Mitgliederfest der IG BCE

„Gemeinsam schaffen wir das“

Die Situation ist ungewohnt für sie, das merkt man der 13-jährigen Amani an. „Heute steht Ihr im Mittelpunkt“, sagt Ihr jemand im Vorbeigehen zu ihr und zaubert dem Mädchen ein schüchternes Lächeln ins Gesicht. Amani ist mit ihrer und einigen anderen Flüchtlings-Familien zu Gast beim Mitgliederfest der IG BCE. Grund für die Einladung: Gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes hat die IG BCE eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Das Geld soll Familien wie der von Amani bei der Integration unterstützen.

Christian Burkert

Hauptvorstandsmitglied Petra Reinhold-Knape zusammen mit Flüchtlingen. Amani (dritte von rechts) ist mit ihrer und einigen anderen Flüchtlings-Familien zu Gast beim Mitgliederfest der IG BCE.

Die Situation ist ungewohnt für sie, das merkt man der 13-jährigen Amani an. „Heute steht Ihr im Mittelpunkt“, sagt Ihr jemand im Vorbeigehen zu ihr und zaubert dem Mädchen ein schüchternes Lächeln ins Gesicht. Amani ist mit ihrer und einigen anderen Flüchtlings-Familien zu Gast beim Mitgliederfest der IG BCE. Grund für die Einladung: Gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk terre des hommes hat die IG BCE eine Spendenaktion ins Leben gerufen. Das Geld soll Familien wie der von Amani bei der Integration unterstützen.

„Herzlich willkommen“, begrüßt IG-BCE-Vorstandsmitglied Petra Reinbold-Knape die Familien in der Halle 12 der Zeche Zollverein - am Informationsstand von terre des hommes. „Wir feiern heute unseren Geburtstag und ich bin froh, dass Ihr mit uns feiert.“

Die zehn Erwachsenen und rund 20 Kinder, die heute hier sind, stammen aus Syrien. Sie sind vor dem Bürgerkrieg geflohen und wünschen sich nur eines: „Sicherheit“, sagt Amani. Die 13-Jährige wohnt mit ihrer Familie - Vater, Mutter, sechs Kinder und eine Cousine, deren Eltern noch in Syrien sind, in einer Wohnung in Castrop-Rauxel.

Die Familienmitglieder haben sich nach und nach auf den Weg nach Deutschland gemacht. Einige sind seit zwei Jahren hier, andere erst seit einem Jahr. „Wir fühlen uns wohl hier“, erzählt Amani. Aber natürlich sei es manchmal auch schwierig: Sie habe schon ab und zu Heimweh, „aber was sollen wir machen? In Syrien ist Krieg“, sagt sie, zuckt mit den Schultern und senkt den Blick.

Es gibt aber auch Momente der Freude: Wenn man sie für ihre Deutschkenntnisse lobt zum Beispiel, strahlt das Mädchen über beide Ohren. Bei ihrer Mutter sei das mit der Sprache schwieriger, weil sie oft zu Hause sei. „Wir Kinder gehen in die Schule oder in den Kindergarten. Da lernen wir automatisch Deutsch.“

Zu Hause helfen dann alle der Mutter, die bislang noch nicht so viele Kontakte knüpfen konnte wie die Kinder. Die Familie geht gemeinsam einkaufen oder durch die Stadt. „Gemeinsam schaffen wir das“, sagt Amani und verabschiedet sich. Die Gruppe möchte die Einladung von IG-BCE-Vorstand Petra Reinbold-Knape annehmen und sich noch auf dem Fest umsehen und mitfeiern.

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