit bleibt in Kraft.

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Papiertechnologe bei der Endkontrolle in der Papierfabrik August Koehler. Papiertechnologe bei der Endkontrolle in der Papierfabrik August Koehler.

IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden: „Hinter uns liegt eine schwierige Runde. Ohne die engagierte Unterstützung und die vielen Aktionen vor Ort wäre es nicht gelungen, dieses Tarifpaket zu schnüren. Der Abschluss ist tragfähig und zukunftsorientiert.“

Der Abschluss im Einzelnen:

  • Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab 1. Juli um 1,8 Prozent erhöht, ab 1. Mai 2014 erfolgt eine weitere Anhebung um 3 Prozent. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. Juni 2015. Unternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Lage können die Erhöhung um 1,8 Prozent um bis zu zwei Monate verschieben. Voraussetzung ist das Einverständnis des Betriebsrats.
  • Der bestehende Tarifvertrag zur Altersteilzeit wird bis Ende 2020 verlängert. Danach können über 57-Jährige ihre Arbeitszeit für sechs Jahre um 50 Prozent reduzieren. Die Entgelte werden in dieser Zeit vom Arbeitgeber auf 85 bis 100 Prozent des letzten Netto-Entgelts aufgestockt. Altersteilzeit können maximal 5 Prozent der Beschäftigten in einem Unternehmen in Anspruch nehmen. Betriebsräte und Geschäftsführungen können abweichende Regelungen vereinbaren.
  • IG BCE und Papier-Arbeitgeber stellen sich der demografischen Herausforderung. Bis Mitte 2015 soll – zusätzlich zur Altersteilzeit – ein Vertragswerk auf den Weg gebracht werden.
  • IG BCE und Papier-Arbeitgeber haben eine Vereinbarung zur Nachwuchssicherung unter Dach und Fach gebracht. Die Vertragspartner empfehlen, über den betrieblichen Bedarf hinaus auszubilden. Zudem soll unter Beachtung der betrieblichen Gegebenheiten eine Übernahme der Ausgebildeten für mindestens zwölf Monate erfolgen.