Charta für Gleichstellung

Mit der Charta der Gleichstellung setzt sich die IG BCE für gleiches Entgelt für Frauen und Männer ebenso wie für gleiche berufliche Entwicklungschancen ein. Weitere Aspekte sind dabei neben einer Existenz sichernden Arbeit auch lebensphasenorientierte Arbeitszeiten. Sie verpflichtet sich zudem, mit den Partnerinnen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden für mehr Frauen in Führungspositionen zu sorgen und Netzwerke für Frauen zu bilden und zu unterstützen.

Die Charta für Gleichstellung im Wortlaut

 

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil mein ganzes Berufsleben dadurch geprägt ist, die Worte zur Chancengleichheit in Strategien und Taten umzusetzen: Frauenförderungsgesetze für öffentlichen Dienst und Privatwirtschaft, gleichstellungsfördernde Arbeitsmarktprogramme, geschlechtersensibler Arbeits- und Gesundheitsschutz, Kampf gegen diskriminierende Rollenbilder und sexualisierte Gewalt. Überall ist viel zu tun. Von alleine bewegt sich nichts.

Marianne Weg, Expertin für Arbeits- und Gleichstellungspolitik, bis 2012 Abteilungsleiterin im Hessischen Sozialministerium

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil schon in unserem Grundgesetz steht, dass niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seines Glaubens oder einer Behinderungen benachteiligt werden darf. Eine moderne Gesellschaft wie die unsere kann es sich nicht leisten, hier Unterschiede zu machen. Allerdings ist es auch in heutiger Zeit noch notwendig, alle Anstrengungen zu unternehmen, das Gesetz in die Realität umzusetzen. Dafür setzen ich mich gemeinsam mit dem Betriebsrat ein.

Winfried Zander, HRW / Betriebsrat, Henkel AG & Co.KGaA

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sowohl Entgeltgleichheit als auch Chancengleichheit im Beruf die unverzichtbaren Voraussetzungen dafür sind, dass sich Frauen und Männer auch im Privaten die Sorgearbeit gerecht teilen. Und erst dies ermöglicht wiederum eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben.

Dr. Karin Jurczyk, Deutsches Jugendinstitut e.V.

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir gute und gesunde Arbeitsbedingungen brauchen - für Frauen und Männer. Weder Arbeits- und Gesundheitsschutz noch das Geschlechterthema sind selbstverständlich. Da gibt es noch viel zu tun.

Angelika Braun, Gründungsmitglied Netzwerk Gender in Arbeit und Gesundheit

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es nicht angeht, dass im Jahr 2016 immer noch zwei Drittel der erwerbstätigen Frauen in Deutschland nicht genug verdienen, um langfristig ihre Existenz zu sichern. Deshalb ist eine konsistente Politik in allen Teilbereichen überfällig, die es als den Normalfall ansieht, dass Frauen und Männer gleichermaßen berufstätig sind und partnerschaftlich Fürsorgearbeit übernehmen beziehungsweise davon durch eine hochwertige Dienstleistungsinfrastruktur entlastet werden.

Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe, Universität Gießen

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Aussagen der Charta hier im Unternehmen schon seit Langem gelebt wird. Wir machen keinerlei Unterschiede zwischen Mann und Frau. Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn und gleiche Aufstiegschancen.

Christine Wolf, Betriebsratsvorsitzende Deilmann-Haniel Mining Systems GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sie ein Grundrecht in einer modernen Gesellschaft thematisiert. Das Geschlecht eines Menschen sagt nichts über dessen Begabung, Intellekt und Leistung aus - es kann also weder die beruflichen Chancen noch die gesellschaftliche Stellung determinieren. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“.

Iwona Glajc, Projektmitarbeiterin Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge 3, Bildungsvereinigung ARBEIT UND LEBEN Nds. Ost

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Vielfalt in jeglicher Hinsicht für uns ein Kernwert unserer Unternehmenskultur ist. Der überwiegende Anteil unserer Beschäftigten arbeitet in der Produktion, viele im Schichtbetrieb. In diesem Bereich sind heute noch überwiegend Männer tätig. Mit Maßnahmen wie der Teilnahme am Girls Day, Werksführungen, Schulkooperationen und unserem GO! Programm für Universitätsabsolventen wollen wir Mädchen und Frauen für technische Berufe begeistern. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie steht dabei ganz oben auf unserer Agenda.

Karla Hoffmeister, Arbeitsdirektorin SCA GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Gleichstellung sowohl in den Unternehmen als auch in den Betriebsratsgremien immer noch stiefmütterlich behandelt wird.

Crocifissa Attardo, Konzernbetriebsratsvorsitzende Merck

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es mir persönlich sehr wichtig ist, dass in naher Zukunft niemand mehr darüber diskutiert und unsere Gesellschaft die Gleichstellung als völlig normal empfindet und auch so lebt!

Manfred Höfler, Betriebsratsvorsitzender Transfertex GmbH & Co. Thermodruck KG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil ich als Chemikantin vier Jahre lang als einzige Frau auf Schicht gearbeitet habe und heute als Mutter in Teilzeit tätig bin. Nur Unternehmen, die sich Gleichstellung tatsächlich zu Herzen nehmen, fördern die Rückkehr aus der Elternzeit. Gemeinsam müssen wir die Perspektive auf Frauen im Beruf stets weiter entwickeln, begonnen bei der Erziehung unserer Kinder.

Emel Hamarat, Chemikantin bei Evonik Rheinfelden

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir als Gesellschaft auf die Leistung und Kreativität von Frauen nicht verzichten können. Mit Blick auf den demographischen Wandel und die Digitalisierung der Arbeit wird hieraus nur dann ein Erfolgsmodell, wenn Frauen gleichberechtigt einbezogen werden.

Prof. Dr. Kerstin Jürgens, Universität Kassel

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil ich in einer Gesellschaft leben möchte, in der Geschlechtergerechtigkeit selbstverständlich ist und in der Mädchen und Frauen, Jungen und Männer unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Identität und Behinderung die gleiche Chance auf Teilhabe haben.

Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt Hannover

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil allen Mädchen und Frauen ein gleichberechtigtes Leben zusteht: Frei von Gewalt und gesellschaftlichen Traditionen. Um ein Leben voller Möglichkeiten der selbstbestimmten Entfaltung zu erreichen, müssen wir gemeinsam Barrieren abbauen und Frauen fördern!

Christa Stolle, Geschäftsführerin von TERRE DES FEMMES

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sie die Chancengleichheit als ein wesentliches Fundament unseres Miteinanders treffend beschreibt. Frauen und Männer gleichermaßen zu entwickeln, ist Teil unserer Unternehmenskultur. Gleichwohl müssen wir alle an der Umsetzung immer weiter arbeiten. Dafür setze ich mich ein.

Dr. Alexander Wagner, Arbeitsdirektor Currenta GmbH & Co. OHG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es ein Grundwert unserer Gesellschaft ist. Im Unternehmen müssen wir Vorbild sein und Frauen vor allem auch in Führungspositionen etablieren. Neben der Gleichbehandlung im Hinblick auf die Entwicklungschancen müssen wir weiterhin die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern.

Detlef Rennings, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Currenta

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Zukunft nur im Miteinander lebenswert gestaltet werden kann! Kein Unternehmen, keine Gemeinschaft, keine Gesellschaft kann es sich leisten, 50 Prozent der Intelligenz, der Inspiration und der Ideen ungenutzt zu lassen.

Sabine Asgodom, Autorin, Rednerin, Inhaberin der Asgodom Coach Akademie GmbH

Wir unterstützen die Charta der Gleichberechtigung,

da wir uns als Familienunternehmen aus der Tradition heraus unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz besonders verpflichtet fühlen. Hierzu zählt für uns – neben dem Schutz und Erhalt der Gesundheit, der langfristigen Sicherung von Arbeitsplätzen und dem Schutz von Umwelt und Natur – ganz selbstverständlich auch die Schaffung von Chancengleichheit.

Dr. Markus Rudersdorf, CFO LEIPA Group GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil nur so erreicht werden kann, was August Bebel schon 1879 sagte: „Die Frau muss ökonomisch unabhängig sein, damit sie nicht von der Gnade und dem Wohlwollen des anderen Geschlechts abhängig ist“.

Helma Sick, Finanzexpertin, Buchautorin, Kolumnistin

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir in unserer Gesellschaft engagierte und leistungsfähige Frauen brauchen, damit wir die Herausforderungen der Zukunft meistern.

Albert Kruft, Betriebsratsvorsitzender Solvay & CPC Barium Strontium GmbH & Co. KG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

denn nur wer für alle Talente ein attraktiver Arbeitgeber ist, kann im Wettbewerb um die besten Fach- und Führungskräfte bestehen. Mehr Vielfalt auf allen Ebenen kommt dem Unternehmen sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute.

Margret Suckale, Mitglied des Vorstands der BASF SE

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil universelle Rechte wie Teilzeit und Elternzeit noch nicht für alle Frauen und Männer in den Betrieben akzeptiert sind. Speziell in Führungspositionen wird oftmals eine hohe Verfügbarkeit erwartet, so dass das soziale Leben und das Kümmern um Kinder und andere Menschen zu kurz kommen.

Dr. Christina Klenner, Hans-Böckler-Stiftung

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Grundrecht aller Menschen sowie ein Grundwert jeder Demokratie ist. Um dieses Ziel zu erreichen, muss dieses Recht nicht nur vor dem Gesetz anerkannt sein, sondern wirksam auf alle Bereiche des Lebens angewendet werden: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Anton Brandner, Betriebsratsvorsitzender Evonik-Standort Rheinfelden

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir - um unsere Zukunft als Unternehmen zu sichern - das Potential von Frauen und Männern gleichwertig fördern und nutzen müssen.

Peter Dettelmann, Leiter Evonik-Standort Rheinfelden

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Frauen ebenso gut gebildet, ebenso vielseitig einsetzbar und ebenso wichtig für die Wirtschaft sind wie Männer. Durch zahlreiche Arbeitszeit- und Schichtmodelle berücksichtigen wir daher die individuellen Bedürfnisse aller unserer Mitarbeiter gleichermaßen.

Hans-Peter Langer, Generalbevollmächtigter Group Executive Vice President Human Resources SCHOTT AG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es in Deutschland noch großen Handlungsbedarf bei der Entgeltgleichheit für gleiche und gleichwertige Arbeit und bei existenzsichernder Erwerbsarbeit für Frauen gibt. Entgeltgleichheit und lebensphasenorientierte Arbeitszeiten zusammen leisten auch einen Beitrag zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Männer.

Prof. Dr. Karin Gottschall, Universität Bremen

Wir unterstützen die Charta der Gleichstellung,

da wir als Arbeitgeberverband durch sozialpartnerschaftlich verhandelte Tarifverträge die Grundlage für gleiches Entgelt und gleiche Chancen in der Glasbranche schaffen.

Harms Lefnaer, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbandes Glas und Solar e.V.

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir die Impulse beider Geschlechter im Arbeitsleben brauchen: Die jungen Frauen setzen sich, wie zuletzt die Shell Jugendstudie gezeigt hat, vehement für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein, die jungen Männer drängen auf Sicherheit, gutes Einkommen und Mitbestimmung.

Dr. Klaus Hurrelmann, Hertie School of Governance GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es darum geht, für alle - unabhängig von der Geschlechtszugehörigkeit, aber eben auch von der sozialen und ethnischen Herkunft, der religiösen Zugehörigkeit beziehungsweise der Weltanschauung, der körperlichen und geistigen Fähigkeiten und der Lebensweise – die gleichen Verwirklichungs- und Teilhabechancen zu schaffen.

Prof. Dr. Andrea D. Buehrmann, Georg-August-Universität Göttingen, Sozialwissenschaftliche Fakultät - Institut für Diversitätsforschung

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

da mir meine persönliche Erfahrung als Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Töchtern in vielen Situationen des Lebens deutlich gemacht hat, dass hier Handlungsbedarf besteht. Es sind immer wieder Diskussion und Denkanstöße wichtig, um zu einer wirklichen Gleichstellung zu gelangen. Dafür ist eine gesellschaftliche Weiterentwicklung notwendig, an der man ständig arbeiten muss.

Lothar Delmes, Covestro Deutschland AG, Stellv. Betriebsratsvorsitzender am Standort Uerdingen

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die gleichberechtigte Förderung von Frauen bei Bayer in Bergkamen seit Langem Programm ist.

Dr. Stefan Klatt, Leiter Supply Center Bergkamen Bayer Pharma AG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Chancengleichheit ein hohes Gut ist und noch mehr Unterstützung verdient.

Heinz Georg Webers, Betriebsratsvorsitzender Supply Center Bergkamen Bayer Pharma AG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es eine Selbstverständlichkeit ist. Gleichwohl müssen wir jeden Tag daran arbeiten, an diesen Grundwerten fest zu halten, um sie umzusetzen.

Ralf Danszczyk, Betriebsratsvorsitzender RUETGERS Group

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es nicht länger hinnehmbar ist, dass alleinerziehende Mütter in unserer Gesellschaft benachteiligt werden.

Ayda, Sängerin Shanaya-Band

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil ich mich als Künstlerin in der kreativen Szene für Chancengleichheit einsetze. Es wird Zeit, dass Künstlerinnen ebenso viel Aufmerksamkeit und Anerkennung für ihre Werke bekommen wie ihre männlichen Kollegen. Grundlage ist eine Veränderung in Gesellschaft und Kultur hin zur tatsächlichen Gleichstellung von Mann und Frau.

Renate Golde, Künstlerin

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die gesamte Gesellschaft sozial, politisch und wirtschaftlich von der Gleichstellung der Geschlechter profitiert und entsprechend alle Teile gemeinsam für eben diese eintreten müssen.

Stefan Heymann, Prokurist und Personaldirektor der J.W. Ostendorf GmbH & Co. KG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Gleichstellung über Chancengleichheit hinausgeht. Von der Gleichstellung profitieren alle. Was gut ist für Frauen nützt auch Männern. Wir wollen mitwirken, dass die Gleichstellung der Geschlechter nicht nur leere Worte sind, sondern Wirklichkeit wird.

Marion Mensing, Vorsitzende des Bezirksfrauenforums Münster-Bielefeld

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Männer und Frauen in Deutschland noch immer nicht auf Augenhöhe leben und arbeiten. Erst wenn Männer sich mit der gleichen Selbstverständlichkeit wie Frauen in der Familie engagieren und dafür keine beruflichen Nachteile in Kauf nehmen müssen und Frauen den gleichen Lohn für die gleiche Arbeit und die gleichen Chancen auf einen beruflichen Aufstieg bekommen wie Männer, erst dann haben wir die Rahmenbedingungen geschaffen für ein gerechtes Miteinander der Geschlechter.

Susanne Garsoffky, Journalisten und Autorin

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

welche inhaltlich den weltweiten Gleichbehandlungsgrundsätzen der Clariant entspricht. Gute und erfolgreiche Sozialpartnerschaft bezieht auch diese Thematik ein. Auch in der Chemiebranche ist Diversität in all ihren Facetten ein wesentlicher Faktor für nachhaltigen Erfolg.

Dr. Ulrich Ott, Geschäftsführer der Clariant Deutschland GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es bisher noch immer nicht gelungen ist, eine tatsächliche Gleichstellung zwischen Frauen und Männern zu erreichen. Weil Frauen weltweit im Durchschnitt 24 Prozent (in manchen Regionen bis zu 60 Prozent) weniger als Männer verdienen, im Durchschnitt aber zweieinhalbmal so viel unbezahlte Betreuungs- und Hausarbeit leisten. Weil 35 Prozent der Frauen weltweit physische und/oder sexuelle Gewalt erfahren (in manchen Ländern sogar bis zu 70 Prozent). Weil Frauen nach wie vor in Entscheidungsgremien nicht entsprechend vertreten sind. Weil wir Frauen es leid sind, ständig um etwas zu kämpfen, was eine Selbstverständlichkeit sein sollte: um Gleichstellung und gleichberechtigte Partnerinnen.

Monika Kemperle, Stv. Generalsekretärin IndustriALL Global Union

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Frauen noch lange nicht gleichgestellt sind. Korrekte Einstufung, ein gerechter Zugang zu Aus- und Weiterbildung, sowie gleiche Aufstiegschancen sind wesentliche Faktoren auf dem Weg zur Einkommensgerechtigkeit. Schon beim Berufseinstieg werden Frauen häufig geringer entlohnt, im Lauf des Arbeitslebens nehmen die Nachteile zu. Dazu gehören unter anderem die gesetzliche Anrechnung der Elternkarenzen und die Weiterentwicklung der Einkommenstransparenz und der Rechtsanspruch beim Umstieg von Teilzeit auf Vollzeit.

Helga Oberleitner, Bundesfrauensekretärin, Gewerkschaft PRO-GE, Wien

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es für mich eine Selbstverständlichkeit ist, gleiche Teilhabe am Erwerbsleben für Frauen und Männer zu fördern. Notwendig sind dazu auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wie eine gerechte Steuerpolitik und Möglichkeiten der Kinderbetreuung. Aber auch eine gesellschaftliche Akzeptanz für Themen wie Entgeltgleichheit, Frauen an der Spitze. Dafür setze ich mich auch in meiner Arbeit ein und lebe es in der eigenen Organisation.

Gabriele Schneidewind, Geschäftsführerin ARBEIT & LEBEN gGmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung.

Chancengleichheit ist immer wieder die richtige Forderung, aber auch heute ist sie trotz guter Qualifizierung der Frauen immer noch nicht erreicht. In der Bildungsarbeit leisten wir mit unterschiedlichen Seminaren einen Beitrag, Frauen zu motivieren, mit der Gewerkschaft und in der Gewerkschaft ihre Anliegen umzusetzen. Wir motivieren Kolleginnen, ihre Durchsetzungskraft in beruflichen, gesellschaftlichen und politischen Dialogen zu stärken. Wichtig für uns: die Vernetzung untereinander, denn darin liegen Riesenchancen.

Sabine Süpke, Leiterin des Wilhelm-Gefeller-Bildungs- und Tagungszentrums

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung.

Gleichstellung wird bei uns im IG-BCE-Bildungszentrum selbstverständlich gelebt. Klischees und Vorurteile gehören nicht in ein Bildungszentrum und auch nirgendwo anders hin. Die Arbeitsaufträge, die die Charta uns aufzeigt, gründen auf dem Gebot gesellschaftlicher Fairness. Gleiche Chancen, gerechte Verteilung und zeitgemäße Rollenbilder sind Voraussetzungen auf dem Weg zu einer neuen Arbeitskultur. Für gute Arbeit und echte Chancengleichheit müssen wir unsere Gestaltungsspielräume nutzen und unsere Partner mit ins Boot holen.

Heidi Trunsch, Leiterin des IG-BCE-Bildungszentrums Kagel

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

damit gleiche berufliche Entwicklungschancen in Industrie und Wissenschaft flächendeckend Realität werden – insbesondere in technischen Berufen. Die DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung bewegt sich in einem noch immer männlich dominierten Branchenumfeld. Frauen, die einen Ingenieurberuf ergreifen, oder Wissenschaftlerinnen im technischen Bereich sind momentan leider noch rar gesät. Wir setzen uns aktiv dafür ein, dass Frauen einen leichteren Zugang in die so genannte MINT-Welt (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) erhalten und hier die gleichen Bedingungen vorfinden. Die Charta der Gleichstellung der IG BCE ist ein wichtiges Instrument, Frauen und Männer gleichermaßen zu fördern.

Manfred Freitag, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor der DMT-Gesellschaft für Lehre und Bildung, Trägerin der Technischen Fachhochschule Georg Agricola und des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum.

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sie eine Grundlage dafür schafft, die Ziele der Gleichstellung in den Betrieben und der Gesellschaft voranzubringen. Chancengleichheit steht für Gerechtigkeit und für diesen Grundsatz stehen wir ein. Wir bei STEAG nehmen diesen Auftrag unseres Grundgesetzes ernst.

Alfred Geißler, Geschäftsführer Personal bei der STEAG GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Gleichstellung der Geschlechter eine Selbstverständlichkeit werden muss, in Strukturen und im alltäglichen Handeln.

Dr. Edelgard Kutzner, Technische Universität Dortmund - Sozialforschungsstelle

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Frauen und Männer noch nie eine so große Chance zur Umsetzung von Geschlechtergerechtigkeit hatten wie heute und ich möchte, dass wir diese Chance nachhaltig gemeinsam nutzen.

Bettina Wiener, Geschäftsführerin des Zentrums für Sozialforschung Halle e. V. an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sie für eine Kultur der Anerkennung und Wertschätzung steht. Jede Beschäftige, jeder Beschäftigte soll ihre und seine Erfahrungen und Kompetenzen im Team einbringen können. Auf diesem Wege können innovative und neue Lösungen im Betrieb und Unternehmen entstehen. Die CSSA unterstützt zusammen mit den Sozialpartnern BAVC und IG BCE die Unternehmen der Chemieindustrie in der Umsetzung der Charta.

Dr. Klaus-W. West, Geschäftsführer der Chemie-Stiftung Sozialpartner-Akademie (CSSA)

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil der BAVC als Sozialpartner sich seit langem dafür engagiert, dass Chancengleichheit von Männern und Frauen und gute Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie Wirklichkeit werden. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels sind die Potentiale der gut ausgebildeten Frauen unerlässlich für die Zukunft unserer Unternehmen in der chemischen Industrie. Die Charta der Gleichstellung ist ein Türöffner, um die Unternehmen auf ihrem Weg zu unterstützen.

Dr. Klaus-Peter Stiller, Hauptgeschäftsführer des Bundesarbeitgeberverbands Chemie e.V.

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Ziele der Charta für mich eine Selbstverständlichkeit sind. Es ist an der Zeit, dass sie auch Realität werden. Frauen haben hervorragende Schul- und Ausbildungsabschlüsse, aber der Arbeitsmarkt honoriert das nicht. Die Entgeltdifferenzen von Frauen und Männern sind unverändert hoch. Frauen leisten unverändert den Hauptteil der Familienarbeit mit allen negativen Folgen für die berufliche Entwicklung und Karriere und werden am Ende ihres Arbeitslebens in die Altersarmut entlassen. Damit muss Schluss sein. Dafür setzt sich auch die Gewerkschaft NGG ein.

Michaela Rosenberger, Vorsitzende Gewerkschaft Nahrung- Genuss- Gaststätten

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil gleiche Rechte und Pflichten von Frauen und Männern in Beruf und Familie ein unverzichtbares Ziel sind. Gleichstellungspolitik braucht deshalb verbindliche Umsetzung in der Politik und in Unternehmen.

Hannelore Buls, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es nicht sein kann, dass elementare Grundrechte in unserer Gesellschaft nicht verwirklicht sind, weil sonst die bestehenden Geschlechterverhältnisse immer wieder reproduziert werden und Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verbände mehr tun müssen, um in allen ihren Handlungsfeldern zu mehr Gleichstellung beizutragen und weil eine gerechtere und vielfältigere Gesellschaft allen mehr Entfaltungsmöglichkeiten bietet und so auch Männern leichter ermöglicht, aus dem Panzer der Geschlechterrollenerwartungen auszusteigen.

Michael Gümbel, Sujet Organisationsberatung

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Chancengleichheit in einer demokratischen Gesellschaft ein Fundament des Miteinanders ist. Frauen und Männer haben das gleiche Recht auf beruflichen Erfolg. Dies bedarf keiner Erklärung oder Ergänzung. Gleichstellung ist ein Teil der Aufklärung, die noch nicht vollzogen ist. Wir müssen Strukturen überwinden, die diesen Fortschritt behindern.

Dr. Klaudia Tietze, Geschäftsführerin Mach meinen Kumpel nicht an!- für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es immer noch nicht selbstverständlich ist, dass Mütter ebenso beruflich gefördert werden, wie Väter. Wenn man familienfreundliche Unternehmen will, muss man sie auch „leben“. Die Familie ist das Fundament unserer Gesellschaft.

Nicole Mohr, Vorsitzende des Bezirksfrauenausschusses Saarbrücken

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Chancengleichheit immer noch nicht erreicht wurde und das im 21 Jahrhundert.

Ida Schoenherr, Betriebsratsvorsitzende BASF Services Europe GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil gleiche Rechte, Chancen und tatsächliche Lebensbedingungen von Frauen in der Gesellschaft und der Arbeitswelt zu den Kernbestrebungen der Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung gehören. Ein faires Miteinander der Geschlechter in der Verantwortung für die Arbeitswelt wie die Familienaufgaben steht auf unserer Agenda. Viel Arbeit liegt noch vor uns.

Kurt Beck, Ministerpräsident a. D. und Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil eine tatsächliche Gleichstellung von Frauen noch immer nicht erreicht ist und weil es nur gemeinsam gelingen wird, eine ausgewogene Teilhabe von Frauen und Männern zu erreichen. Frauen und Männer brauchen endlich gleiche Chancen im Erwerbsleben. Existenzsichernde Arbeit ist der Grundpfeiler.

Cornelia Rundt, Niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir ernst gemeinte Selbstverpflichtungen brauchen, um dem Ziel der Geschlechtergerechtigkeit in Deutschland näher zu kommen. Denn wir haben kein Wissens-, sondern ein Umsetzungsdefizit. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Ich würde mir wünschen, bei internationalen Veranstaltungen endlich einmal über deutliche Fortschritte bei der Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland berichten zu können anstatt immer wieder danach gefragt zu werden, warum wir bei Punkten wie der geschlechtsspezifischen Lohnlücke oder den Frauenanteilen in Vorständen und Aufsichtsräten immer noch zu den europäischen Schlusslichtern gehören.

Prof. Dr. Ute Klammer, Prorektorin für Diversity Management und Internationales, Universität Duisburg-Essen

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

damit Deutschland seine führende Rolle in diversen Industrien halten und ausbauen kann. Dazu brauchen wir Führungsteams, die in ihrer Qualität und ihrem Perspektivenreichtum dem Anspruch des 21. Jahrhunderts nachhaltig gerecht werden.

Dr. Johannes Graf v. Schmettow, Egon Zehnder

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Chancengleichheit nicht besteht, wenn die Bewerbung einer Frau auf traditionell typische Männerjobs immer noch Erstaunen und Diskussion auslöst. Bekommen sie den Job, liegt ihr Einkommen häufig unter dem ihrer Kollegen. Die gleiche Qualifikation bei gleicher Tätigkeit, im gleichen Alter und im gleichen Betrieb reicht anscheinend für tatsächliche Gleichstellung nicht aus. Es ist eine gesellschaftliche Pflicht, gegen jede Art der Diskriminierung vorzugehen. Die Charta regt auch zu zukunftsweisenden Diskussionen an, welche Anforderungen Frauen und Männer heute an Arbeit, Arbeitszeiten und Einkommen stellen. Auf unserem IG BAU-Gewerkschaftstag 2013 haben wir die Charta einstimmig beschlossen. Die Zeit ist reif für Gleichstellung!

Ulrike Laux, Mitglied des Bundesvorstands der IG Bauen-Argrar-Umwelt

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung weil,

es von immenser Wichtigkeit ist, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten bekommen. Die von der IGBCE vorgelegte Charta für Gleichstellung ist eine wichtige Grundlage zur unternehmerischen Praxis. In der Praxis der Gleichstellung geht es nicht nur um eine Verschiebung, in der Frauen nun speziell gefördert werden müssen, um vorherige Unverhältnismäßigkeiten auszugleichen. Es geht um eine Begegnung der Geschlechter auf Augenhöhe. Diese ermöglicht Männern neue Chancen in vertrauten Berufsfeldern zu finden - aber auch neue Berufsfelder strategisch für sich zu eröffnen. Die Kompetenz von Frauen und Männern gleichermaßen zu fördern, führt langfristig zu einer Bereicherung in der Unternehmenskultur.

Prof. Dr. Bernd Heins, Direktor INEP Institut Oldenburg gGmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung.

Unser gemeinsames Ziel ist eine Gesellschaft, in der Frauen und Männer die gleichen Verwirklichungs- und Teilhabechancen haben. Der Leitgedanke der rheinland-pfälzischen Frauenpolitik und der Charta der Gleichstellung ist, dass Frauen eigenständig ihre Existenz sichern.

Irene Alt, Ministerin für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

Frauen in vergleichbaren Positionen wie Männer müssen in Zukunft auch vergleichbar viel verdienen wie Männer. Erst dann sind Frauen so frei wie Männer, um genauso wie Männer alle Optionen des Lebens ausschöpfen zu können. Das bedeutet: Konsequente Anwendung des Leistungsprinzips, weil nur das die vorurteilsbedingte Diskriminierung der Frauen bei der Gratifikation objektivierbar aushebeln kann. Davon profitieren auch die Unternehmen, da die zukünftige Leistungsbereitschaft auch von der gegenwärtigen, als leistungsgerecht empfundenen Gratifikation abhängt.

Prof. Dr. Sonja Bischoff (1947 - 2016), Wissenschaftlerin, ehemals Programmdirektorin MA Entrepreneurship an der Universität Hamburg

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Gleichstellungspolitik die Voraussetzung dafür ist, die Vielschichtigkeit der Diskriminierungspraktiken aufzuzeigen. Es kommt darauf an, die Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit auf allen gesellschaftlichen Ebenen politisch durchzusetzen.

Prof. Dr. Waltraud Meints-Stender, Hochschule Niederrhein

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sozial erwünschte Absichtserklärungen keine Gesellschaft verändern. Weil Gleichstellung etwas ist, dass man nicht antizipieren kann, sondern fühlen und erleben muss. Weil Männer endlich das bekommen sollen, was sie sich laut Umfragen seit Jahren am meisten wünschen: Mehr Zeit mit ihren Kindern. Weil Frauen das bekommen sollen, was Ihnen zusteht: Mehr Einfluss, Geld und Gestaltungsfreiheit. Auch zur Entlastung der Männer.

Lisa Ortgies, frauTV

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Frauen auch aus Sicht der Mitbestimmung selbstverständlich gleichberechtigt in Führungspositionen von Vorständen, Aufsichtsräten und Betriebsräten gehören. Das ist ein Gebot guter Unternehmensführung, die mehr Demokratie an Arbeitsplätzen, in Betrieben und in Unternehmen erreichen will.

Dr. Norbert Kluge, Leiter Abteilung Mitbestimmungsförderung, Hans-Böckler-Stiftung Düsseldorf

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sich in Betrieben nur dann eine neue Qualität der Arbeit entwickelt, wenn alle Talente gefördert werden. Talent ist überall. Wir müssen uns mit Nachdruck um heterogene Teams und um weibliche Fach- und Führungskräfte bemühen. Mehr Souveränität und Balance der verschiedenen Lebenssphären sowie Equal Pay und eine offene Karrierekultur sind dabei unverzichtbar. Davon bin ich seit fast 20 Jahren überzeugt.

Thomas Sattelberger, ehemaliger Personalvorstand Telekom AG, Bonn und Continental AG, Hannover, Themenbotschafter der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA)

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es nur gemeinsam geht. Familie, Partnerschaft, Beruf gelingen dann am besten, wenn die jeweiligen Herausforderungen von Männern und Frauen als gemeinsame Herausforderungen begriffen werden und wenn Arbeitswelt und Gesellschaft dafür einen geeigneten Lösungsrahmen bereitstellen.

Dr. Rüdiger Koch, ehemaliger Betriebsratsvorsitzender Merz Pharma KGaA, Mitglied des Arbeitskreises Chancengleichheit

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir in unserer Gesellschaft, um erfolgreich zu sein, die Fähigkeiten und den Einsatz aller brauchen, die gewillt sind, etwas zu leisten – unabhängig von ihrem Geschlecht. Dafür gilt es, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Erst wenn die Aussage „Frauen in Führungspositionen“ keinen mehr aufhorchen lässt, es keiner Quoten mehr bedarf und schlussendlich keiner mehr über Gleichstellung spricht, ist sie tatsächlich geschafft.

Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Personalvorstand der RAG-Stiftung

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Menschenrecht ist sowie ein Grundwert jeder Demokratie. Um dieses Ziel zu erreichen, muss dieses Recht nicht nur vor dem Gesetz anerkannt sein, sondern wirksam auf alle Bereiche des Lebens angewendet werden: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur.

Silke Martini, Rechtsanwältin und Diplom-Sozialwirtin

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

damit gleiche berufliche Entwicklungschancen, gleiches Entgelt für Frauen und Männer und mehr Frauen in Führungspositionen endlich Realität werden. Beide Geschlechter benötigen zudem Flexibilität im Beruf zur Bewältigung der "Wechselfälle des Lebens". Existenz sichernde Arbeit trägt dazu bei, den vor allem für Frauen bestehenden Gefahren der Altersarmut entgegenzuwirken.

Elke Holst, Forschungsdirektorin Gender Studies im Vorstandsbereich des DIW Berlin

Der Betriebsrat der MVV Enamic – IGS Gersthofen unterstützt die Charta der Gleichstellung.

Uns geht es nicht um die Gleichmacherei der Geschlechter, uns geht es darum, dass trotz unterschiedlicher Geschlechterrollen für alle Frauen eine Chancengleichheit bei Entwicklungsmöglichkeiten und bei der Verwirklichung ihrer Interessen besteht. Deshalb lasst uns weiter am Wertewandel für eine moderne Gesellschaft wirken und arbeiten, damit Frauen in allen Arbeits- und Lebensbereichen nicht behindert werden.

Kamillus Frank, Betriebsratsvorsitzender der MVV-Enamic, IGS Gersthofen

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil lebensphasenorientierte Arbeitszeit bedeutet, tarifliche Arbeitszeit für Männer und Frauen zu reduzieren, beispielsweise auf 32 Stunden, damit beide partnerschaftlich sowohl die Erziehungs-, Pflege- und Hausarbeit erledigen können.

Prof. Jutta Allmendinger, Soziologin und Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir in der betrieblichen Realität die Gleichstellung insbesondere bei Führungspositionen noch lange nicht erreicht haben und diese auch ohne die notwendigen Instrumente nicht erreichen werden.

Beate Otto, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates der RAG Montan Immobilien

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Gleichstellung und Diversity traditionelle gewerkschaftliche Forderungen sind, das Berufsleben bereichern, die Ergebnisse gemeinsamer Arbeit noch erfolgreicher gestalten und für mich zur „Guten Arbeit“ gehören. Im Unternehmen und bei uns im Betriebsrat sind wir dabei mit vielen Initiativen auf einem guten Weg.

Thomas de Win, ehemaliger Vorsitzender des Konzernbetriebsrats Bayer AG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung.

Als Bildungseinrichtung der IG BCE vermitteln wir den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern die Inhalte der Charta und schaffen somit die Grundlage dafür, die Ziele der Gleichstellung in den Betrieben und der Gesellschaft voranzubringen. In der Praxis leben wir die Charta der Gleichstellung im Bildungszentrums Haltern am See bereits.

Detlef Lüke, Leiter des Adolf-Schmidt-Bildungszentrums Haltern am See

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Chancengleichheit eine Selbstverständlichkeit sein muss. Als sichtbares Zeichen dafür haben wir bei der Neugründung unseres rechtsträgerübergreifenden Gesamtbetriebsrat im Jahre 2011 im Tarifvertrag verankert, dass die beiden Geschlechter im gleichen Maße wie in der Gesamtbelegschaft vertreten sein müssen. Auf diesem Wege haben wir aktuell einen Gesamtbetriebsrat, der aus 11 Kolleginnen und 26 Kollegen besteht.

Ralf Hermann, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Evonik Industries AG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil sie ein innovatives Instrument darstellt, die Reflexion und den Dialog über bewusste und unbewusste Prozesse und Werte im Beschäftigungsalltag anzustoßen. Nur damit können die nötigen Veränderungen hin zu einer aktiven Nutzung der Geschlechtervielfalt entstehen.

Michael Stuber, Inhaber Ungleich Besser Diversity Consulting

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Frauen und Männer gleichermaßen gute Arbeit leisten - wenn man sie nur lässt. Gleichstellung bedeutet nicht Gleichmacherei, sondern genau das Gegenteil - faire Chancen für jeden einzelnen Menschen. Dabei spielt das Geschlecht keine Rolle, sondern es geht um die individuellen Talente, Stärken und Voraussetzungen.

Thomas Wessel, Personalvorstand und Arbeitsdirektor der Evonik Industries AG

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil Chancengleichheit kein Selbstläufer ist, sondern gelebt werden muss. Darum haben wir hier in unserem Unternehmen viele Themen aufgegriffen und konkret umgesetzt.

Robert Oswald, Betriebsratsvorsitzender BASF SE, Ludwigshafen

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es für mich eine Selbstverständlichkeit ist, dass Männer und Frauen die gleichen Chancen in Ausbildung und Beruf haben. Dieses Ziel haben wir noch nicht ganz erreicht. Es kann Wirklichkeit werden, wenn wir uns alle dafür einsetzen und nach den Grundsätzen handeln, die in der Charta der Gleichstellung beschrieben sind. Dazu möchte ich beitragen.

Doris Barnett, Mitglied des deutschen Bundestags

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir diese bereits seit vielen Jahren in unserem Unternehmen umsetzen und sie zu unserem normalen Alltag gehört.

Thomas Brencick, Geschäftsführer Transfertex GmbH & Co. Thermodruck KG, Kleinostheim

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung

und träume von einer Gesellschaft, in der die Gleichstellung von Frauen und Männern eine Selbstverständlichkeit ist. Es ist ein Nonsens, dass Frauen 51 Prozent der Hochschulabsolvierenden, aber nur 30 Prozent der Führungskräfte und drei Prozent der Unternehmensvorstände ausmachen. Mit flexiblen Arbeitszeiten, Kinderbetreuung, gezielter Förderung von Frauen und dem Abbau von Stereotypen werden wir eine wirkliche Geschlechter-Parität schaffen.

Prof. Dr. Swetlana Franken, FH Bielefeld

Die Charta der Gleichstellung unterstütze ich,

weil gleiche Chancen für Frauen und Männer zu einer neuen Aufmerksamkeit, zu anderen Blickwinkeln und Standpunkten in Wirtschaft und Gesellschaft führen.

Ralf Hiltenkamp, Mitglied des Vorstands und Arbeitsdirektor, envia Mitteldeutsche Energie AG

Ich unterstützte die Charta der Gleichstellung,

weil es nicht nur um mehr Geschlechter-Vielfalt im Arbeitsleben geht, sondern auch und vor allem um Geschlechtergerechtigkeit und Chancengleichheit für alle.

Prof. Dr. Gertraude Krell, Personalwissenschaftlerin und Expertin für Gender & Diversity (1952-2016)

Die Charta unterzeichne ich,

weil mit der Charta ganz konkrete Handlungsansätze beschrieben sind. Die Unterstützung von Frauen und Männern in ihren unterschiedlichen Lebensphasen muss mit Leben gefüllt werden. Menschen die Kindererziehung und Pflege von Angehörigen übernehmen, brauchen außer dem Respekt für ihre gesellschaftspolitische Arbeit auch die praktische Unterstützung durch den Arbeitgeber. Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss eine Selbstverständlichkeit sein.

Marianne Malkowski, Vorsitzende des Bezirksfrauenausschusses Recklinghausen

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil wir ein deutliches Zeichen für mehr Chancengleichheit im Arbeitsalltag setzen müssen. Hier geht es nicht nur um die Zukunft gut ausgebildeter junger Frauen, es geht auch um die Zukunft unserer Unternehmen und um die Zukunft unserer Familien.

Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung.

Die berufliche Gleichstellung von Frauen ist seit jeher politisch richtig, gesellschaftlich nötig - und wird auch wirtschaftlich immer wichtiger: Schließlich sind unsere Frauen bestens ausgebildet und gleichzeitig brauchen wir immer mehr Fachkräfte.

Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Charta der Gleichstellung unterzeichne ich,

weil ich es wichtig finde, dass mehr Frauen in Führungspositionen arbeiten. Um eine gerechte und faire Teilhabe auf allen Ebenen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu erreichen, ist das unerlässlich. In den Unternehmen meint dies Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für Frauen - von der Meisterin über Labor- und Projektleitungen bis hin zum Vorstand. Die Charta sollte unser gemeinsamer Handlungsauftrag sein. Wir müssen für dieses Ziel arbeiten und förderliche Rahmenbedingungen schaffen, Hemmnisse beseitigen und bestehende „gläserne Decken“ durchdringen.

Petra Kronen, Mitglied des IG-BCE-Hauptvorstands und des Bundesfrauenausschusses

Die Charta der Gleichstellung unterzeichne ich,

weil Frauen gleiche berufliche Entwicklungschancen haben müssen wie Männer. Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn, das ist ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit.

Matthias Platzeck, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Brandenburg

Die Charta der Gleichstellung unterzeichne ich,

weil die Gleichstellung von Frauen und Männern im gesellschaftlichen Alltag noch nicht selbstverständliche Realität ist, obwohl sie das in einer modernen Gesellschaft sein sollte. Gleiches Entgelt für gleiche Arbeit, gleiche berufliche Entwicklungschancen und gleiche Entscheidungsteilhabe sind Töchter von Freiheit und Demokratie.

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister von Hamburg

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung der IG BCE sehr gerne.

Mit ihr verpflichten sich einzelne Menschen, selbst für Gute Arbeit und gleiche Teilhabe von Männern und Frauen an Familie, Staat und Arbeitsleben aktiv zu werden. Das sind wichtige Ziele und Werte, die ich politisch teile und die auch ich jeden Tag zu leben versuche.

Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz

Die Charta unterzeichne ich,

weil sie darauf aufmerksam macht, dass Frauen in Führung immer noch keine Selbstverständlichkeit sind. Es ist wichtig, Diskussionen anzustoßen und Aufmerksamkeit auf das Thema Diversity (Vielfalt) zu lenken. Wir brauchen verschiedene Denkweisen im Unternehmen, das macht die Innovation, Wachstum und den Erfolg aus. Frauen spielen dabei eine wichtige Rolle. Um Veränderungen anzustoßen, müssen wir auch verstehen, weshalb sie den Chefsessel eventuell nicht wollen.

Alexandra Schwarz, Evonik Resource Efficiency GmbH, Arbeitsdirektorin

INEOS in Köln unterzeichnet die Charta der Gleichstellung,

weil wir als größtes Chemieunternehmen Kölns mit 2000 Beschäftigten aus 28 Nationen Vielfalt leben. Dazu gehört insbesondere die Begleitung und Förderung von Frauen im naturwissenschaftlichen und technischen Bereich – von der Schule bis zur Rente.

Dr. Patrick Giefers, Geschäftsführer und Arbeitsdirektor von INEOS in Köln

Die Charta der Gleichstellung unterzeichne ich,

weil ich es wichtig finde, dass Frauen Netzwerke als wichtigen Baustein zur Gestaltung ihres Werdegangs nutzen. Karrieren macht Frau /Mann nicht nur, weil sie oder er gut ist, sondern weil Netzwerke Türen öffnen und Plattformen bieten. Dennoch sei angemerkt: Das allein reicht nicht - zur Chancengleichheit bedarf es auch der Sensibilisierung von Stereotypen, der gezielten Frauenförderung sowie eines mächtigen, sichtbaren Gesichts in der Unternehmensleitung.

Prof. Dr. Jutta Rump

Wir, die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, unterstützen die Charta der Gleichstellung,

weil wir der Überzeugung sind, dass sich nicht die Frauen ändern und an die Männergesellschaft anpassen müssen, sondern dass wir unsere Systeme und Prozesse derart verändern müssen, damit ein Arbeitsumfeld entsteht, in dem Männer und Frauen erfolgreich sein können, und das chancengleich und lebensphasengerecht.

Dr. Emmanuel Siregar, Geschäftsführer Personal und Organisation der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH

Ich unterstütze die Charta der Gleichstellung,

weil es nicht sein kann, dass Erziehung und Pflege überwiegend von Frauen getragen werden.

Eike Metzmann, ehemaliger Referent beim Qualifizierungsförderwerk Chemie (QFC)

Die Charta der Gleichstellung unterzeichne ich,

weil Frauen ihre Potenziale und Kompetenzen auf allen Ebenen einbringen müssen.

Prof. Dr. Rita Meyer, Leibniz Universität Hannover

Wir, der Betriebsrat von Meteor unterstützen die Charta der Gleichstellung,

weil gleiches Entgelt für Frauen und Männer und gleiche berufliche Entwicklungschancen in der heutigen Arbeitswelt wichtiger denn je sind. Lebensphasenorientierte Arbeitszeiten sind heute unerlässlich, damit sich unsere Kolleginnen und Kollegen auf alle unvorhergesehenen Ereignisse einstellen können.

Stellvertretend für den Betriebsrat Meteor Sabine Kleinhans, freigestellte Betriebsrätin

Die Charta unterzeichne ich,

weil das Thema wichtig ist. Es wird Zeit, dass Frauen die gleichen Chancen erhalten wie ihre Kollegen.

Prof. Dr. Maria Funder, Philipps Universität Marburg

Die Charta der Gleichstellung unterstütze ich,

weil sie ein hervorragendes Fundament bildet, um die Idee der Chancengleichheit in den Unternehmen fest zu etablieren.

Helmut Krodel, Geschäftsführer QFC - Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH

Die Charta unterzeichne ich,

weil wir für den gleichen Lohn von Frauen einstehen müssen. Frauen müssen endlich ihre Existenz sichern können.

Dr. Sibylle Plogstedt, Autorin

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