Tarif- und sozialpolitische Konferenz der europäischen Gewerkschaftsförderation

Konstruktiv und realistisch

Das Ergebnis der Europawahlen bietet keinen Anlass für einen grundsätzlichen Strategiewechsel der europäischen Industriegewerkschaften. „Wir haben immer darauf hingewiesen, dass die Politik einer einseitigen Haushaltskonsolidierung die wirtschaftlichen Probleme eher verschärft denn löst", sagte Michael Vassiliadis auf einer tarif- und sozialpolitischen Konferenz der europäischen Gewerkschaftsförderation industriAll in Wien. "Die konservativen und neoliberalen Parteien müssen endlich erkennen, dass sie dabei sind, die Idee eines geeinten und sozialen Europas zu schädigen.“

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Michael Vassiliadis bei derTarif- und sozialpolitische Konferenz der europäischen Gewerkschaftsförderation industriAll
12.06.2014
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Nach Auffassung von Vassiliadis, der sowohl Vorsitzender der IG BCE als auch von industriAll Europe ist, dürfe „die Antwort auf diese Entwicklungen nicht heißen, immer radikalere oder unrealistische Forderungen aufzustellen“. Das im April verabschiedete „Manifest für mehr und bessere Arbeitsplätze in der europäischen Industrie“ fasst die gewerkschaftlichen Vorschläge zusammen und beschreibt konkrete Alternativen zur aktuellen Politik. Vassiliadis: „Gewerkschaften waren und sind immer dann stark, wenn sie nicht nur Missstände aufzeigen, sondern auch konstruktiv an der Behebung mitwirken.“

Der Schwerpunkt der zweitägigen tarif- und sozialpolitischen Konferenz der industriAll lag auf der Weiterentwicklung gewerkschaftliche Strategien in Zeiten der Wirtschaftskrise. Die Gewerkschaften treten für eine neue verteilungspolitische Offensive ein, um die Zukunftsaussichten der Beschäftigten zu verbessern.

Die industriAll European Trade Union haben sich 190 europäische Industriegewerkschaften mit rund sieben Millionen Mitgliedern zusammengeschlossen. Die Föderation wurde im Mai 2012 in Brüssel gegründet.

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