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16.05.2018

Glas Ost

Arbeitgeberangebot unzureichend

Die Arbeitgeber haben in der zweiten Tarifverhandlungsrunde am 15. Mai in Leipzig angeboten, die Entgelte um 2,2 Prozent für ein Jahr und um 2,0 Prozent für ein weiteres Jahr zu erhöhen. Die IG BCE hat das Angebot abgelehnt.

skynesher/istockphoto

Die Arbeitnehmerseite hat auf die wirtschaftlich stabile und profitable Situation der Glasindustrie hingewiesen. Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen im Tarifgebiet Glas-Ost ist ertragreich und gefestigt.

„Die Beschäftigten im Osten arbeiten mindestens genauso gewinnbringend und hart, wie alle anderen Kolleginnen und Kollegen in der Glasindustrie, sagt Markus Kraft, IG-BCE-Verhandlungsführer. Vergleiche man den wirtschaftlichen Erfolg der geleisteten Arbeit, so wird der faire und fachkundige Betrachter feststellen, dass im Osten die Unternehmer vorzeigbare Erträge erzielen.

Trotz dieser aussagefähigen Argumente bieten die Arbeitgeber lediglich einen Ausgleich der Preissteigerungsrate und einen sehr geringen Reallohnzuwachs. Die Firmen wachsen und die Beschäftigten erarbeiten fortwährend höhere Profite und werden nicht angemessen an den Gewinnen beteiligt. Sogar Facharbeiter erreichen mit der derzeitigen Bezahlung keinen vollen Rentenpunkt und müssen somit am Ende des Berufslebens etwaige soziale Hilfen beantragen.

Die Tarifverhandlungen werden am 19. Juni 2018 fortgesetzt.