IG-BCE-Initiative

Wir brauchen flexible Rentenübergänge

Die IG BCE begrüßt, dass sich die Bundesregierung im „Regierungsdialog Rente“ auch dem wichtigen Thema der Rentenübergänge widmet.

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Älterer Arbeitnehmer Älterer Arbeitnehmer

Mit dem Vorschlag der Kombirente will die Bundesregierung eine Weiterarbeit bei gleichzeitigem Rentenbezug ermöglichen. Teilzeitarbeit und Rente sollen flexibel kombiniert werden können. Dies soll auch Menschen in stark belastenden Berufen entgegenkommen, die nicht bis zur Regelaltersgrenze voll arbeiten wollen oder können.

Die aktuell starren monatlichen Hinzuverdienstgrenzen bei vorzeitigem Rentenbezug sollen flexibler gestaltet werden. Die Kombirente soll ein Einkommen aus Rente und Hinzuverdienst in Höhe des zuletzt erzielten Einkommens ermöglichen. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze von 65/67 Jahren soll wie bisher unbeschränkt hinzu verdient werden können.

Die Bestrebungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für eine Rentenreform lassen sich leicht zusammenfassen: Das BMAS sieht durchaus einige Probleme, bietet aber nur Scheinlösungen an, die den Menschen nicht wirklich helfen.

Die Kombirente soll den Tarifpartnern Raum für konkrete tarifvertragliche Ausgestaltungen geben, damit ein flexibleres Arbeiten bis zur steigenden Regelaltersgrenze ermöglicht werden kann. Aus Sicht der IG BCE reicht das aber nicht. Auch der Bezug einer Teilrente wäre nach dem Kombirenten-Vorschlag der Bundesregierung erst ab dem 63. Lebensjahr möglich.

Dieses Einstiegsalter dürfte für viele besonders belastete Arbeitnehmer zu hoch sein, um einen angemessenen und sicheren Übergang in die Rente zu ermöglichen. Ein Kombirenten-Modell macht aus Sicht der IG BCE nur Sinn, wenn es sich auf die Teilrente bezieht und den Bezug der Teilrente ab dem 60. Lebensjahr ermöglicht.

Das Ziel: Durch die Kombination von tariflich abgesicherten Aufstockungsbeiträgen der Arbeitgeber, gesetzlicher Teilrente und Teilzeitarbeit sollen vor allem für besonders belastete Arbeitnehmergruppen flexible Übergänge in den Ruhestand eröffnet werden – und zwar ohne gravierende Einkommensverluste. Auf dieser Grundlage kann die IG BCE dann maßgeschneiderte tarifliche Lösungen entwickeln. Diese Diskussion will die IG BCE jetzt in die Betriebe tragen.

Weitere Informationen im Flugblatt:

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