Chemie-Tarifrunde

6 Prozent mehr – „Weil du es wert bist!“

Eine Entgelterhöhung von 6 Prozent, ein kräftiges Plus beim zusätzlichen Urlaubsgeld, eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen: Dieses Forderungspaket empfiehlt der Hauptvorstand der IG BCE für die kommenden Tarifverhandlungen in der chemischen Industrie.

Stefan Koch

6 % - Weil du es wert bist! Ralf Sikorski, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, stellt die Chemie-Forderungsempfehlung 2018 von 6 Prozent und doppeltes Urlaubsgeld vor.
12.04.2018
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Angesichts einer hervorragenden wirtschaftlichen Lage in der chemisch-pharmazeutischen Industrie sei die Forderungsempfehlung absolut angemessen, sagte IG-BCE-Verhandlungsführer Ralf Sikorski bei der Vorstellung der Details in Hannover. Produktion, Umsatz und Profite waren in der Branche bereits im vergangenen Jahr deutlich gestiegen, für 2018 wird mit weiteren Zuwächsen gerechnet. In einer aktuellen Betriebsräteumfrage der IG BCE berichten acht von zehn Befragten von einer guten bis sehr guten wirtschaftlichen Lage ihres Betriebs.

„Die Auslastung der Anlagen liegt auf Rekordniveau“, sagte Sikorski. „Die Beschäftigten sind es wert, dass ihre Leistung gewürdigt wird - nicht nur mit lobenden Worten, sondern auch in Euro und Cent.“ Die Tarifrunde für die 580.000 Beschäftigten in der Branche stellt die IG BCE deshalb auch unter das Motto: „Weil du es wert bist!“

Die Forderungsempfehlung sieht eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten vor. Kai-Uwe Hemmerich, Betriebsratsvorsitzender bei Clariant betonte: „Das vergangene Jahr war sehr geprägt vom guten Umsatz in den Betrieben. Die Auslastung und Arbeitsbelastung in den Betrieben, in den Laboren und in der kaufmännischen Abteilung war sehr hoch. Das Jahr steckt den Mitarbeitern noch in den Knochen. Und sie sind nun angefressen, dass sich die Aktionäre elf Prozent mehr Dividende gegönnt haben. Deshalb sind sechs Prozent für uns mehr als gerechtfertigt.“

Stefan Koch

Chemie-Tarifrunde 2018 - Forderungsempfehlung Ralf Sikorski, Mitglied im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE, erläutert die Chemie-Forderungsempfehlung 2018.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Anhebung des zusätzlichen Urlaubsgelds von derzeit 20,45 Euro auf 40 Euro pro Urlaubstag für Vollzeitbeschäftigte und von derzeit 449,94 Euro auf 900 Euro jährlich für Auszubildende. Mit dieser für alle Tarifgruppen einheitlichen Aufstockung „setzen wir ein Zeichen für weitere soziale Komponenten in der Tarifpolitik“, sagte Ralf Sikorski, der im geschäftsführenden Hauptvorstand der IG BCE für die Tarifpolitik verantwortlich ist.  Von der Steigerung würden Beschäftigte in unteren Entgeltgruppen und Auszubildende überdurchschnittlich profitieren. „Das ist sozial und gerecht“, sagte Sikorski.

Das Urlaubsgeld wird in der chemischen Industrie zusätzlich zur Jahresleistung (95 Prozent des monatlichen Tarifentgelts) gezahlt. „Die deutliche Urlaubsgelderhöhung kommt im Betrieb mit Sicherheit sehr gut an. Denn es hilft gerade den unteren Einkommensgruppen, wenn mehr  Geld in die Urlaubskasse gespült wird“, sagte Katja Marx, Betriebsratsvorsitzende bei Zschimmer & Schwarz.

Angesichts steigender Arbeitsbelastungen, rasant wachsender technologischer Veränderungen und dem verstärkten Wunsch der Beschäftigten nach mehr Zeitsouveränität will die IG BCE Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitsysteme weiterentwickeln. Die Beschäftigten sollten stärker darüber mitentscheiden können, wann und wie sie welche Aufgaben bearbeiten – auch unter Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensphasen. „Es gibt immer mehr Veränderungsprozesse, die uns tagtäglich begegnen. Und von den Kolleginnen und Kollegen wird hohe Flexibilität verlangt. Diese Flexibilität wünschen wir uns auch von den Arbeitgebern“, sagte Marianne Maehl, stellvertretende Betriebsratsvorsitzende bei Bayer.

  • Chemie-Tarifrunde 2018 - Forderungsempfehlung
    Foto: 

    IG BCE

    Ralf Sikorski arbeitet am neuen Tarifpaket.

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„Der digitale Wandel ist eine der größten industrie- und tarifpolitischen Herausforderungen unserer Zeit“, so Sikorski. „Wer die Menschen bei Veränderungsprozessen mitnehmen will, muss deutlich machen, dass dies auch eine Chance ist, bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Neue Technologien können nicht nur effizienzsteigernd sein, sondern auch arbeitsentlastend wirken.“

Die Forderungsempfehlung des Hauptvorstands ist die Basis für die nun folgenden Diskussionen in den Vertrauensleutegremien und Tarifkommissionen der IG BCE. Mitte Juni beschließt die Bundestarifkommission die endgültigen Forderungen, wenig später starten die Gespräche zwischen IG BCE und Arbeitgebern in den regionalen Tarifbereichen. Im September wechseln beide Seiten zu zentralen Verhandlungen auf die Bundesebene.

Ein TV-Mitschnitt des Events zur Forderungsempfehlung findet sich hier.

Weitere Informationen zur Chemie-Tarifrunde:

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Der BR ist aber sehr gemütlich

ina 18.06.2018 13:57 Uhr
Von : ina

"Als junger Mensch ist man einfach zu machtlos. Die Kollegen vom BR sagen, dass man doch zufrieden sein soll. Man wird von Anfang an einfach ganz schlecht eingestuft und dann ganz klein gehalten. Als junger Mensch ist man ja froh, dass man einen Job bekommt und dieser dann entfristet wird. Die alten Kollegen genießen viele Vorteile und die junden tragen die Mehrarbeit und werden viel schlechter enlohnt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist vllt ein schöner Satz, dieser wird aber nicht gelebt. Und die Personalabteilungen stellen sich quer. Es wird immer Gründe geben, wieso die Gehälter nicht angepasst werden. Das ist leider die traurige Wahrheit. Alles liest sich wunderbar aber die Realität sieht leider ganz anders aus! Und wenn man den Mund aufmacht steht man eigentlich alleine da..."

Der BR kann aber nichts tun, wenn die Personalabteilung nicht mit spielt. Betriebszugehörigkeit, ist auch eine lustige Sache. Ich kenne viele junge Kollegen, die schon mehrere Jahre im Unternehmen beschäftigt sind und im Anfangssatz hängen. Der BR macht garnichts und die Personalabteilung drückt die Gehälter schön niedrig. Als junger Mensch muss man nur dankbar sein, in dem Unternehmen zu arbeiten. Es wird immer möglichkeiten und Ausreden finden, wieso man also junger Mensch viel schlechter bezahlt wird. Unterschiede von E7 und E13 sind für mich keine vergleichbare Bezahlung.

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Aber was soll man tun, wenn der BR nicht weiterhilft?

ina 12.06.2018 12:11 Uhr
Von : Michael Schnabl

"Tut mir leid wenn ich Euch widersprechen muss, aber der Bundesentgelttarifvertrag sagt ganz klar aus, dass nach Tätigkeit bezahlt werden muss. Sollte es in Eurem Unternehmen auf Grund des Alters zu derart unterschiedlichen Eingruppierungen kommen wird gegen den Tarifvertrag und möglicherweise auch gegen das AGG verstoßen. Ihr solltet mal mit Eurem Betriebsrat darüber sprechen!!!! Im Tarifvertrag gibt es lediglich die Einarbeitungszeiten (Jahre in der Gruppe), hat aber nicht mit dem Alter zu tun. Wenn ein neuer älterer Kollege/in eingestellt wird muss auch hier mit dem Anfangssatz begonnen werden. Ihr solltet dringen mal mit Eurem Betriebsrat über dieses Thema sprechen in Bezug dass uns andere Gewerkschaften auslachen. Es gibt in Deutschland keinen Tarifvertrag der besser ist als der der IG BCE (siehe Tarifvergleiche der Gewerkschaften, müsste Euer BR haben)."

Als junger Mensch ist man einfach zu machtlos. Die Kollegen vom BR sagen, dass man doch zufrieden sein soll. Man wird von Anfang an einfach ganz schlecht eingestuft und dann ganz klein gehalten. Als junger Mensch ist man ja froh, dass man einen Job bekommt und dieser dann entfristet wird. Die alten Kollegen genießen viele Vorteile und die junden tragen die Mehrarbeit und werden viel schlechter enlohnt. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist vllt ein schöner Satz, dieser wird aber nicht gelebt. Und die Personalabteilungen stellen sich quer. Es wird immer Gründe geben, wieso die Gehälter nicht angepasst werden. Das ist leider die traurige Wahrheit. Alles liest sich wunderbar aber die Realität sieht leider ganz anders aus! Und wenn man den Mund aufmacht steht man eigentlich alleine da...

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Tarifvertrag

Michael Schnabl 24.05.2018 12:48 Uhr
Von : Julia

"Guten Tag, ich kann meiner Vorrednerin/ Vorredner nur recht geben und Teile diese Ansicht! Man hört immer nur wie viel für die „älteren“ gemacht wird, da fühlt man sich als junger Mensch mehr als benachteiligt… Ältere Kollegen mit nur einer halb so guten Ausbildung verdienen oft 4-5 Entgeltstufen mehr – aber mit welcher Berechtigung? Nur weil diese schon so viele Jahre im Unternehmen sind? Aber beide Personen die gleiche Arbeit verrichten und der junge Mensch sogar noch schneller und effizienter arbeiten?! Also diese Politik verstehe ich auch nicht so ganz. Und genau mit dieser Problematik bin ich selber konfrontiert und das demotiviert einen von Tag zu Tag mehr. Mein Vorgänger hat voll und ganz recht damit, dass man sich die jungen Leute so nur „sauer fährt“, diese jegliche Motivation verlieren und sich auf kurz oder lang das Unternehmen verlassen werden, um sich einen AG zu suchen der mehr auf junge Mitarbeiter setzt und diese auch fördern will! "

Tut mir leid wenn ich Euch widersprechen muss, aber der Bundesentgelttarifvertrag sagt ganz klar aus, dass nach Tätigkeit bezahlt werden muss. Sollte es in Eurem Unternehmen auf Grund des Alters zu derart unterschiedlichen Eingruppierungen kommen wird gegen den Tarifvertrag und möglicherweise auch gegen das AGG verstoßen. Ihr solltet mal mit Eurem Betriebsrat darüber sprechen!!!! Im Tarifvertrag gibt es lediglich die Einarbeitungszeiten (Jahre in der Gruppe), hat aber nicht mit dem Alter zu tun. Wenn ein neuer älterer Kollege/in eingestellt wird muss auch hier mit dem Anfangssatz begonnen werden. Ihr solltet dringen mal mit Eurem Betriebsrat über dieses Thema sprechen in Bezug dass uns andere Gewerkschaften auslachen. Es gibt in Deutschland keinen Tarifvertrag der besser ist als der der IG BCE (siehe Tarifvergleiche der Gewerkschaften, müsste Euer BR haben).

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Chemikant

Markus Bauer 17.05.2018 13:41 Uhr
Von : Andreas

"Warum wird so wenig für Schichtler getan? z.B Nachtschichtzulage von 15 % und Sonntagszulage von 60 % andere Gewerkschaften lachen uns aus. Da muss dringend mal etwas verändert werden!"

Es wäre super wenn der Ausdruck "Schichtler" als Wechselschichtmitarbeiter / Chemikant bei der IG BCE genannt werden würde. Es hat schon einen faden Beigeschmack als "Schichtler" betitelt zu werden. Ein Chemikant hat eine 3 1/2 jährige Fachausbildung bei der IHK abgelegt. Ein Chemikant arbeitet z.B. bei der BASF SE im Wechselschichtarbeitszeitmodell.

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Demotivation junger MItarbeiter

Julia 15.05.2018 13:31 Uhr
Von : ina

"Wie kann es sein, dass junge Menschen immer viel schlechter bezahlt werden als die alten Kollegen? Die alten werden geschont mit zusätzlichen "Urlaubstagen" und die jungen sind nie gut genug. Für höhere Entgeltgruppen sind sie zu jung, Sprünge in den Entgeltgruppen sind nur möglich, mit langen Wartezeiten. Wenn diese Gehaltspolitik so weiter geht, demotiviert man seine jungen Mitarbeiter! Kollegen die, die gleiche Tätigkeit ausführen müssen auch gleich bezahlt werden. Es gibt Unterschiede zwischen E7 bis E13 wie ist das möglich? Wieso ist so etwas erlaubt? Alle machen die gleiche Arbeit alle haben die gleiche Verantwortung. Die jungen Menschen sind oft viel motivierter, unkomplizierter und schneller im Umgang mit Systemen und trotzdem hat man als junger Mensch keine Chance auf Gleichstellung. Man rennt immer gegen Windmühlen. Unsere Ausbildung schulisch oder betrieblich ist und war ganz anders ausgelegt, vor 30 Jahren gab es die Systeme die es jezt gibt noch nicht. Die älteren Kollegen tuen sich teilweise viel schwerer mit neuen Systemen und sind nicht bereit neue Dinge zu lernen. Sie schauen nicht nach rechts und links sondern sind nach all den Jahren betriebsbling geworden und trotzdem werden diese Kollegen immer besser gestellt. Wie ist es möglich, dass Stellen ausgeschrieben werden mit einer bestimmten EG man den Job bekommt aber die EG nicht? Alle stellen sich quer und am Ende ist man als junger Mensch der bestrafte. Die jungen Leute sind gut ausgebildet und hoch engagiert aber werden sauer gefahren. Ich hoffe, dass sich jemand mit dieser Situation auseinander setzt und sich dafür einsetzt, dass junge Menschen ernster genommen werden. Wir jungen Menschen sind die Zukunft aller Unternehmen! Es kann nicht sein, dass es Unterschiede von E7 bis E13 für die gleichen Tätigkeiten gibt, das ist für mich nicht begreiflich. "

Guten Tag, ich kann meiner Vorrednerin/ Vorredner nur recht geben und Teile diese Ansicht! Man hört immer nur wie viel für die „älteren“ gemacht wird, da fühlt man sich als junger Mensch mehr als benachteiligt… Ältere Kollegen mit nur einer halb so guten Ausbildung verdienen oft 4-5 Entgeltstufen mehr – aber mit welcher Berechtigung? Nur weil diese schon so viele Jahre im Unternehmen sind? Aber beide Personen die gleiche Arbeit verrichten und der junge Mensch sogar noch schneller und effizienter arbeiten?! Also diese Politik verstehe ich auch nicht so ganz. Und genau mit dieser Problematik bin ich selber konfrontiert und das demotiviert einen von Tag zu Tag mehr. Mein Vorgänger hat voll und ganz recht damit, dass man sich die jungen Leute so nur „sauer fährt“, diese jegliche Motivation verlieren und sich auf kurz oder lang das Unternehmen verlassen werden, um sich einen AG zu suchen der mehr auf junge Mitarbeiter setzt und diese auch fördern will!

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Schichtler

Andreas 15.05.2018 13:28 Uhr

Warum wird so wenig für Schichtler getan? z.B Nachtschichtzulage von 15 % und Sonntagszulage von 60 % andere Gewerkschaften lachen uns aus. Da muss dringend mal etwas verändert werden!

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Wer setzt sich für die Jungen Mitarbeiter ein?

ina 15.05.2018 10:28 Uhr

Wie kann es sein, dass junge Menschen immer viel schlechter bezahlt werden als die alten Kollegen? Die alten werden geschont mit zusätzlichen "Urlaubstagen" und die jungen sind nie gut genug. Für höhere Entgeltgruppen sind sie zu jung, Sprünge in den Entgeltgruppen sind nur möglich, mit langen Wartezeiten. Wenn diese Gehaltspolitik so weiter geht, demotiviert man seine jungen Mitarbeiter! Kollegen die, die gleiche Tätigkeit ausführen müssen auch gleich bezahlt werden. Es gibt Unterschiede zwischen E7 bis E13 wie ist das möglich? Wieso ist so etwas erlaubt? Alle machen die gleiche Arbeit alle haben die gleiche Verantwortung. Die jungen Menschen sind oft viel motivierter, unkomplizierter und schneller im Umgang mit Systemen und trotzdem hat man als junger Mensch keine Chance auf Gleichstellung. Man rennt immer gegen Windmühlen. Unsere Ausbildung schulisch oder betrieblich ist und war ganz anders ausgelegt, vor 30 Jahren gab es die Systeme die es jezt gibt noch nicht. Die älteren Kollegen tuen sich teilweise viel schwerer mit neuen Systemen und sind nicht bereit neue Dinge zu lernen. Sie schauen nicht nach rechts und links sondern sind nach all den Jahren betriebsbling geworden und trotzdem werden diese Kollegen immer besser gestellt. Wie ist es möglich, dass Stellen ausgeschrieben werden mit einer bestimmten EG man den Job bekommt aber die EG nicht? Alle stellen sich quer und am Ende ist man als junger Mensch der bestrafte. Die jungen Leute sind gut ausgebildet und hoch engagiert aber werden sauer gefahren. Ich hoffe, dass sich jemand mit dieser Situation auseinander setzt und sich dafür einsetzt, dass junge Menschen ernster genommen werden. Wir jungen Menschen sind die Zukunft aller Unternehmen! Es kann nicht sein, dass es Unterschiede von E7 bis E13 für die gleichen Tätigkeiten gibt, das ist für mich nicht begreiflich.

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Wer soll das wie auffangen?

Fra 1967 15.05.2018 09:04 Uhr
Von : Klaus Zölle

"Statt einer Gehaltserhöhung könnte man auch eine Arbeitszeitverkürzung auf 35h fordern und eine gleiche Stundenlohnerhöhung erreichen. Damit könnte für AN und AG eine größere Flexibilität erreicht werden, siehe IGM wo AN teilweise zwischen 35h und 40h wählen können. Ich denke bei einer solchen Forderung würden einige AN in die IGBCE eintreten um mitzustreiken. :) PS: 6000 Brutto -> 3434 Netto 6360 Brutto -> 3606 Netto 2000 Brutto -> 1400 Netto 2120 Brutto -> 1468 Netto Annahmen: Stkl. 1, 0.4 GKV extra Beitrag"

@Klaus Zölle Ich sehe das etwas anders. Eine Arbeitszeitverkürzung bzw. Verlängerung wird nichts bringen. Eher im Gegenteil! Die Arbeit müssten trotzdem in der verbliebenden Zeit geleistet werden. Oder es könnte Arbeitsplätze bei der 40h/Woche wegen Überkapazitäten verloren gehen. Das wiederum könnte eine Spirale lostreten, dass bei Krankheit von Kollegen diese wiederum noch mehr Überstunden machen müssten... Die meisten Personen mit denen ich gesprochen habe wollen mehr Entgelt und eine flexiblere Arbeitszeitgestaltung. Bei einer Arbeitsverkürzung werden nicht viele neue Stellen bei kleineren und mittleren Unternehmen geschaffen. Es werden eher wieder mehr Überstunden auf ein Konto gesammelt, die entweder verfallen oder Ausgezahlt werden. Siehe bei der Altersfreizeit. Auch würden durch so eine Forderung nicht mehr in die Gewerkschaft eintreten. Das würden nur die Trittbrettfahrer mitnehmen... Die Gewerkschaft müsste endlich mehr für die flexible Verteilung der Arbeitszeit in der Woche eintreten. Hier müssten alte Bärte abgeschnitten werden und der jetzigen Zeit angepasst werden.

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Definitionssache

Fra 1967 15.05.2018 08:52 Uhr
Von : Thomas Eichhorn

"Hallo Fra 1967. Ich habe gefragt, nicht gefordert! Dass die "Abschaffung der Flächentarife" asozial ist, finde ich als Begründung sehr oberflächlich, weil es auf mein Argument, dass die Belastung der Unternehmen durch die Tarife sehr unterschiedlich, wenn nicht unfair ist, gar nicht eingeht. Korrekt ist: Ich weiß nicht warum es Flächentarife gibt und ich kenne die Öfnnungsklauseln nicht im Detail. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass Flächentarife Ihre Berechtigung hatten, als sie eingeführt wurden, weil die Unternehmen ähnliche Vorraussetzungen hatten. Die "Einkommensschere" gibt es aber auch bei den Unternehmen, daher finde ich es durchaus angebracht einen Flächentarif auf aktuelle Eignung zu hinterfragen. Ein Schlechtreden lasse ich mir daher nicht unterstellen. Meine Fragen zeigen in die Zukunft."

Hauptsache meckern! Warum hast du dich nicht mal mit dem Tarifvertrag und den Öffnungsmöglichkeiten beschäftigt? Hast du inzwischen mal nachgesehen, was es für Öffnungsmöglichkeiten für Unternehmen in "Schwierigkeiten" gibt? Bitte tu es! Da siehst du Handlungsmöglichkeiten für negative und sogar für positive Fälle. Ich kann meine Bitte nicht oft genug wiederholen. Beschäftige dich endlich mal mit den Tarifverträgen und den Öffnungsklauseln!!! Aber meckern ist ja einfacher als sich mal zu informieren! Du hast nur meinen ersten Satz gelesen! Aber die Begründung danach nicht. Flächentarifverträge waren, sind und werden immer solidarisch sein. Flächentarifverträge gibt es deshalb, um alle in einem Boot zu haben. Nicht jeder muss verhandeln. Wenige machen dieses für alle. Und wenn man wie du fordert, dass dieses System ausgehebelt wird wird die Schere in der Chemie immer größer!!! Schwache alleine zu lassen ist asozial und unethisch! Die Chemietarifverträge sind zukunftsorientiert mit seinen Öffnungsklauseln und berücksichtigt die Leistungsfähigkeit der Unternehmen. Sie hatten und haben auch in der Zukunft ihre Berechtigung! Bei uns im Konzern gibt es seit mehr als 10 Jahren riesige Zuwächse beim Umsatz und Gewinn selbst vor Jahren als die Wirtschaft brach lag. Da hätten wir eine großzügige Entgelterhöhung bekommen müssen. Aber es gab sie nicht, wie viele Firmen Verluste gefahren haben. Ich habe es akzeptiert. Weil anderswo ging es um viele Arbeitsplätze. Es gab auch das mal andersherum. Wir mussten Stellenabbauen, weil es uns nicht gut ging. Anderen aber schon! Das nennt man Solidarität. Denk mal daran. Auch die fetten Jahre sind mal vorbei. Dann bist du auch froh, wenn du an den Tarifvertragsverhandlungen partizipieren kannst. Durch die Öffnungsklauseln kann dann dem Unternehmen in Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat diese für die Firma genutzt werden.

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Arbeitszeit an IGM angleichen

Klaus Zölle 11.05.2018 15:28 Uhr
Von : Waldemar Huhmann

"Bisher galt immer die Formel: Forderung x 2 / 5 Also wird etwas um 2,4% dabei "verhandelt". Natürlich spielt dabei die Laufzeit eine Rolle. Je höher der Abschluß, desto länger die Laufzeit. "

Statt einer Gehaltserhöhung könnte man auch eine Arbeitszeitverkürzung auf 35h fordern und eine gleiche Stundenlohnerhöhung erreichen. Damit könnte für AN und AG eine größere Flexibilität erreicht werden, siehe IGM wo AN teilweise zwischen 35h und 40h wählen können. Ich denke bei einer solchen Forderung würden einige AN in die IGBCE eintreten um mitzustreiken. :) PS: 6000 Brutto -> 3434 Netto 6360 Brutto -> 3606 Netto 2000 Brutto -> 1400 Netto 2120 Brutto -> 1468 Netto Annahmen: Stkl. 1, 0.4 GKV extra Beitrag

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