Übergangspflege nach Krankenhausaufenthalt

Nun auch bei Pflegegrad 1

Gesetzlich Krankenversicherte, die nach einem Krankenhausaufenthalt oder einer ambulanten Operation vorübergehend Hilfe oder Pflege benötigen, können eine so genannte Übergangspflege der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in Anspruch nehmen. Die Regelung wurde bereits 2016 eingeführt. Neu ist: Die Übergangspflege steht ab 2017 auch Pflegebedürftigen mit Pflegegrad 1 zu.

Barcin - istockphoto.com

Hände
22.12.2016
  • Von: Rolf Winkel und Hans Nakielski
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Bislang galt: die Übergangpflege der GKV gab es nur für Versicherte, die keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung hatten. Denn darüber waren dann ja bereits Hilfen im Haushalt und bei der Pflege abgedeckt. Ab Anfang 2017 gilt nun: Die Leistungen steht den GKV-Versicherten nicht zu, die Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung nach den Pflegegraden 2 bis 5 haben. Der Hintergrund: Nur sie haben ab 2017 Anspruch auf Pflegegeld oder Sachleistungen ambulanter Pflegedienste durch die Pflegeversicherung. Für Pflegebedürftige mit dem niedrigsten Pflegegrad 1 gilt dies nicht. Deshalb steht ihnen nun wenigstens bei vorübergehendem Pflegebedarf die Übergangspflege der GKV zu.

Die Betroffenen können eine Kurzzeitpflege als Leistung der Krankenkassen in Anspruch nehmen. Außerdem besteht Anspruch auf häusliche Krankenpflege und Haushaltshilfe. Dieses Leistungspaket wird unter dem Begriff „Übergangspflege“ zusammengefasst.

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