Kommentar

In das Richtige investieren

Edeltraut Glänzer, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE und unter anderem zuständig für Frauen und Gleichstellung, sieht erheblichen Handlungsbedarf in der Familienpolitik der Bundesregierung.  

IG BCE, Peter Hiltmann

Edeltraut Glänzer, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE

"Deutlich am Bedarf vorbei und offensichtlich in Unkenntnis der tatsächlichen Herausforderungen, denen sich Familien heute stellen müssen: So erreicht die Bundesregierung das Ziel einer familienbewussteren Gesellschaft und Arbeitswelt nicht. Wir empfehlen deshalb nach wie vor, deutlich stärker in Bildung und Infrastruktur zu investieren.

Dazu muss zunächst das Betreuungsgeld vom Tisch. Es ist eine Zumutung, wenn junge Eltern sich entscheiden müssen, ob sie einen staatlich geförderten Betreuungsplatz in Anspruch nehmen oder ihr King zu Hause betreuen und dafür Geld für das Bildungssparen bekommen. Wir brauchen dieses Geld dringend für den notwendigen Ausbau von Kita-Plätzen. Erheblichen Handlungsbedarf sehen wir auch bei den Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen, den Möglichkeiten, Kita-Plätze zu teilen, und der teils stark ausgeprägten Orientierung der Kommunen am Wohnortprinzip.

In den vergangenen zehn Jahren wurden wichtige Meilensteine gesetzt: Durch die Einführung von Elternzeit und Elterngeld mit den sogenannten Partnermonaten, den Ausbau der Kinderbetreuung mit der Schaffung eines Rechtsanspruchs auf Betreuung ab August 2013. Diesen Weg gilt es konsequent fortzusetzen und zu intensivieren." 

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