Gesund in Rente?

Leiharbeit und sehr lange Arbeitszeiten gefährden zukünftige Arbeitsfähigkeit

42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland gehen davon aus, dass sie unter ihren derzeitigen Arbeitsbedingungen bis zur Rente durchhalten. 

DGB

DGB-Index Gute Arbeit: Gesund in Rente
28.06.2013
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Allerdings meinen 47 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, dass sie mit ihrer aktuellen Tätigkeit das Rentenalter nicht ohne Einschränkungen erreichen. 11 Prozent der Befragten haben keine Angabe gemacht. Dieses Ergebnis hat die Umfrage des DGB-Index „Gute Arbeit“ 2012 ergeben, der jährlich vom Deutschen Gewerkschaftsbund erhoben wird und sich mit der Arbeitsqualität beschäftigt.

Den mit Abstand geringsten Anteil Beschäftigter, die an ein Durchkommen glauben, gibt es mit 24 Prozent bei den Leiharbeitern. Unter dem Durchschnitt mit 36 Prozent liegt der Anteil insbesondere auch bei Beschäftigten mit sehr langen Arbeitszeiten und mit 37 Prozent bei den Vollzeit beschäftigten Frauen.

Diese Aussichten hängen mit den Arbeitsbedingungen zusammen. Wenn zunehmende Arbeitsintensität, Hetze und psychische Belastungen den Arbeitsalltag prägen, ist es kein Wunder, wenn viele Beschäftigte spüren, dass sie solche Belastungen nicht auf Dauer aushalten.
Arbeit in Deutschland ist also alles andere als gesundheitsförderlich. Deshalb muss dringend etwas passieren – im Sinne „Guter Arbeit“ und zwar nicht nur für Ältere. Der Arbeitsmarkt und die Arbeitsbedingungen müssen dahingehend umgestaltet werden. Dabei wird es zunehmend darauf ankommen, dass alterns- und altersgerechte Arbeitsplätze geschaffen werden. Beschäftigte müssen vor psychischen Belastungen geschützt werden und die Arbeitsintensität darf ein bestimmtes Niveau nicht überschreiten. Tätigkeiten und Anforderungen müssen so ausgerichtet sein, dass Beschäftigungen über ein ganzes Erwerbsleben hinweg ausgeübt werden können.

Nur durch Gute Arbeit kann die Arbeitswelt demografiefest gemacht werden. Und wenn die Arbeitsfähigkeit der Beschäftigten erhalten bleibt, ist dies auch im Sinne der Arbeitgeber.
 

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