Ausbildung

Start ins Berufsleben für 14.500 Auszubildende

Start frei für die junge Generation in der IG BCE: Je nach Region beginnt am 1. August oder am 1. September für viele Auszubildende in den Betrieben ein neuer Lebensabschnitt.

fotolia - peshkova

01.08.2017
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"Wir begrüßen rund 14.500 neue Kolleginnen und Kollegen in unseren Branchen und wünschen ihnen einen guten Start in die Ausbildung - und besonders für die ersten Tage eine hohe Aufnahmefähigkeit für die vielen neuen Informationen und Eindrücke, die auf sie einprasseln werden", sagt die stellvertretende Vorsitzende der IG BCE, Edeltraud Glänzer. Sie ist gleichzeitig Vorsitzende des Bundesjugendausschusses.

Die IG BCE Jugend steht zusammen mit den Betriebsräten und Jugend- und Auszubildendenvertretungen an der Seite der neuen Azubis und setzt sich für ihre Interessen ein. Egal ob im Betrieb, wenn es um Ausbildungsplätze, gute Ausbildung und gute Übernahme geht oder in der Politik, wenn über die Qualität der Berufsschulen oder die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Ausbildung der Zukunft gestritten wird. Der Nachwuchs weiß es zu schätzen: Gut 70.000 Mitglieder zählt die IG BCE Jugend inzwischen, zwei von drei Auszubildenden treten der Gewerkschaft bei.

Gleichzeitig wächst die Sorge über sinkende Ausbildungszahlen in Deutschland insgesamt. Eine aktuelle Studie des Soziologischen Forschungsinstituts der Universität Göttingen (SOFI) bestätigt diesen Trend. "Ein Rückgang der Ausbildungszahlen ist im Zuge des anstehenden und zum Teil auch schon spürbaren Fachkräftemangels eine völlig unverständliche Entwicklung", kritisiert Glänzer. Gerade Betriebe mit mehr als 500 Beschäftigten, die eigentlich über die notwendigen Ausbildungsstrukturen verfügten, lägen mit einer Ausbildungsquote von 4,4 Prozent am unteren Ende der Skala. Lediglich Unternehmen zwischen 50 bis 249 Beschäftigten haben der Studie zufolge mehr Ausbildungsplätze angeboten, ihre Quote aufgrund des großen Beschäftigungszuwachses aber insgesamt auch nicht erhöhen können.

"Wir sind vor allem darauf gespannt, wie die konkreten Zahlen in der chemischen Industrie aussehen. Dort haben wir es durch unseren Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ geschafft, die Ausbildungsplätze seit 2003 kontinuierlich zu erhöhen", berichtet die stellvertretende IG BCE-Vorsitzende. Wie erfolgreich die Branche diesmal war, werden wird Ende des Jahres in den tariflich vereinbarten Runden Tischen diskutiert.

"Wer Fachkräfte für morgen fordert, muss die Auszubildenden von heute einstellen und sie anschließend auch übernehmen", so Glänzer.

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