Braunkohlenbergbau

Wichtigster Pfeiler der Stromversorgung

Im deutschen Braunkohlenbergbau arbeiteten im Jahr 2014 – einschließlich seiner Kraftwerke – rund 21.400 Menschen. Mit 178,2 Millionen Tonnen Braunkohle wurden rund 4,5 Millionen Tonnen weniger gefördert als 2013. Die Kohle wird zu etwa 90 Prozent zur Stromerzeugung eingesetzt.

Christian Bedeschinski, MIBRAG

Braunkohlentagebau - Schleenhain Schaufelradbagger SRS 2000 im Braunkohlentagebau - Vereinigtes Schleenhain
08.10.2015
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Die deutschen Braunkohlevorkommen befinden sich im Rheinland, in der Lausitz (zwischen Leipzig und Halle) sowie in Helmstedt. In diesen genehmigten und erschlossenen Tagebauen lagern rund fünf Milliarden Tonnen des Rohstoffes. Die gesamten Braunkohlenvorkommen in Deutschland betragen Schätzungen zufolge 77 Milliarden Tonnen. Davon sind – auf der Grundlage heutiger Technik – etwa 41 Milliarden Tonnen wirtschaftlich abbaubar.


Heimischer und billiger Energieträger

Mit einem Anteil von rd. 25 Prozent an der Bruttostromerzeugung im Jahr 2014 bildet die Braunkohle den wichtigsten Pfeiler der deutschen konventionellen Stromversorgung. Als heimischer Energieträger ist sie im Vergleich zu anderen Primär-Energieträgern preisgünstig und stabil. Für die deutsche Energieversorgungssicherheit bleibt der heimische Braunkohlenbergbau somit unerlässlich.

Die deutschen Braunkohlekraftwerke erhöhen seit Jahrzehnten ihren Wirkungsgrad und reduzieren kontinuierlich ihren Schadstoffausstoß. So haben heutige neue Braunkohlekraftwerke einen Wirkungsgrad von etwa 45 Prozent. Das sind gegenüber den 60-er Jahren mehr als 50 Prozent.

Die Abscheidung von CO2 ist machbar


Die so genannte „Clean-Coal-Technologie“ (Carbon Dioxide Capture and Storage; CCS), also das Abscheiden des bei der Verbrennung entstehenden CO2s, verfolgt die Bundesrepublik Deutschland derzeit nicht mehr aktiv weiter – obwohl die Energiekonzerne bereits entsprechende Modellanlagen entwickelt haben.

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