Betriebsversammlung MIBRAG

Große Unterstützung für Aktion der IG BCE

Geht es mit der Braunkohle weiter? Wie sieht die Zukunft der Menschen in der Region aus? Das waren die alles überragenden Fragen auf der Betriebsversammlung der MIBRAG in Alt-Tröglitz, zu der knapp 1000 und damit ein großer Teil der  Beschäftigten des Unternehmens kamen.

Michael Bader

Mibrag Betriebsversammlung 4.11.2014
05.11.2014
  • Von: Wolfgang Lenders
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Die Stimmung unter den Versammelten war angespannt, fast alle hatten mitbekommen, wie unsicher die Zukunft für die Kollegen in den Vattenfall-Tagebauen in der Lausitz ist. Viele fragten sich, wie es dort weitergehen wird - und auch, welche Rolle die MIBRAG und ihre Gesellschafter dabei möglicherweise spielen könnte. Klar war, dass zurzeit die politischen Weichen für die Zukunft der Branche gestellt werden. Die meisten Mitarbeiter sind schon seit Jahren bei der MIBRAG tätig, etliche seit Jahrzehnten. Eine Zukunft ohne den Braunkohletagebau kann sich kaum jemand vorstellen - und wer es doch tut, stellt sich nichts Gutes vor. Die Braunkohle hält die Region am Leben - das ist einhellige Meinung.

Auf den Punkt brachte die Forderungen der IG BCE zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland der Vorsitzende Michael Vassiliadis in seiner per Video eingespielten Grundsatzrede, ins Detail ging vor Ort Vorstandssekretär Peter Obramski. Er appellierte "für Vernunft in der Energiepolitik" und erinnerte an die Zeit nach der Wende, als die Zukunft der Braunkohle in Ostdeutschland auf der Kippe stand. "Eine sehr, sehr schwierige Zeit", in der er selbst die Geschicke der MIBRAG begleitete. Viele Menschen aus der Region erinnerten sich noch an diese zum Teil auch sehr schmerzhafte Zeit. Und so hatte Obramski bei den Versammelten volles Gehör, als er dazu aufrief, sich an der Unterschriftenaktion der IG BCE zu beteiligen und auch im Familien- und Freundeskreis für die Aktion zu werben. "Ich hoffe sehr, dass wir mehrere 100.000 Unterschriften zusammenbekommen."

Von den Anwesenden hatte ohnehin schon fast jeder unterschrieben. Die Zukunft zu sichern, für sich selbst, die eigenen Kinder und für die Menschen in der Region – das hörte man von ihnen am häufigsten als Grund. Das zu erhalten und auszubauen, was Generationen von Bergleuten aufgebaut haben, eine bezahlbare Energiequelle für die Menschen und die Industrie zu sichern.

Zusammenhalten - das war auch der Aufruf des Betriebsratsvorsitzenden Frank Frenzel an die Beschäftigten. "Es sind Unterschriften gefragt jetzt", appellierte auch er an die Versammelten. "Der Wind, der uns entgegenbläst, wird immer stärker. Jetzt heißt es, zusammenzurücken." Gemeinsam stark zu sein - das gilt laut Frenzel für alle Bereiche im Unternehmen. Und so rief er auch zu Verbesserungen bei der Unfallvermeidung auf, zur Kommunikation zwischen den Ebenen und dazu, die Übernahme von Auszubildenden frühzeitig zu planen - damit es weitergeht mit der Braunkohle.

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