IG BCE aktuell 02-16

Allianz für Weltoffenheit

Zehn zivilgesellschaftliche Institutionen haben die „Allianz für Weltoffenheit“ gegründet. Die IG BCE unterstützt dieses politisches Signal für Demokratie, gegen Menschenfeindlichkeit und Rassismus.

Simone M. Neumann/DGB

Allianz für Weltoffenheit
02.03.2016

Der DGB hat gemeinsam mit weiteren Organisationen die „Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat – gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt“ gegründet. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann spricht von „einer der größte zivilgesellschaftlichen Allianzen, die wir bislang in Deutschland gesehen haben“.

Allianzpartner sind neben dem DGB, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Olympische Sportbund sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Ihren gemeinsamen Aufruf sehen die Bündnispartner als politisches Signal. Sie haben ihn mit dem ersten Satz des Deutschen Grundgesetzes überschrieben: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Angesichts der Debatte um die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen und der zunehmenden Gewalt gegen sie, mahnen sie zu Solidarität und Demokratie. „Der im Grundgesetz verankerte Schutz der Menschenwürde gilt für alle Menschen, gleich ob sie seit Generationen hier leben, zugewandert oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind“, heißt es im Aufruf. Dieser wende sich gegen Rechtspopulisten und Rechtsextreme, egal unter welchem Deckmantel sie sich aufstellten, sagt Reiner Hoffmann.

Die Allianz betont die gemeinsame europäische Verantwortung: kein Mitgliedsstaat dürfe sich entziehen. Zugleich wirbt sie dafür, dass Deutschland seine humanitären Verpflichtungen auch weiterhin erfüllt und Menschen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen, aufnimmt. Im Aufruf schreiben die Initiatoren: „Die Aufnahme und Integration der vielen Flüchtlinge sind verbunden mit großen gesellschaftlichen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen“. Gemeinsam könnten sie bewältigt werden.

„Menschen die gemeinsam etwas anpacken, sind nicht mehr fremd“

Gesellschaftliche Teilhabe wird im Aufruf als Schlüssel zum Integrationserfolg bezeichnet. Dazu gehörten Deutschkurse ebenso wie der Zugang zu Sport, Kultur und Arbeit. In Werkstätten, Fabriken und Büros laufe die Zusammenarbeit von Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft reibungslos, sagt Reiner Hoffmann. Der DGB-Chef betont: „Menschen die gemeinsam etwas anpacken und sich kennenlernen, sind nicht mehr fremd.“

Die IG BCE unterstützt das Zusammenstehen der Demokraten. Die Allianz wird sich in den nächsten Wochen noch breiter aufstellen. Reiner Hoffmann betonte bei ihrer Vorstellung am 11. Februar, dass sie offen für weitere Bündnispartner sei.

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