• 12.10.2017
  • Medieninformation XXI/51
6. Ordentlicher Kongress der IG BCE / Antragsberatung

Für eine bessere Bildung

Die IG BCE fordert, dass ab 2020 in Deutschland kein Mensch bis zum 30. Lebensjahr ohne Schul- und Berufsabschluss sein darf. Um das zu erreichen, müsse die kommende Bundesregierung und die Landesregierungen ein klares Finanzierungskonzept vorlegen. Denn trotz des wachsenden Fachkräftebedarfs verlassen jährlich etwa 50 000 Jugendliche, knapp sechs Prozent der Schulabgänger, die Schulen ohne Abschluss. Etwa 1,5 Millionen junge Menschen zwischen 20 und 30 haben keinen beruflichen Abschluss, kritisiert die Gewerkschaft. Notwendig seien mehr Investitionen in Qualität der Bildung und Infrastruktur wie Schulen und Universitäten, heißt es in einem entsprechenden Antrag des Hauptvorstandes der IG BCE, den die 400 Delegierten des Gewerkschaftskongresses angenommen haben.

Christian Burkert

Delegierte bei der Abstimmung
12.10.2017
Schlagworte

Weitere Forderungen im Überblick:

Berufliche Fortbildung: Für ein langes Berufsleben reicht eine Erstausbildung heute nicht mehr aus. Jeder Arbeitnehmer benötigt regelmäßig weitere berufliche Fortbildungen. Dazu müssen Finanzierung, Freistellung von der Arbeit und Zugänge zu Fortbildungen und Beratungs- und Begleitmöglichkeiten am besten in einem Erwachsenenweiterbildungsgesetzt geregelt werden.

Arbeitsversicherung: Die Arbeitslosenversicherung sollte zu einer Arbeitsversicherung zur finanziellen Förderung von Qualifizierungsmaßnahmen von Beschäftigten umgebaut werden.

Migration: Schulen und Ausbildungseinrichtungen dürfen mit der Integration von Zugewanderten nicht allein gelassen werden. Für diese Aufgabe braucht es neben zusätzlichen Mitteln auch geeignete Lernformate.

Bildungsurlaub: Nur ein bis zwei Prozent der Arbeitnehmer nehmen ihren Anspruch auf Bildungsurlaub wahr. Die IG BCE setzt sich intensiv dafür ein, dass Arbeitnehmer dieses wichtige EU-Recht für sich ohne Nachteile umsetzen können.

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