• 18.01.2019
  • Medieninformation XXII/46
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Keine Einigung im Tarifstreit:

IG BCE und Uniper vertagen Verhandlungen

Die dritte Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Uniper-Konzern blieb gestern (17. Januar) ohne Ergebnis. Die Arbeitgeber legten zu Beginn der Verhandlung ein verbessertes Angebot vor, das eine Vergütungserhöhung in zwei Stufen vorsieht – ab 1. März 2019 um 2,2 Prozent und ab 1. Januar 2020 um 3,0 Prozent.

18.01.2019
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Für die Monate Januar und Februar 2019 würden die Arbeitnehmer leer ausgehen. Die Ausbildungsvergütungen sollen je Ausbildungsjahr um 40 Euro (1. Stufe) und um weitere 50 Euro (2. Stufe) angehoben werden.

„Das verbesserte Angebot der Arbeitgeber ist ein Schritt in die richtige Richtung aber noch lange nicht ausreichend“, sagte IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden. Dem Unternehmen gehe es gut. Nieden: „Die Beschäftigten, die tagtäglich in den Betrieben ihre Leistung bringen, erwarten deshalb mehr: gutes Geld für gute Arbeit.“

Wie schon in der vergangenen Verhandlungsrunde Ende Dezember lag das Angebot der Arbeitgeber auch diesmal deutlich unter den Forderungen der Gewerkschaft, die eine Erhöhung der Vergütungen um 6 Prozent sowie die entsprechend angemessene Erhöhung der Ausbildungsvergütungen verlangen. Dennoch habe die Tarifkommission dieses Angebot intensiv bewertet und einen ersten Schritt in Richtung ihrer Positionen darin erkannt. Die Tarifverhandlungen, die gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di geführt werden, werden deshalb am 25. Januar fortgesetzt.

„Wir hatten gehofft, mit unserem zweitägigen Warnstreik diese Woche ein deutliches Zeichen zu setzen. Trotz dieses Signals sind die Arbeitgeber nicht bereit ihr Angebot angemessen zu erhöhen“, so Nieden.

Rund 500 Beschäftigte hatten am Dienstag und Mittwoch an den Standorten Düsseldorf, Scholven (Gelsenkirchen), Schkopau und Kirchmöser (Brandenburg a. d. Havel) für mehrere Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Dadurch war es in einigen Regionen zu Einschränkungen bei der Strom- und Wärmeversorgung gekommen. Mehrere Industrieanlagen standen vorübergehend still.

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