IG BCE

Global vernetzt

Für grundlegende Menschen- und Gewerkschaftsrechte engagiert sich die IG BCE weltweit. Das tut sie nicht allein: Als Mitglied globaler Gewerkschaftsföderationen ist sie Teil einer internationalen Bewegung.

thorbjorn66/Istockphoto

Globus
04.01.2012
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.

Auf betrieblicher Ebene geht es im internationalen Bereich oft darum, dass Arbeitgeber mit Arbeitnehmervertretern überhaupt sprechen. Dazu will die IG BCE mit den Unternehmen Vereinbarungen treffen, die den sozialen Dialog überall verbessern. Grundlage dafür ist die Anerkennung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) . Bei der Chemiefirma Freudenberg in Weinheim gibt es so ein Abkommen seit 2000.

Die längsten Erfahrungen mit Initiativen auf Unternehmensebene haben Betriebsräte und Gewerkschafterinnen beim Chemiekonzern BASF. Sie gründeten 1999 ein gewerkschaftliches Netzwerk mit Kolleginnen und Kollegen in den BASF-Werken in Lateinamerika und erreichten einen Dialog mit der Geschäftsleitung und die Verbesserung der Arbeitssicherheit.

Mit einer ganzen Reihe von Unternehmen finden zurzeit Gespräche statt, um weitere Vereinbarungen zu erreichen.

Bei der gewerkschaftlichen Zusammenarbeit in Europa und weltweit steht der Einfluss auf die Industriepolitik im Vordergrund. Für die organisatorische Entwicklung der Gewerkschaften in Südosteuropa arbeitet die IG BCE mit den Gewerkschaftsföderationen industriAll European Trade Union und IndustriALL Global Union zusammen. Auch z. B. die Gewerkschaft für Handel und Industrie in Vietnam erneuert im Übergang zur Marktwirtschaft ihre Bildungsarbeit mit Hilfe der Erfahrungen von IG BCE, IG Metall und der Friedrich-Ebert-Stiftung

Oft geht es um ganz grundlegende Rechte: In Ländern wie China, Chile und Kolumbien wird für die Ratifizierung der Konvention 176 gestritten, mit der die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) Maßstäbe für die Arbeitssicherheit im Bergbau gesetzt hat.

Mit den Chemiearbeitgebern findet ein regelmäßiger Austausch auf internationaler Ebene statt. Ziel ist die langfristige Verankerung eines sozialen Dialoges zwischen dem Arbeitgebergremium auf internationaler Ebene (Labor Relations Committee) und den Chemiegewerkschaften. Diese Initiative findet auch mit Unterstützung der ILO statt.

Die IG BCE ist Mitglied der Internationalen Föderation IndustriALL Global Union sowie der europäischen industriAll European Trade Union. Beide Föderationen sind 2012 durch den Zusammenschluss der ehemalige ICEM (Chemie, Energie, Bergbau) und dem IMB (Metall) entstanden. Die Textil- und Lederarbeiter werden noch hinzukommen.

Dieser Zusammenschluss soll helfen, den Einfluss zu vergrößern und die vorhandenen Ressourcen besser zu nutzen.

 

Nach oben