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28.05.2018

Von: Leo Kölzer

Glückauf-Zukunft-Lauf

Das Ruhrgebiet in Bewegung

Es war der erwartete, emotionale Höhepunkt des diesjährigen Vivawest-Marathons: der „Glückauf-Zukunft-Lauf“ mit über 1200 dem Bergbau verbundenen Teilnehmern. Als Zeichen der Solidarität sind auch der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis sowie mit Petra Reinbold-Knape und Francesco Grioli zwei weitere Mitglieder des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE an den Start gegangen.

1200 bergbauverbundene Läufer nahmen am "Glückauf-Zukunft-Lauf" teil. 1200 bergbauverbundene Läufer nahmen am "Glückauf-Zukunft-Lauf" teil.

Der Startschuss fiel am Bergwerk Prosper Haniel II in Bottrop. Auf einer knapp elf Kilometer langen Strecke durch Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen lief das Feld aus Bergleuten, Angehörigen und Unterstützern bis zur Zeche Nordstern. Dort angekommen wurden sie von Hunderten Zuschauern und dem Ruhrkohle-Chor empfangen. Der 70 Mann starke Chor hatte zuvor schon im Startbereich das Steigerlied mit den Läufern und Zuschauern gesungen.

„Die Entwicklung des Ruhrgebietes und der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands über Jahrzehnte hinweg sind ohne den Steinkohlenbergbau nicht denkbar“, sagte Michael Vassiliadis. „Der ,Glückauf-Zukunft-Lauf´mit so vielen Teilnehmern ist ein Symbol für die Attraktivität und den Zukunftsoptimismus des Reviers.“

  • Foto: 

    Thomas Pflaum/Visum

    Mit am Start: der IG-BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis sowie mit Petra Reinbold-Knape und Francesco Grioli zwei weitere Mitglieder des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE

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Sieger des „Glückauf-Zukunft-Lauf“ wurde Matthies Groll von Vivawest. Er lief die Strecke mit einer Zeit von 40 Minuten und 20 Sekunden, dicht gefolgt von Jürgen Neuhausen von der zentralen Grubenwehr. Er kam als Zweitplatzierter über die Ziellinie.

„Der Lauf hat mir noch mal verdeutlicht, dass ich Jahrzehnte lang Teil von etwas sehr Großem war und wir gemeinsam für etwas Gutes geackert haben. Der Bergbau verbindet uns alle“, sagte Sitki Eminoglu, Steiger auf Prosper Haniel und seit 25 Jahren im Bergbau beschäftigt.

Thomas Pflaum/Visum

"Der Bergbau verbindet uns alle“, sagte Sitki Eminoglu.

Dieses Jahr wird der deutsche Steinkohlenbergbau endgültig Geschichte sein. So will es die Politik. Für viele Bergleute ist die politische Entscheidung zum Ende des Steinkohlenbergbaus immer noch nicht nachvollziehbar. Der 55-jährigen Duisburger Uwe Meyer ist einer von über 300 Grubenwehrleuten, die bei dem Lauf dabei waren.

„Als Mitglied der zentralen Grubenwehr war es für mich fernab der politischen Entscheidung natürlich eine Ehrensache, hier an den Start zu gehen. Und selbstverständlich wird man bei so einer schönen Streckenführung auch wehmütig, aber unabhängig davon sind wir vor allem auch stolz ein Teil des deutschen Bergbaus zu sein.“

Thomas Pflaum/Visum

Uwe Meyer „Als Mitglied der zentralen Grubenwehr war es für mich fernab der politischen Entscheidung natürlich eine Ehrensache, hier an den Start zu gehen", sagte Uwe Meyer.

Etwa 100.000 Zuschauer feuerten die Läufer an den Strecken und den Start- und Zielbereichen an. Insgesamt haben sich über 9500 Menschen für den Vivawest-Marathon angemeldet. Die volle Distanz über 42,195 Kilometer mit Start und Ziel in Gelsenkirchen ist jedes Jahr die Königsdisziplin beim Vivawest-Event. Der Lauf verbindet die Städte Gelsenkirchen, Essen, Gladbeck und Bottrop.

Die Idee zu dem „Glückauf-Zukunft-Lauf“ ist im Rahmen der Initiative „Glückauf Zukunft!“ entstanden. Eine Initiative, die von der IG BCE gemeinsam mit der RAG und Evonik ins Leben gerufen wurde. Mit einem breiten Programm würdigen sie bis Ende 2018 die Errungenschaften des Steinkohlenbergbaus und senden gleichzeitig ein Signal des Aufbruchs an die Region.

Christopher Herbrich arbeitet bei Vivawest und ist frisch gewählter Betriebsrat. Der 25-Jährige war nach dem Lauf sichtlich beeindruckt. „Auch wenn ich selber nicht im Bergbau arbeite, war es für mich selbstverständlich, den Kumpeln mit der Teilnahme meinen Respekt zu zollen. Beim Lauf konnte man noch mal so richtig den Bergbaucharakter erleben.“