4. IG-BCE-Frauentag - 9. Juni 2012

Charta für Chancengleichheit entrollt

Mit einer großen Charta der Gleichstellung, die vor dem Haus enthüllt wurde, endete der 4. Frauentag der IG BCE. "Die Zeit ist reif für Gleichstellung, wir setzen uns dafür ein", verkündete Edeltraud Glänzer.

Cintula

Charta für Gleichstellung - Unterschriften Mit ihren Unterschriften unterstützen die Teilnehmerinnen des Frauentags die Ziele der "Charta für Gleichstellung"

Damit verpflichten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des IG-BCE-Frauentags Maßnahmen und Instrumente zu entwickeln und umzusetzen, die die Chancengleichheit fördern. Dazu gehören neben einer Existenz sichernden Arbeit auch lebensphasenorientierte Arbeitszeiten. Die IG BCE setzt sich vor allem für gleiches Entgelt für Frauen und Männer ebenso wie für gleiche berufliche Entwicklungschancen ein. Mit der Charta verpflichtet sich die Industriegewerkschaft zudem, mit den Partnerinnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden für mehr Frauen in Führungspositionen zu sorgen und Netzwerke für Frauen zu bilden und zu unterstützen.

  • Sitzreihen mit IG-BCE-Taschen
    Foto: 

    Cintula

    Das Programm des letzten Tages der IG-BCE-Frauenkonferenz kann beginnen...

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Die Charta wurde  direkt vor der Fassade der Hauptverwaltung angebracht, wo sie nicht nur öffentlich zur Gleichstellung aufruft, sondern auch jeden Gewerkschafter bei seinem täglichen Gang zur Arbeit daran erinnert, was noch zu tun ist.

Cornelia Leunig, Leiterin der Abteilung Frauen der IG BCE, stellte dabei heraus, dass es wichtig sei, mit allen Vertrags- und Bündnispartnern zu Themen der Gleichstellung Fahrt aufzunehmen. Sie machte den Anfang mit dem Geschäftsführer des pro-K Industrieverbandes, Ralf Olsen. Beide einigten sich darauf, dass der Kunststoffindustrieverband künftig gemeinsam mit der IG BCE nicht nur sein Engagement beim Girls` Day verstärken will, sondern auch mehr weibliche Auszubildende für die technisch-naturwissenschaftliche Berufe finden möchte.

Dass ein Aufbrechen der noch immer männlich dominierten Arbeitswelt notwendig sei, darauf machte Eva Maria Welskop-Deffaa, Abteilungsleiterin Gleichstellung und Chancengleichheit im Bundesfrauenministerium aufmerksam. Nach der Veröffentlichung des 1. Gleichstellungsberichtes der Bundesregierung meint sie: "Eine eigenständige Gleichstellungspolitik bleibt weiter wichtig, wir dürfen nicht darauf vertrauen, dass es irgendwer schon mitmacht." Vor allen wichtig sei der Blick über die Grenzen hinaus und die Chancengleichheit in internationalen Netzwerken zu stärken.

Ingrid Sehrbrock, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, fügte hinzu: "Wir müssen die Instrumente nutzen, die es gibt." Und an die Vertreterin des Bundesministeriums gewandt: "Es ist jetzt wichtig, dass der Gesetzgeber entsprechende Anreize schafft."

Edeltraud Bulmahn, Ex-Wissenschaftsministerin und Mitglied des Bundestags, rief dazu auf "die Zeit zu nutzen. Wir haben die Herausforderungen des demographischen Wandels auf unserer Seite."

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