• 09.10.2017
  • Medieninformation XXI/40
6. Ordentlicher Kongress der IG BCE / Ergänzungen zum Geschäftsbericht

Für eine bessere Alterssicherung

Die IG BCE fordert die künftige Bundesregierung auf, das Thema Rente in der kommenden Legislaturperiode ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen. „Wer jahrzehntelang hart gearbeitet und in die Rentenkasse eingezahlt hat, der muss am Ende auch sicher sein, von der Rente in Würde leben zu können“, sagte Edeltraud Glänzer, stellvertretende Vorsitzende der IG BCE, in ihren Ergänzungen zum Geschäftsbericht vor dem 6. Ordentlichen Kongress der Gewerkschaft.

Stefan Koch

Ausführungen zum Geschäftsbericht von Edeltraud Glänzer
09.10.2017
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Diskussionen um eine Anhebung des Renteneintrittsalters erteilte Glänzer eine klare Absage. „Wer eine Rente mit 70 fordert, ist reif für den sofortigen politischen Ruhestand“, sagte sie. Stattdessen müsse das weitere Absinken des Rentenniveaus gestoppt werden. Glänzer forderte, das Niveau auf 48 Prozent zu stabilisieren und in einem weiteren Schritt auf 50 Prozent anzuheben.

Das sei jedoch nicht die einzige Herausforderung für die kommenden Jahre. Eine Angleichung der Renten in Ost- und Westdeutschland sei längst überfällig. „Diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe muss über Steuern finanziert werden“, sagte Glänzer.

Nachholbedarf gebe es auch beim Rückkehrrecht von Teilzeit auf Vollzeit, das trotz Vereinbarung im Koalitionsvertrag an der CDU gescheitert sei. „Ein unglaublicher Vorgang, der uns deutlich macht: Wir müssen dran bleiben. Denn ohne uns – unseren Druck und unseren Ein-fluss - wird sich politisch nichts bewegen“, bekräftigte die stellvertretende Vorsitzende der IG BCE.  

Sehr gut aufgestellt ist die IG BCE bei den Auszubildenden: Zwei von drei Auszubildenden entscheiden sich für eine Mitgliedschaft in der Gewerkschaft. Insgesamt kommen 40 Prozent aller Neuaufnahmen aus dem Jugendbereich. „Das ist ein großartiger Erfolg“, sagte Glänzer. In Zukunft sollen verstärkt Dualstudierende angesprochen werden, um den veränderten Ausbildungsbedingungen Rechnung zu tragen.

Die Charta der Gleichstellung soll für gleiche Berufschancen von Männern und Frauen sorgen. Ein Beschluss auf dem Frauentag der IG BCE im vergangenen Jahr gibt die Richtung vor: Die Gewerkschaft möchte 40 weitere Unternehmen, insbesondere aus dem klein- und mittelständischen Bereich, für eine Unterzeichnung gewinnen. „Das ist ambitioniert – aber ich bin mir sicher, dass wir – dass unsere Frauen - das hinbekommen“, sagte Glänzer.

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