Sozialpartnerveranstaltung zum „Potsdamer Modell“

Startschuss gefallen: Flexible Arbeitszeitgestaltung in der Ostchemie

Das Interesse war riesengroß: Über 230 Vertreter der IG BCE und Mitgliedsunternehmen des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie diskutierten am 25. September in Potsdam über die Umsetzung des im Mai 2017 beschlossenen „Potsdamer Modells“. Kernpunkt des neuen Manteltarifvertrages ist eine flexible Arbeitszeitgestaltung. Dieser gibt einen Korridor von 32 bis 40 Stunden vor, in dem sich jeweils auf betrieblicher Ebene geeinigt werden kann. Zusätzlich können auch individuelle Regelungen getroffen werden, wenn Arbeitnehmer kürzer, oder aber auch länger arbeiten wollen. Das Entgelt wird im „Potsdamer Modell“ entsprechend geregelt.

Katrin Schade

„Das „Potsdamer Modell“ zeigt klar, dass in Ostdeutschland Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Kraft besitzen über den Tellerrand zu schauen“, sagt IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann (links).
26.09.2017
  • Von: Karin Aigner
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IG-BCE-Verhandlungsführer Peter Hausmann: „Diese Veranstaltung ist der Auftakt für den Diskussionsprozess, der über ein Jahr dauern wird.  Wir haben hier beim „Potsdamer Modell“ viele innovative Gedanken aus dem  „LephA-TV„ – dem Tarifvertrag der Nordostchemie zur lebensphasengerechten Arbeitszeitgestaltung – nochmal fortgeschrieben und weiter vertieft. Wir wollen Top-Arbeitszeitmodelle, die den Weg in die Zukunft weisen“.

„Das „Postdamer Modell“ gibt mit dem Arbeitszeitkorridor von 32 und 40 Stunden einen Rahmen vor, in dem man sich – den individuellen Lebensphasen gerecht – bewegen kann", sagt Oliver Heinrich, Landesbezirksleiter IG BCE Nordost. "Die Bedürfnisse eines Auszubildenen, eines Singles, einer alleinerziehenden Mutter, einer Familie mit Kindern oder eines älteren Mitarbeiters sind eben sehr breit gefächert. Wir haben bereits heute von beiden Seiten erfreulich viele Impulse in eine gute Richtung bekommen, die es umzusetzen gilt. Wir werden ein Beraterteam in den nächsten 15 Monaten einsetzen, verschiedene Beispiele anwenden und so für mehr als 150 Betriebe entsprechende Regelungen schaffen!“

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    Katrin Schade

    „Das „Postdamer Modell“ gibt mit dem Arbeitszeitkorridor von 32 und 40 Stunden einen Rahmen vor, in dem man sich – den individuellen Lebensphasen gerecht – bewegen kann", sagt Oliver Heinrich (rechts), Landesbezirksleiter IG BCE Nordost.

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Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin Arbeitgeberverband Nordostchemie: „Mit dem „Potsdamer Modell“ treten wir den Auswirkungen des demographischen Wandels entgegen. Außerdem schaffen wir es so, die Arbeitsplätze in der Ostchemie noch attraktiver zu machen und den Fachkräftemangel zu stoppen“.

Die Teilnehmer bei der Auftaktveranstaltung zum „Potsdamer Modell“ waren sich einig: Der erste Schritt in die richtige Richtung ist getan. So gut wie möglich wurden in drei Diskussionsforen die ersten Fragen beantwortet. Von beiden Seiten wurde der große Wille nach einer gemeinsamen Lösung bekundet. 

Das „Potsdamer Modell“ ist jedoch kein Selbstgänger, es gibt auf betrieblicher Ebene noch viel zu diskutieren und zu lösen und sich einer gemeinsamen Verpflichtung und Verantwortung zu stellen.

Peter Hausmann: „Das „Potsdamer Modell“ zeigt klar, dass in Ostdeutschland Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Kraft besitzen über den Tellerrand zu schauen“.

Das „Potsdamer Modell“ ist mit seiner Arbeitszeitgestaltung deutschlandweit einzigartig.

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