IG BCE aktuell 12-15

In Vielfalt zusammen leben – ohne Fremdenhass

Ein Betrieb ist eine Gesellschaft im Kleinen. Auch hier geht es darum, sich einzubringen und mitzubestimmen. Und auch im Betrieb geht es darum, Fremdenhass entgegenzutreten. Mit Workshops will die IG BCE vor allem junge Menschen dabei unterstützen. „In einer coolen Demokratie leben“ heißt das Projekt des IG-BCE-Landesbezirks Nordost.

RapidEye/istockphoto

Hände
03.11.2015

Angesichts der aktuellen Flüchtlingsdebatte verspüren rechte Kräfte in Deutschland wieder Aufwind. Die fremdenfeindlichen „PEGIDA“-Aufmärsche verzeichnen regen Zulauf, die rechte AfD legt in den Umfragen zu. Auch in unseren Betrieben wird über diese Entwicklungen diskutiert. Schließlich ist ein Betrieb eine Gesellschaft im Kleinen. Es gibt zum Thema unterschiedliche Meinungen. Aber eine Gewerkschaft darf keine rechtsextremen Tendenzen und menschenfeindliche Äußerungen tolerieren. Der IG BCE Landesbezirk Nordost bezieht mit dem Projekt „In einer coolen Demokratie leben“ klar Stellung. Das Motto: Vielfalt gewinnt.

Dreitägiger Workshop für AZUBIs

Der Landesbezirk  bietet in Kooperation mit dem „Kulturbüro Dresden e.V.“ in Betrieben Workshops für AZUBIS an. Wie werden in einer Demokratie Entscheidungen gefällt? Wie kann ich mich einbringen? Wer sind die Feinde der Demokratie und was ist Rassismus? Antworten auf Fragen wie diese werden dabei erarbeitet. Auszubildende sowie ihre Ausbilderinnen und Ausbilder sind die Zielgruppe.

„Wir wollen einen positiven Denkanstoß zum Thema geben. Es ist cool, in einer Demokratie zu leben. Als Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wissen wir: Vielfalt gewinnt“, sagt Anis Ben-Rhouma vom IG BCE Landesbezirk Nordost. In einem dreitägigen Workshop könne die Welt nicht geändert werden. Aber es sei ein Schritt, der zusammen mit anderen Aktionen die Kräfte gegen Fremdenfeindlichkeit aktivieren und bündeln kann.

Am 28. November 2015 startet die Aktion mit einer Ausbilderkonferenz. Stefan Brangs (SPD), Staatssekretär aus dem sächsischen Arbeits- und Wirtschaftsministerium, hat seine Teilnahme mit Impulsreferat zugesagt.

Der Landesbezirk will aktiv Betriebe ansprechen, zunächst verstärkt in Sachsen. Doch auch alle anderen Regionen und Betriebe im Landesbezirk sind herzlich eingeladen, mitzumachen.

Nach oben