DGB-Ausbildungsreport

Mitbestimmung erhöht Zufriedenheit mit der eigenen Ausbildung

Die Zufriedenheit von Auszubildenden hängt stark von der Unternehmensgröße und dem jeweiligen Beruf oder der Branche ab. So sind die fünf Ausbildungsberufe mit den besten Bewertungen klassische Industrieberufe: Mechatroniker, Industriekaufmann, Industriemechaniker, Elektroniker für Betriebstechnik und Zerspannungsmechaniker. Das zeigt der DGB-Ausbildungsreport 2017.

Shutterstocl - auremar

Ausbildung
04.09.2017
    Kommentare: 0
Artikel bewerten
Danke für die Bewertung
Ihre bereits abgegebene Bewertung wurde aktualisiert.
Schlagworte

Jedes Jahr befragt die Gewerkschaftsjugend mehrere Tausend Auszubildende nach der Zufriedenheit mit den eigenen Ausbildungsbedingungen. An der nun vorliegenden Untersuchung haben sich rund 12.000 Auszubildende in den 25 häufigsten Ausbildungsberufen beteiligt.

Der diesjährige Schwerpunkt des Ausbildungsreports lag in der Qualität der Berufsschulen. Das zweite Standbein des dualen Ausbildungssystems schneidet dabei nur bei 58 Prozent der Befragten „sehr gut“ oder „gut“ ab. Darüber hinaus fühlen sich gerade einmal 50 Prozent aller Befragten „sehr gut“ oder „gut“ auf die theoretische Prüfung vorbereitet. „Um den Stellenwert der dualen Ausbildung in Deutschland langfristig zu erhalten, ist es an der Zeit, den Berufsschulen mehr Aufmerksamkeit zu schenken", sagt Edeltraud Glänzer, stellvertretende IG-BCE-Vorsitzende und zuständig für die junge Generation der Gewerkschaft. „Es ist die Aufgabe der Berufsschulen, die Auszubildenden auf die theoretischen Inhalte ihres Arbeitslebens vorzubereiten. Mit den anstehenden Herausforderungen durch die Digitalisierung wird diese Aufgabe wichtiger denn je, denn in Zukunft werden Auszubildende noch breiteres theoretisches Wissen brauchen, um die komplexen Herausforderungen des Arbeitsalltags meistern zu können."

Besonders positiv ist hervorzuheben, dass die Zufriedenheit mit der Ausbildung bei Bestehen einer Interessenvertretung im Betrieb deutlich steigt. Wenn dann auch noch eine direkte Repräsentation durch eine Jugend- und Auszubildendenvertretung hinzukommt, steigt der Wert weiter an: 62 Prozent der Befragten sind zufrieden oder sehr zufrieden. 76 Prozent sind es, wenn ein Betriebs- oder Personalrat besteht und sogar 82 Prozent, wenn es eine Jugend- und Auszubildendenvertretung gibt.

„Das zeigt, dass unsere Kolleginnen und Kollegen der betrieblichen Mitbestimmung in Aus- und Weiterbildungsthemen einen sehr guten Job machen und es ist für uns keine Überraschung. Es bestätigt vielmehr unsere Erfahrungen, dass immer dort, wo es starke Mitbestimmung gibt, auch gute Ausbildungsverhältnisse vorhanden sind. Deshalb ist es auch so wichtig diesen Bereich weiter auszubauen, um auch in Zukunft gut aufgestellt zu sein,“ sagt Glänzer.

Weitere Informationen:

Moderationszeiten für Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser, Ihre Meinung zu diesem Artikel interessiert uns sehr. Das Moderatoren-Team ist an den Arbeitstagen ab 8 Uhr morgens wieder in der Redaktion und freut sich auf Ihren Kommentar.

Nach oben