• 21.11.2005
  • Medieninformation IX/42
Gemeinsame Medieninformation: Spitzentreffen IG BCE und Gesamtverband der Kunststoff verarbeitenden Industrie

Kunststoff-Sozialpartner Unterzeichnen Vereinbarung zur Bildung eines Berufsbildungsrates

Spitzentreffen IG BCE und Gesamtverband der Kunststoffverarbeitenden Industrie: Kunststoff-Sozialpartner unterzeichnen Vereinbarung zur Bildung eines Berufsbildungsrates

21.11.2005

Hannover/Frankfurt am Main. Der geschäftsführende IG-BCE-Hauptvorstand unter Leitung von Hubertus Schmoldt und der Vorstand des Gesamtverbands der Kunststoffverarbeitenden Industrie (GKV) unter Leitung seines Präsidenten Dr. Reinhard Proske haben am Montag (21.11.) eine Vereinbarung zur Gründung eines paritätisch besetzten Berufsbildungsrates unterschrieben. Das Ziel der Vereinbarung ist die Zusammenarbeit zur Förderung der Berufsbildung. Beide Spitzengremien trafen sich erstmalig in Hannover, um im Rahmen des Gesprächs gemeinsame Handlungsfelder zu verabreden.

Die jetzt unterschriebene „Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Förderung der Berufsbildung" will im Rahmen eines Berufsbildungsrates künftig u.a. verstärkt bildungspolitische Themen erörtern, Zielvorstellungen und bei Bedarf Stellungnahmen entwickeln. Darüber hinaus wollen die Sozialpartner Empfehlungen zur Förderung der Berufsbildung in der Kunststoffindustrie erarbeiten.

Gemeinsam streben GKV und IG BCE die Erweiterung des Berufsbildes „Verfahrensmechaniker für Kunststoff und Kautschuktechnik" um die zukunftsorientierten Inhalte der Profilhersteller (Kunststofffenster) und der Faserverbundstoffe (Automobilindustrie) an. Durch eine grundsätzliche Neuordnung dieses Ausbildungsberufes soll sowohl eine weitere Steigerung seiner Attraktivität wie auch der Zahl der Ausbildungsplätze erreicht werden. In den Jahren 1999 bis 2003 stieg die Gesamtzahl der Auszubildenden in diesem Beruf - nicht zuletzt aufgrund gemeinsamer Bemühungen - deutlich von 4.282 auf 6.125 an. Dieser Trend soll fortgesetzt werden.

Notwendig erscheint ebenfalls die Neuordnung des anerkannten Abschlusses „Geprüfter Industriemeister - Fachrichtung Kunststoff und Kautschuk", da auch hier die Fortbildungsverordnung nicht mehr dem Stand der technischen und arbeitsorganisatorischen Entwicklung entspricht.

Der GKV sagte zu, sich im kommenden Jahr an der von der IG BCE initiierten branchenübergreifenden „Tagung für Bauzulieferer" zu beteiligen.

Beide Organisationen setzen sich weiter für die Förderung von Maßnahmen zur „Energetischen Gebäudesanierung" ein. Dazu gehören im Rahmen der Altbausanierung beispielsweise Maßnahmen zur Fenstermodernisierung, Dämmung von Wänden, Dächern usw. Die Altbausanierung trägt wesentlich zur Energieeinsparung mit bei und bildet damit einen wesentlichen Faktor zur Senkung des CO²-Ausstoßes. Nach derzeitigem Stand ist im Koalitionsvertrag ein Fördervolumen von 1,5 Mrd. Euro vorgesehen. GKV und IG BCE erwarten eine unbürokratische Umsetzung dieser Fördermaßnahmen und regen die Herausgabe leicht verständlicher, verbraucherfreundlicher Tipps und Hinweise an.

Weitere Themen des Gespräches waren die Auswirkungen der europäischen Chemikalienverordnung „REACH" sowie die Zukunft der beruflichen Unfallversicherung sowie die vom GKV geforderte Reform der Berufsgenossenschaften.

Auf der Tagesordnung des Spitzengespräches in Hannover stand zudem die positive Perspektive der Branche. Die Kunststoffverarbeitende Industrie beschäftigt derzeit annähernd 280.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Umsatz von 43,6 Milliarden Euro. Der GKV vertritt als Wirtschaftsverband seit 1950 die Interessen der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland. Ihm gehören rund 1.000 Unternehmen an.

 

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