IG BCE aktuell 05-2017

Innovationen in der Energiewende

Die Energiewende mit Innovationen und nachhaltigen Rahmenbedingungen meistern - Alternativen zu den Alternativen sind gefragt.

Markus Feger

11.05.2017

Stabiles Wachstum, nachhaltiger Wandel und Versorgungssicherheit sind die Schlüssel für eine erfolgreiche Energiewende. Dies war das Ergebnis des Innovationsforums Energiewende. Bei der Veranstaltung diskutierten rund 150 Betriebsräte, Unternehmensvertreter, Politiker und Wissenschaftler die aktuellen Herausforderungen der Energiewirtschaft und Investitionen in Zukunftstechnologien des Energiemarktes.

In Podiumsdiskussionen und Vorträgen ging es um Lösungen, die Energiewende mit technischen Entwicklungen sowie politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen zukunftssicher zu machen. Gastgeber der Veranstaltung war der Aluminiumhersteller Trimet an seinem Unternehmenssitz in Essen.

Garrelt Duin, Wirtschaftsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, war als Gastredner eingeladen. Ihm war besonders wichtig:  „Grundlage für den zu bewältigenden Veränderungsprozess muss eine Politik für stabiles Wachstum, nachhaltigen Strukturwandel und zukunftsorientierte Regionalentwicklung sein. Es gilt, realistische Perspektiven für die betroffenen Branchen und Regionen zu erarbeiten.“

Auch in den energieintensiven Unternehmen ist man an einer zukunftsweisenden Energiewende interessiert. Die im Pariser Abkommen geplante Treibhausgasneutralität im Jahr 2050 erfordere den Einsatz neuer Technologien. Den zur Erreichung dieses Ziels erforderlichen Innovationsdreiklang hob Dr. Christoph Sievering von Covestro in einem Impulsvortrag hervor.

Auf die sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Energiewende wies Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE, hin. Die Versorgungssicherheit dürfe nicht einer Ausstiegslogik zum Opfer fallen. Vassiliadis forderte, man müsse sich mehr Gedanken über die Alternativen zu den „Alternativen“ machen. „Die Erneuerbaren werden immer abhängig von Wind und Sonne sein – mit den extremen Leistungsschwankungen, die wir schon kennen. Der Strommix der Zukunft benötigt auch revolutionäre Hochtechnologie, wenn er eine sichere Versorgung gewährleisten soll“, so Vassiliadis.

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