Familie

Etwas mehr Kindergeld

2016 gibt es monatlich zwei Euro mehr Kindergeld. Verbesserungen gibt es auch für studierende Sprösslinge. Und: Eltern und Kinder müssen künftig an die Steuer-ID denken.

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Kinderbeine
22.12.2015

Ab Anfang 2016 gibt es für die ersten beiden Kinder je 190 Euro Kindergeld, für das dritte Kind 194 Euro und ab dem vierten Kind 221 Euro. Die weiteren gesetzlichen Regelungen zum Kindergeld gelten unverändert. Einige Gerichtsurteile haben allerdings die Position von Eltern und Kindern leicht verbessert:

Studierende: Kindergeld bis zur Mitteilung der Prüfungsergebnisse

Bisher wurde das Kindergeld gestrichen, wenn sich die Mitteilung der Prüfungsergebnisse „in unangemessener Weise“ verzögert. Das Finanzgericht Sachsen hält das für rechtswidrig. Das Urteil vom 17. Juni 2015 ist rechtskräftig geworden (Az.: 4 K 357/11). Nach wie vor fällt Kindergeld allerdings in der Regel mit dem 25. Geburtstag des Kindes fort.

Kindergeld im Master-Studium – auch bei Job

Oft folgt auf ein Bachelor- ein Master-Studium. Sind die Sprösslinge dann noch nicht zu alt, gibt es für die Eltern Kindergeld. Dies gilt auch dann, wenn der Student eine Nebentätigkeit mit mehr als 20 Stunden in der Woche aufnimmt. Voraussetzung: Es muss sich um ein „konsekutives Masterstudium“ handeln, also ein Studium, das zeitlich und inhaltlich an das Bachelor-Studium anschließt. Das entschied der Bundesfinanzhof am 3. September 2015 (Az.: VI R 9/15)

Steuer-Identifikationsnummer auch beim Kindergeld

Deutschland sucht nicht nur den Impfpass, sondern auch die Steuer-Identifikationsnummer. Eltern, die Kindergeld erhalten möchten, müssen der zuständigen Familienkasse ihre eigene Steuer-ID mitteilen – und die ID des Kindes. Bei Neuanträgen müssen die beiden ID’s immer angegeben werden. Wer bereits Kindergeld erhält, solle die beiden Nummern der Familienkasse bei nächster Gelegenheit mitteilen. Hektik ist nach Auskunft des Bundeszentralamts für Steuern allerdings nicht angesagt: „Die Familienkassen werden es grundsätzlich nicht beanstanden, wenn die Angaben im Laufe des Jahres 2016 nachgereicht werden.“ Wer das Mitteilungsschreiben des Bundeszentralamts für Steuern verlegt hat, findet die ID auf der Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers. Wer überhaupt nicht fündig wird: Per Post kann man sich diese beim Bundeszentralamt für Steuern, Referat St II 6, 53221 Bonn erneut zustellen lassen. Dabei muss man Namen, Vornamen, Adresse, Geburtsdatum und Geburtsort mitteilen. Für Neugeborene wird Eltern inzwischen automatisch eine Steuer-ID zugesandt.

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