Leitsätze unterzeichnet

„Neue Vereinbarkeit“ von Familie und Beruf

Das Memorandum "Familie und Arbeitswelt - Die NEUE Vereinbarkeit" haben Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) und Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft auf einem Konvent in Berlin unterzeichnet. Die Positionen der IG BCE vertrat die stellvertretende Vorsitzende Edeltraud Glänzer. Das Memorandum betont die Gleichwertigkeit von beruflichen und familiären Aufgaben.

BMFSFJ / Dirk Lässig

Vereinbarkeitskonvent des BMFSFJ: Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften unterzeichnen die „Leitsätze für eine neue Vereinbarkeit von Beruf und Familie“
24.09.2015
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In zehn Leitsätzen verpflichten sich Politik und Wirtschaft, die partnerschaftliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern, zum Beispiel durch flexible Arbeitszeitmodelle und qualitativ hochwertige Betreuungsangebote.

Vor rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden, Kammern und Unternehmen erläuterte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig die NEUE Vereinbarkeit: "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und damit für die Familien und die Wirtschaft. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, mit Wirtschaft und Gewerkschaften einen bemerkenswerten Konsens für eine NEUE Vereinbarkeit zu erreichen. Mütter und Väter müssen die Möglichkeit haben Beruf und Familie tatsächlich zu vereinbaren. Dafür brauchen wir gute und verlässliche Kitas, Ganztagsschulen und eine neue Arbeitskultur, die auch Zeiten für Familien mitberücksichtigt, das heißt innovative Arbeitsmodelle und Rahmenbedingungen auf der Höhe der Zeit für alle: für Männer und Frauen als Eltern, Alleinerziehende, getrennt Lebende oder Pflegende."

Nicht nur die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wird unterstützt

Nach Auffassung von Edeltraud Glänzer bringt die „NEUE Vereinbarkeit eine neue Qualität und damit wieder Schwung in die familienpolitische Debatte. Es geht heute um vielmehr als die klassische Vereinbarkeit von Beruf und Kinderbetreuung. Wir brauchen mehr Partnerschaftlichkeit in der familiären Aufgabenverteilung und Unternehmen, die die Wünsche beider Elternteile nach Zeit für Familie mit entsprechenden Flexibilisierungsinstrumenten unterstützen. Außerdem spielt das Thema Pflege von Angehörigen eine immer wichtigere Rolle. Auch hier brauchen wir mehr Unterstützung und innovative Arbeitszeitmodelle für Pflegende.“

Viele Mütter wünschen sich nach der Geburt eines Kindes einen schnellen Wiedereinstieg in den Beruf. Gleichzeitig möchten viele Väter verstärkt Zeit mit ihren Kindern verbringen. Die Unterzeichner des Memorandums wollen an einem Strang ziehen, um diesen Wunsch nach Partnerschaftlichkeit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu unterstützen.

Unterzeichnet wurde das Memorandum neben Manuela Schwesig von dem Präsidenten der Deutschen Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer, dem Präsidenten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, Hans Peter Wollseifer, und der stellvertretenden Vorsitzenden des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Elke Hannack.

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