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28.08.2018

Hambacher Forst

Gewalt gegen Polizisten eskaliert

Am Wochenende kam es im Hambacher Forst zu mehreren Angriffen auf die Polizei. Zahlreiche gewaltbereite Radikale besetzen seit Jahren den Wald in der Nähe des Braunkohletagebaus Hambach, um eine gestattete Rodung des Waldes zu verhindern.

Polizisten auf dem Weg zum Einsatz im Hambacher Forst. Polizisten auf dem Weg zum Einsatz im Hambacher Forst.

Erneut sind im Hambacher Forst Vermummte auf die Polizei losgegangen. Aus dem Wald flogen Steine, Böller und Molotowcocktails auf die Beamten. Zwei Polizisten erlitten am Samstag leichte Blessuren.

"Bei den Mitarbeitern von RWE lösen die Angriffe großes Entsetzen und Angst vor einer weiteren Eskalation aus", sagt Manfred Maresch, IG-BCE-Bezirksleiter in Alsdorf. "Diese Gewalt gegen Polizisten und Mitarbeiter prangern wir seit Jahren an." Seit zwei Jahren ruft der Bezirk unter dem Motto "Schnauze voll von Gewalt" zu einem friedlichen Umgang miteinander auf.

Bereits am Freitag hatten Vermummte im Hambacher Forst Polizisten mit Steinen beworfen und dabei einen Beamten verletzt. Der verletzte Polizist sei mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden, teilte die Polizei mit.

Gewalt ist im Hambacher Forst an der Tagesordnung: In der Vergangenheit gab es Attacken auf Mitarbeiter des Sicherheitsdinestes von RWE oder Angriffe mit Molotowcocktails auf Bagger und andere Geräte. 170 solcher Vorfälle hat der Sicherheitsdienst von RWE im vergangenen Jahr 2017 gezählt – im Schnitt also gibt es an jedem zweiten Wochentag einen Vorfall.

"Wir haben nichts gegen Protest. Als Gewerkschafter gehört Protest zu unserer DNA. Aber wir haben etwas gegen Gewalt“, sagt der Betriebsratsvorsitzende bei RWE Power im Tagebau Hambach, Matthias Dürbaum.